Traditionsreiches Fotogeschäft schließt

Wandel bei „Foto Montevideo“: Ohne Laden geht es künstlerisch weiter

Das Team von
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Das Team von Hella Frangella, Alin Schößler, Gitta Kaspar und Mirella Frangella, die in Diepholz weiter künstlerische Portraits, Familien- und Hochzeitsreportagen anbietet, wenn das Geschäft Ende August geschlossen ist.
  • Eberhard Jansen
    vonEberhard Jansen
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Diepholz – Das traditionsreiche Fotogeschäft und Studio „Montevideo“ schließt Ende August. Das Team widmet sich Hobby, Familie oder Studium, aber auch Fotos wird es weiterhin geben.

„Montevideo“ geht – aber ein Teil bleibt: Das traditionsreiche Fotogeschäft und Studio an der Langen Straße 38 in Diepholz schließt Ende August. Mirella Frangella – neben ihrer Mutter Hella Inhaberin des Geschäfts – führt die Fotografiegeschichte der Familie im Bereich Portrait und Dokumentation aber weiter. Sie lebt in Berlin, bietet für Diepholz und Umgebung auch nach der Schließung künstlerische Portraits und Hochzeitsreportagen an.

„Seit langer Zeit haben wir darüber nachgedacht, ohne ,Laden’ weiterzumachen. Doch der Spaß an der Arbeit, unser kleines Team und der schöne Kundenkontakt hat uns dazu gebracht, immer weiterzumachen. Jetzt ist jedoch die richtige Zeit gekommen, um eine Strukturänderung vorzunehmen“, erklärte Mirella Frangella, die in Uruguay geboren wurde. Sie lernte das Fotografen-Handwerk bereits in der Kindheit und studierte später Grafikdesign.

Hella Frangella möchte sich im Ruhestand ihrem Hobby – dem Schreiben – widmen. Zurzeit verfasst sie ihre Biografie und Fotografen-Familiengeschichte. Sie lebte von 1970 bis 1985 in Südamerika – im Heimatland ihres Mannes Quico in Uruguay. „Foto Montevideo“ wurde nach der Hauptstadt des südamerikanischen Landes benannt. 1985 zogen die gebürtige Berlinerin Hella Frangella, die nach dem Krieg nach Rehden gekommen war, und ihr Mann, der Fotograf und Musiker Quico Frangella, wegen der Schwierigkeiten durch die Militärdiktatur in Uruguay nach Diepholz. Sie eröffneten hier das Fotostudio. Eine große Umstellung, denn das Studio in Montevideo hatte in der künstlerischen Szene ein hohes Renommé schon seit 1923.

Seit 17 Jahren gehört Gitta Kaspar zum Team von „Foto Montevideo“ in Diepholz, möchte sich mehr ihrer Familie widmen und freut sich darauf Alin Schößler hat gerade sehr erfolgreich ihre Ausbildung als Fotografin bei „Montevideo“ beendet und fängt jetzt ein Studium an.

Bis Ende August läuft der Betrieb des Studios an der Langen Straße in Diepholz wie gewohnt weiter. Am Freitag, 28. August, soll es in dem Geschäft eine Finissage geben, ein „Get together“ mit einer Fotoausstellung.

Von Eberhard Jansen

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