Versammlung der UHG auf dem Fliegerhorst Diepholz / Gästeschießen wird noch attraktiver

Luftwaffe: Verlegung verzögert sich

In seinem Grußwort bei der Versammlung der Unteroffizierheim-Gesellschaft (UHG) ging Oberst Olaf Stöcker (am Rednerpult) auch auf die Zukunft des Fliegerhorstes beziehungsweise Standortes Diepholz ein, von der natürlich auch das Schicksal der UHG abhängt. - Foto: Dufner

DIEPHOLZ - Die Unteroffizierheim-Gesellschaft (UHG) auf dem Fliegerhorst Diepholz kann – trotz „schwerer See“– mit verhaltenem Optimismus in die Zukunft blicken. Die Aussichten, von den Einheiten wieder dringend benötigte Ordonnanzen zugewiesen zu bekommen, sind nach Ansicht des Vorstandes nicht schlecht. Er kann dabei auch auf die Hilfe vom Kommandeur des Waffensystemunterstützungszentrums 2 und Standortältesten Oberst Olaf Stöcker bauen.

„Wir bemühen uns darum, aber es wird sehr, sehr schwer,“ sagte Stöcker in seinem kurzen Grußwort zu Beginn der Jahreshauptversammlung der UHG im Mannschaftsheim auf dem Fliegerhorst.

Der Oberst ging näher auf die Zukunft des Standortes Diepholz ein, von der ja auch das Schicksal der UHG abhängt. Die Verlegung von Einheiten der Luftwaffe von Diepholz in die neuen Bundesländer verzögere sich nach seinen Aussagen aufgrund der noch immer fehlenden Infrastruktur am neuen Standort Holzdorf/Schönewalde. Insofern werde die Arbeit des Verbandes hier am Standort Diepholz fortgesetzt, und so bestehe nun eine gewisse Planungssicherheit.

Oberst Stöcker erwies sich als Mutmacher und Motivator und bat darum, dem Verband und der UHG die Treue zu halten und den eingeschlagenen, erfolgreichen Weg fortzusetzen: „Glauben Sie mir, Totgesagte leben länger. Warum sage ich Ihnen das? Wir werden hier noch einige Zeit am Standort Diepholz verweilen müssen, um unseren Auftrag für die Luftwaffe zu erfüllen, vielleicht viel länger als gedacht.“ Bislang war das Jahr 2023 als Termin für den Abzug der Luftwaffe genannt worden.

Der Oberst dankte der UHG für die geleistete Arbeit und wünschte ihr ein noch langes Bestehen.

Der zweite Vorsitzende der UHG, Stabsfeldwebel d.R. Klaus-Dieter Huneck, konnte von den 215 Mitgliedern gerade einmal zehn Prozent begrüßen. Die Versammlung (über die wir schon berichteten) war damit nicht beschlussfähig und musste erneut einberufen werden.

Vorsitzender Stabsfeldwebel Rico Fumfack ließ sich entschuldigen: „Er ist Vater geworden.“

Huneck wies in seinem Jahresbericht darauf hin, dass die UHG seit September 2015 „ihr“ Casino (L 11) wegen umfangreicher Umbauarbeiten nicht nutzen könne. Man habe sich in der neuen Umgebung ganz gut arrangiert, könne aber keine Veranstaltungen mit 100 und mehr Gästen anbieten. Dieses Manko habe natürlich auch Auswirkungen auf die Finanzen, was später auch in den entsprechenden Berichten von erstem Geschäftsführer Stabsfeldwebel a.D. Günther Weishaupt sowie Kassenwart Stabsfeldwebel Ronald Geerken („Sind bemüht, die Ausgaben so gering wie möglich zu halten.“) deutlich wurde.

Stabsfeldwebel Frank Dennhardt und Hauptfeldwebel Michael Gumprich hatten die Kasse geprüft. Es gab nichts zu beanstanden.

Übers ganze Jahr verteilt seien, berichtete Huneck weiter, viele Kleinveranstaltungen durchgeführt worden wie Tagungen, Seminare, Bingo-Abende, Geburtstage, Schlemmerfrühstück und Dämmerschoppen. Auch die Skatrunde sei wieder zurückgekehrt.

Höhepunkt war das 35. Gästeschießen mit einer Rekordbeteiligung von mehr als 60 Mannschaften mit über 200 Schützen, Feuerwehrleuten, Polizeibeamten, Jägern, Radtouristen, Kyffhäusern, Mitarbeitern von Firmen, Mitgliedern von Clubs, von Rat und Verwaltung und natürlich auch aktiven wie passiven Soldaten.

Klaus-Dieter Huneck kündigte für das kommende Schießen einige Neuerungen an. Viele Gäste fänden nach dem Schießen und der Siegerehrung nur schwer den Weg nach Hause, weil sie sich in der großen, geselligen Runde im Casino einfach wohlfühlten. Und ihnen wolle die UHG auch nach Ende des „offiziellen Teils“ der Veranstaltung noch was bieten. Angedacht sei laut Klaus-Dieter Huneck unter anderem eine Zeltfete.

Die traditionelle Betreuung von Kindern aus der Tschernobyl-Region fiel im vergangenen Jahr aus. Das habe aber nicht an der UHG gelegen, betonte Huneck.

Stabsfeldwebel d.R. Karl-Heinz Seißenschmidt schlug vor, zu Beginn der Versammlung – wie in allen Vereinen gang und gäbe – der im verflossenen Jahr verstorbenen Mitglieder zu gedenken. Oberfeldwebel d.R. Eduard Gahlen regte die Ehrung langjähriger Mitglieder an. „Zwei gute Ideen,“ befand Klaus-Dieter Huneck. Der Vorstand werde sich damit in der nächsten Sitzung befassen.

Huneck dankte in seinem Schlusswort dem Vorstand für die gute Zusammenarbeit. Die UHG wolle ihr Betreuungsangebot noch verbessern, kündigte der stellvertretende Vorsitzende an und lud danach zu Imbiss und kalten Getränken ein. - rdu

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