„Woche der Wiederbelebung“

Lebensrettende „Defis“ noch selten in Diepholz

+
Barbara Dylla, Ausbilderin beim DRK, zeigte beim Diepholzer Business-Frühstück im DRK-Haus, wie einfach ein „automatisierter externer Defibrillator“ Leben retten kann.

Diepholz - Der „automatisierte externe Defibrillator“ sagt selbst genau, was zu tun ist. Mit den akustischen Anweisungen kann auch ein Ungeübter mit dem Gerät das Leben eines Menschen retten, der mit Herzstillstand zusammengebrochen ist. Das war Dienstag Thema beim Business-Frühstück.

Zu der fünften Veranstaltung in der Business-Frühstück-Neuauflage begrüßte der Diepholzer Wirtschaftsförderer Bernd Öhlmann etwa 30 heimische Geschäftsleute und Vertreter von Organisationen im Haus des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) am Lappenberg.

Die Ausbildungsbeauftragte des DRK-Kreisverbandes, Patricia Staebener-Aumann, und Ausbilderin Barbara Dylla informierten über Wirkungsweise und Wichtigkeit eines „automatisierten externen Defibrillators“. Anlass war die „Woche der Wiederbelebung“ mit Aktionen vom 18. bis 24. September.

Zeit spielt bei einem plötzlichen Herztod eine entscheidende Rolle, da mit jeder Minute die Überlebenswahrscheinlichkeit drastisch sinkt. Eine Herz-Lungen-Wiederbelebung, wie sie in Erste-Hilfe-Kursen gelehrt wird, ist eine Grundlage, um dem Betroffenen das Leben zu retten. Aber erst die Kombination mit dem frühzeitigen Einsatz eines „Defis“ steigert die Überlebenswahrscheinlichkeit immens. Ein Defibrillator kann durch gezielte Stromstöße Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern beenden.

Alle 90 Gehminuten ein Defibrilator

An deutschen Flughäfen sind Defibrillatoren immer zu finden – alle 90 Gehminuten voneinander entfernt, da sie möglichst innerhalb von drei Minuten nach dem Zusammenbruch eines Menschen eingesetzt werden sollten. In Diepholz gibt es bislang nur wenige öffentlich zugängliche „Defis“ – zum Beispiel in der Mühlenkamp-Sporthalle, in der Volksbank, in der Kreissparkasse und im Hallenbad „Delfin“. Für Rathaus und Theater sind Geräte bestellt.

Sie kosten ab 1200 Euro, erklärte Patricia Staebener-Aumann. Auch in Betrieben können sie Menschenleben retten. Da sie unter das Medizinproduktgesetz fallen, sind „Defis“ nicht frei verkäuflich. DRK und Berufsgenossenschaften geben nähere Informationen dazu.

Das nächste Business-Frühstück ist am Dienstag, 10. Oktober, im Diepholzer Sauna- und Sportparadies an der Moorstraße, das dann sein 25-jähriges Bestehen feiert. 

 ej

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Simbabwe: Regierungspartei leitet Mugabes Amtsenthebung ein

Simbabwe: Regierungspartei leitet Mugabes Amtsenthebung ein

Fotostrecke: Werder-Mitgliederversammlung 2017

Fotostrecke: Werder-Mitgliederversammlung 2017

Sonst nichts gemeinsam: Deutsche Großstädte und ihre US-Namensvetter

Sonst nichts gemeinsam: Deutsche Großstädte und ihre US-Namensvetter

Weihnachtsmarkt in Nienburg: Aufbau läuft

Weihnachtsmarkt in Nienburg: Aufbau läuft

Meistgelesene Artikel

Trauercafé bietet Halt und Hilfe nach dem Tod eines geliebten Menschen

Trauercafé bietet Halt und Hilfe nach dem Tod eines geliebten Menschen

Lesung mit Christiane Palm-Hoffmeister: Kaleidoskop aus 70 Jahren Zeitgeschichte

Lesung mit Christiane Palm-Hoffmeister: Kaleidoskop aus 70 Jahren Zeitgeschichte

Geschenkideen mit dem Gütesiegel „Stuhr“

Geschenkideen mit dem Gütesiegel „Stuhr“

Mit dem Fahrrad ins Taxi kostet mehr

Mit dem Fahrrad ins Taxi kostet mehr

Kommentare