„Kunst in der City“: Sonderausstellung von Dietrich Becker im Alten Rathaus

Orientierung an der gegenständlichen Welt

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Auf große Resonanz stieß gestern Abend die Eröffnung der „Kunst-in-der City“-Sonderausstellung mit Werken von Dietrich Becker im Alten Rathaus.

Diepholz - Dietrich Becker ist kein avantgardistischer Kunstrevolutionär. Der in der Nähe des Ostseebades Kühlungsborn lebende Maler orientiert sich bei seiner Arbeit an der umgebenden gegenständlichen Welt. Im Alten Rathaus in Diepholz sind seit gestern Abend bis Sonntag, 6. Juli, etwa 50 Bilder Beckers aus den Jahren1980 bis 2012 zu sehen. Der 73-Jährige gestaltet die Sonderausstellung von „Kunst in der City“.

Bei dieser schon traditionellen Sommer-Aktion der Fördergemeinschaft Lebendiges Diepholz stellen in dieser Woche 83 Künstlerinnen und Künstler die unterschiedlichsten Werke in Diepholzer Geschäften aus, die mit einem „K“-Plakat gekennzeichnet sind.

Höhepunkt mit Rahmenprogramm ist der verkaufsoffene Sonntag, 6. Juli.

Werke der Diepholzer Malerin Thea Hucke und des Berliner Künstlers Kani Alavi hatten in den vergangenen beiden Jahren im Mittelpunkt gestanden. Auch für die dritte Sonderausstellung von „Kunst in der City“ stellte die Stadt Diepholz den früheren Sitzungssaal des Alten Rathauses gern zur Verfügung, wie der stellvertretende Bürgermeister Hans-Ulrich Püschel gestern Abend bei der Eröffnung betonte. Und er sagte anerkennend: „Die Aktion ,Kunst in der City‘ hat sich zu einem überregionalen Kunst-Event entwickelt.“ Sie mache Kunst direkt erlebbar.

Püschel dankte Bärbel Schmitz, die seit Jahren an der Spitze der Arbeitsgruppe „Kunst in der City“ steht, und dem Fördergemeinschafts-Vorsitzenden Mark Kürble.

Dieser betonte, dass die Arbeitsgruppe 99,9 Prozent der Organisation übernehme und nannte die Namen der Mitglieder.

Neben Bärbel Schmitz sind das Helga und Burckhard Bode, Kim-Oliver Lange, Doris Hermenau, Waltraud Bergemann, Marlene Seifert, Katharina Fischer und Klaus Heinze.

Einen intensiven Einblick in Leben und Werk Dietrich Beckers gab der Kunstexperte Dr. Dr. Wolfgang Griese (Bruchhausen-Vilsen) in seiner Laudatio. „Becker malt am liebsten das, was ihm am nahesten ist, was er am besten kennt und am meisten schätzt: die Landschaft, in der er zu Hause ist, und die Menschen, denen er hier begegnet und mit denen er lebt“, führte er aus.

Diese künstlerische Ausrichtung des Malers dürfte mit der bäuerlichen Familientradition zu erklären sein. Der 1940 in Cammin/Pommern geborene Dietrich Becker studierte in Rostock Landwirtschaft, übte den Beruf des Landwirts mehrere Jahre aus und entwickelte parallel – vom Vater gefördert – künstlerische Potentiale. 1966 – nach künstlerischen Ausbildungen – wagte er den Absprung vom Landwirt zum freischaffenden Künstler, führte Dr. Dr. Wolfgang Griese weiter aus.

Becker lasse sich nicht vom Mainstream des Kunstmarktes treiben, sondern setze auf Kontinuität und die behutsame Weiterentwicklung seiner persönlichen Handschrift.

Dr. Dr. Griese: „Das lässt schon die repräsentative Bildauswahl dieser Retrospektive erkennen.“

ej

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