Unterführung meist „Land unter“

Lösungen für überschwemmten Fuß- und Radweg entlang der Hunte in Diepholz

Immer wieder von der Hunte überschwemmt: Der Weg am Ufer im Bereich der Unterführung Steinfelder Straße (alte B214 bei McDonalds).
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Immer wieder von der Hunte überschwemmt: Der Weg am Ufer im Bereich der Unterführung Steinfelder Straße (alte B214 bei McDonalds).

Diepholz – Achtung, nasse Füße drohen: Problematisch ist nach wie vor die Unterquerung der Steinfelder Straße (ehemals B214, nahe McDonalds). Die meiste Zeit des Jahres kann der Fuß- und Radweg entlang der Hunte nicht benutzt werden, da er überschwemmt ist.

Dass der Weg eine notwendige Verbindung ist, zeigt der Trampelpfad, der neben dem Radweg, die Böschung empor, über die Leitplanke bis zur Straße führt.

Gremien der Stadt Diepholz erörterten das Problem bereits. Dabei standen bislang drei Lösungen zur Diskussion. Der städtische Ausschuss für Ordnung, Marktwesen, Straßen und Verkehr konnte sich im April nicht auf eine davon einigen. Der Verwaltungsausschuss der Stadt Diepholz hat sich bei seiner Sitzung Mitte Mai einstimmig für eine Variante ausgesprochen.

Keine Lösung durch Mittelinsel und Anhöhung

Klar war für die Politiker: Variante eins geht gar nicht! Das wäre eine Anrampung zur höher gelegenen Straße gewesen. Fußgänger und Radfahrer hätten mit Hilfe einer Mittelinsel die Fahrbahn überqueren müssen. Die beiden anderen Varianten führen weiterhin unter der Brücke hindurch. Die teurere (geschätzte Kosten 204  665 Euro) sieht Glaswände zum Hochwasserschutz mit einer beleuchteten Stahlkonstruktion vor – ähnlich wie die Huntebrücke an der Thouarsstraße in Diepholz.

Überzeugt hat die Ausschussmitglieder die Variante drei. Die Umsetzung werde verknüpft mit der Maßgabe, dass das Projekt gefördert wird und die Wasserbehörde sowie sonstige Beteiligte dieser Maßnahme zustimmen, teilt die Stadt Diepholz mit. Für die Finanzierung der beschlossenen Baumaßnahme sollten die erforderlichen Mittel im Haushalt des kommenden Jahres bereitgestellt werden. Die Kosten belaufen sich auf rund 167 665 Euro.

Visualisierung der möglichen Unterführung an der Steinfelder Straße in Diepholz.

Die Verwaltung der Stadt Diepholz teilte auf Anfrage der Redaktion mit, dass der Bau einer Betonkonstruktion mit integrierter Beleuchtung nach statischen Erfordernissen geplant sei. Nutzungskonflikte zwischen Rad- und Fußverkehr sowie dem Autoverkehr könnten somit vermieden werden. Es solle eine Rad-Gehwegentwässerung errichtet werden, sodass sich das Wasser zukünftig nicht mehr stauen kann. Hinzu käme eine Anpassung der vorhandenen Wege auf maximal sechs Grad Steigung in beide Richtungen.

Vorschlag eines Diepholzers

Der Diepholzer Wolfgang Zellhorst macht jetzt einen weiteren Vorschlag: „Beim Nachdenken über eine Lösung erinnerte ich mich an einen Besuch im Hamburger Hafen. Die gastronomischen und sonstigen Betriebe dort befinden sich alle auf Pontons, die sich – unabhängig vom Wasserstand der Elbe – immer auf demselben Niveau über der Wasseroberfläche befinden“, schrieb er an die Stadt Diepholz: „Von Land aus erreichen die Besucher und Fahrgäste der dort anlegenden Schiffe über breite Rampen diese Pontons. Diese Rampen haben je nach Tidenstand entsprechende Neigungen. Wie wäre es nun, wenn man anstelle des jetzigen Radwegs einen Ponton einbringen würde, der die gleiche Breite wie der Weg und die Länge der Brückenbreite hätte. Durch vertikale Führungen könnte er – wie in einem Schleusenschacht – an seinem Platz gehalten werden. An den beiden Seiten würden Rampen angebracht, die am Ponton befestigt und an der anderen Seite gleitend wären – wie bei den Auffahrten auf eine Fähre. Dieser Ponton würde durch seine Ballastbefüllung so eingestellt, dass sich die Oberfläche etwa fünf Zentimeter über dem Wasserspiegel befindet“, schlägt Zellhorst weiter vor. Dieser Abstand würde dann, unabhängig vom Wasserstand der Hunte immer gleich bleiben und ganzjährig eine Nutzung des Weges ermöglichen.

„Als zusätzlichen Effekt weise ich darauf hin, dass ein solches Projekt ein Alleinstellungsmerkmal für unsere Stadt sein könnte“, meint der Diepholzer Bürger, der seinem Schreiben an die Stadt auch Details zur technischen Umsetzung seines Vorschlages beifügte.

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