Bagger brennt komplett aus 

Löscheinsatz im Moor erfordert Handarbeit

Ein Tanklöschfahrzeug bahnte sich gestern Abend den Weg durch das schwer zugängliche Gelände. - Foto: Speckmann

Diepholz - In den Sommermonaten, wenn es heiß und trocken ist, kommt es schon mal vor, dass die Feuerwehr zum Löschen ins Moor ausrücken muss. Im November sind solche Einsätze ungewöhnlich. Entsprechend überrascht reagierten die Kameraden aus der Stadt Diepholz am Sonntagabend, als der Einsatzbefehl in das Gebiet an der Steinfelder Straße führte.

Erste Meldungen, dass es sich um einen Moorbrand handeln könnte, sollten sich aber nicht bestätigen. Es war ein Bagger, der komplett in Flammen aufging. Zur Ursache machte die Polizei gestern Abend noch keine näheren Angaben. Die Ermittlungen sollten am heutigen Montag vom zuständigen Fachkommissariat übernommen und fortgeführt werden, teilte die Polizei mit.

Die Ortsfeuerwehr Diepholz wurde gegen 18 Uhr per Sirene alarmiert. Auch die Nachbarbwehren Heede und Aschen rückten zum Einsatz aus. Beim Eintreffen vor Ort ging es zunächst mit einem Fahrzeug zur Erkundung ins Moor. Der Bagger, der in einer Torfmiete nahe der Tierfrischmehl-Fabrik stand, war komplett ausgebrannt, wie Stadtbrandmeister Frank Schötz berichtete.

Die Feuerwehr konzentrierte sich auf das Ablöschen von Glutnestern. Das sei sehr aufwendig gewesen, weil keine Löschwasserversorgung vor Ort sei, schilderte Kevin Siebe, stellvertretender Pressesprecher der Stadtfeuerwehr, die Situation. Ein Tanklöschfahrzeug konnte nur mit Mühe auf dem tiefen Boden in die Nähe des Baggers durchdringen. Eine Löschgruppe machte sich zu Fuß auf den Weg. Im schwer zugänglichen Gelände war dann Handarbeit angesagt. Mit Eimern und anderen Hilfsmitteln beförderten die Kameraden das Wasser zu den Glutnestern. Unterdessen befand sich der Großteil der mehr als 50 Einsatzkräfte in Wartestellung auf einem Parkplatz der Fabrik. Sie brauchten nicht mehr aktiv zu werden.

Für die Ortsfeuerwehr Diepholz war es der zweite Einsatz am Sonntagabend. Sie musste bereits gegen 17.30 Uhr an die Straße „Kohlhöfen“ ausrücken. An einer Tankstelle war Treibstoff ausgelaufen. Ortsbrandmeister Rolf Gatzemeier und drei weitere Kameraden gingen auf Nummer sicher. Sie streuten den Bereich an der Zapfsäule trotz vorhandenen Ölabscheiders mit Bindemittel ab. Vermutlich war das Benzin beim Betanken eines Fahrzeugs auf das Pflaster geflossen. - sp

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