Gleichbehandlung angestrebt

Kindertagespflege künftig beitragsfrei

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Auch in der Tagespflege soll für eine bestimmte Altersklasse die Betreuung beitragsfrei werden.

Landkreis  Diepholz - Der Landkreis sorgt für eine Gleichbehandlung der Eltern und wird die vom Land vorgesehene Beitragsfreiheit für die Kindergärten auch auf die Kindertagespflege übertragen. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

„Niemand würde es verstehen, wenn künftig ein Kind im Kindergarten beitragsfrei betreut würde, für ein gleichaltriges Kind aber Kostenbeiträge von den Eltern zu entrichten wären, wenn die Betreuung bei Tagespflegeeltern erfolgt. Wir wollen diese Ungleichbehandlung verhindern“, fasst Landrat Cord Bockhop ein Beratungsergebnis aus der Kreisausschuss-Sitzung am Freitag zusammen.

Bockhop hatte das Gremium darüber unterrichtet, dass die vom Land vorgesehene Beitragsfreiheit für die Kindergärten nicht automatisch auch für die Eltern gilt, die gleichaltrige Kinder in der Tagespflege betreuen lassen.

Vorstellung im Kreisausschuss

Das Land werde eine Beitragsfreiheit für Kindertagespflege nicht regeln und dafür auch keinen Kostenausgleich vornehmen.

Damit aber gleichwohl alle Eltern im Landkreis in dieser Frage gleich behandelt werden, hat der Landrat dem Gremium vorgeschlagen, selbst die Initiative zu ergreifen und notwendige Satzungsregelungen auf Kreisebene auf den Weg zu bringen.

„Wir wollen nicht, dass Eltern, die ihre Kinder bisher bei einer Tagespflegeperson betreuen lassen, ab dem Sommer die Ummeldung in einen Kindergarten vornehmen müssen, um von der Beitragsfreiheit profitieren zu können.“

Wenn die vom Landkreis vorgesehene Regelung vom Kreistag beschlossen wird, brauchen Eltern auch in der Kindertagespflege für die vergleichbare Altersgruppe mit Beginn des neuen Kindergartenjahres keine Elternbeiträge mehr entrichten.

Einnahmeausfälle: 200.000 Euro pro Jahr 

Der Kreisausschuss wurde auch über die finanziellen Auswirkungen informiert. Der Verzicht auf Elternbeiträge in der Tagespflege wird etwa 150 Kindern zugutekommen – allerdings für den Kreishaushalt rund 200.000 Euro pro Jahr an Einnahmeausfällen bedeuten.

Nach der positiven Rückmeldung wird die Verwaltung nun die endgültigen Vorlagen vorbereiten, damit der Kreistag rechtzeitig in der Juni-Sitzung die notwendigen Beschlüsse für die praktische Umsetzung beschließen kann.

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