Auf Pfaden bleiben

Hohe Brandgefahr: Landrat erlässt Waldwege-Verordnung

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Vor einigen Wochen gelang es nur mit Mühe und viel Einsatz, einen Flächenbrand im Moor von einem nahegelegenen Waldstück fernzuhalten. 

Landkreis  Diepholz - Von Frauke Albrecht. „Die Situation ist im wahrsten Sinne des Wortes brenzlig“, sagt Landrat Cord Bockhop. Aufgrund der hohen Waldbrandgefahr in der Region hat sich der Landkreis Diepholz Mittwoch in enger Abstimmung mit der Kreisfeuerwehr dazu entschieden, eine Verordnung zur Verhütung von Waldbränden zu erlassen. Und diese untersagt, in Wäldern, Mooren und Heidegebieten die Wander- und Reitwege sowie die Straßen zu verlassen.

Gleichzeitig wird es an denselben Orten verboten, Feuer anzuzünden oder mit feuergefährlichen Gegenständen umzugehen sowie zu rauchen. Bockhop appelliert an Spaziergänger, unbedingt auf den Wegen zu bleiben. Und er äußert auch eine Bitte: „Wer unterwegs ist und am Wegesrand Glasscherben oder Flaschen sieht, sollte diese bitte aufheben. Die wirken wie ein Brennglas.“

Selbst ein kurzer Regenguss reiche nicht aus, die Gefahr maßgeblich zu reduzieren. Sollte die Trockenheit weiter anhalten, schließt Bockhop auch ein Betretungsverbot der Wälder nicht aus. „Da sind wir aber noch nicht. Einen solchen Einschnitt würden wir nicht leichtfertig treffen“, stellt er klar. Die Situation werde täglich geprüft.

Zu den Verhaltensregeln gehört auch, Fahrzeuge nicht auf trockenen Grasflächen abzustellen. Denn Katalysatoren von Auspuffanlagen erzeugen eine erhebliche Hitze. Auch sollten Wege nicht zugeparkt werden, da die Feuerwehr auf diese bei Lösch- und Rettungseinsätzen angewiesen ist.

Die Jagdausübung und die ordnungsgemäße forst- und landwirtschaftliche Nutzung wird von der Verordnung nicht erfasst.

Fast überall Gefahrenstufe 4

In fast allen Teilen des Landkreises gilt die Gefahrenstufe 4. Damit Brände möglichst klein gehalten werden können, seien die Feuerwehrkräfte jedoch darauf angewiesen, dass Personen, die einen Brand beobachten, diesen unter Telefon 112 so schnell wie möglich melden. Erst vor wenigen Wochen bestand im Moor die Gefahr, Flammen könnten auf einen Wald übergreifen. Dort gelang es den Einsatzkräften jedoch, den Flächenbrand einzudämmen.

Grundsätzlich rät die Kreisverwaltung Waldbesuchern, unbedingt die Informationen aus Radio, Fernsehen und Zeitungen zu beachten. Bei Waldbrandgefahr warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) über seine Internetseite.

Anmerkung: In einer früheren Version dieses Artikels hat die Feuerwehr die im Landkreis gültigen Gefahrenstufen konkretisiert. Diese Angaben haben die Einsatzkräfte zurückgezogen. (kom)

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