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Lebendige Schule Aschen darf noch nicht starten

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Von: Eberhard Jansen

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Die Lebendige Schule Aschen in der früheren Gaststätte Landhaus Milbe kann ihren Betrieb noch nicht aufnehmen.
Die Lebendige Schule Aschen in der früheren Gaststätte Landhaus Milbe kann ihren Betrieb noch nicht aufnehmen. © Jansen

Es gibt offenbar größere Probleme für die Lebendige Schule Aschen. Ein Start der neuen freien Bildungseinrichtung in der umgebauten Gaststätte Landhaus Milbe in den nächsten Tagen ist unwahrscheinlich. Bislang hat der Trägerverein noch keine Genehmigung der Landesschulbehörde in Lüneburg. Der Betrieb der neuen Schule in dem Diepholzer Ortsteil sollte bereits zum 28. Februar aufgenommen werden. Nach letzten Informationen des Trägervereins waren 16 Kinder angemeldet.

Diepholz/Aschen –„Der Verein hatte erst Ende Oktober einen Antrag auf Genehmigung einer Ersatzschule für die Schulform Grundschule im Regionalen Landesamt für Schule und Bildung Hannover eingereicht. Dem Verein wurde bereits frühzeitig mitgeteilt, dass eine Genehmigung zum Halbschulhalbjahr unrealistisch ist. Das Genehmigungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen, es sind auch noch nicht abschließend alle Details geklärt“, teilte Bianca Trogisch, Pressesprecherin des Regionalen Landesamtes für Schule und Bildung (RLBS) in Lüneburg, auf Anfrage der Mediengruppe Kreiszeitung mit. Nähere Angaben zum Stand des Verfahrens könne sie nicht machen, da es um geschützte Daten des Vereins gehe. „Wir können aber versichern, dass wir selbstverständlich bemüht sind, es schnellstmöglich abzuschließen“, so die Behördensprecherin.

Für den Trägerverein erklärte Vorsitzende Miriam Rehling gegenüber der Kreiszeitung: „Wir können bestätigen, dass der Antrag auf Genehmigung der Lebendigen Schule Ende Oktober letzten Jahres beim Regionalen Landesamt für Schule und Bildung in Hannover eingereicht worden ist. Ergänzen möchten wir jedoch, dass zentrale Bestandteile des in Hannover eingereichten Antrags bereits vorab im Rahmen eines ersten Genehmigungsverfahrens für den zunächst anvisierten Standort Vechta vom RLSB in Osnabrück geprüft wurden. Als der Antrag Ende Oktober beim RLSB in Hannover einging war unter anderem das pädagogische Konzept, dessen Prüfung und Anpassung in der Regel besonders zeitaufwendig ist, bereits finalisiert und vom niedersächsischen Kultusministerium abgesegnet. Somit konnte mit einer verkürzten Bearbeitungszeit für den in Hannover eingereichten Antrag gerechnet werden“, erklärte Miriam Rehling.

Ambitioniertes Ziel

Zunächst sei der Start der Lebendigen Schule in Aschen für den Halbjahreswechsel Anfang Februar geplant gewesen. Allen Beteiligten sei bewusst gewesen, dass das ein ambitioniertes Ziel war, und es sei stets kommuniziert worden, dass das genaue Startdatum sich noch ändern könnte, so die Trägervereins-Vorsitzende weiter: „Mitte Januar war für uns abschätzbar, wann die Arbeiten am Gebäude, die Einrichtung der Räumlichkeiten abgeschlossen und die letzten einzureichenden Unterlagen dem RLSB Hannover vorgelegt werden könnten, sodass der anvisierte Schulstart auf den 28. Februar 2022 festgelegt wurde.“

Mit Genehmigung gerechnet

Dank der zügigen Arbeit der Handwerksbetriebe, der ehrenamtlichen Helfer und der weiteren beteiligten Behörden hätten alle praktischen und behördlichen Vorbereitungen bis zu diesem Datum getroffen werden können. Miriam Rehling: „Seitens des RLSB Hannover wurde uns vorab auf Nachfrage bestätigt, dass es nach Einreichen des letzten Nachweises nur noch etwa ein bis zwei Tage dauern würde, bis die Genehmigung ausgestellt werden könne. Somit haben wir bis zuletzt fest mit der Ausstellung der Genehmigung zu vergangener Woche gerechnet.“

Nachfrage unbeantwortet

Die Nachfrage der Mediengruppe Kreiszeitung , wie viele Schüler für die Lebendige Schule Aschen angemeldet sind, ob es wegen der Verzögerungen Abmeldungen gegeben habe und auf welche Schule die schulpflichtigen Jungen und Mädchen, die die Lebendige Schule Aschen besuchen sollten, derzeit gehen, ließ der Trägerverein unbeantwortet.

Insbesondere für die Lehrkräfte und angemeldete Schülerinnen und Schüler sei die aktuelle Situation eine große Geduldsprobe. Die Vereinsvorsitzende: „Alle nach unserem Kenntnisstand notwendigen Unterlagen und Teilgenehmigungen wurden von uns beim RLSB Hannover eingereicht. Daher halten wir unseren Antrag für genehmigungsreif. Trotz wiederholter Nachfrage liegen uns aktuell keine Informationen vor, zu wann mit einer Genehmigung gerechnet werden kann beziehungsweise welche Nachweise die Behörde noch übermittelt bekommen möchte. Wir gehen weiterhin fest davon aus, dass uns die Genehmigung der Inbetriebnahme zeitnah erteilt wird. Der Schulbetrieb ist von unserer Seite jederzeit startklar. Das Gebäude wurde vom Bauamt Diepholz für die Nutzung als Schule freigegeben und die Räumlichkeiten sind eingerichtet.“ Schüler und Lehrkräfte würden in den Startlöchern stehen.

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