Bei Planspiel „MIG“ Einblicke in die Wirtschaft

GFS-Schüler: Kühlschrank mit spezieller Ausstattung vermarktet

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Diese Oberstufenschüler des Diepholzer Gymnasiums Graf-Friedrich-Schule konnten beim einwöchigen Wirtschafts-Planspiel „Management Information Game“ (MIG) einen Einblick in das Unternehmertum gewinnen.

Diepholz - Von Louisa Manholt. Früh übt sich, wer später Unternehmer sein möchte. In die Welt der Wirtschaft konnten nun 24 Oberstufenschüler des Diepholzer Gymnasiums Graf-Friedrich-Schule (GFS) mithilfe des einwöchigen Wirtschafts-Planspiels „Management Information Game“ (MIG) einen Einblick gewinnen.

Veranstaltet wird das Simulationsspiel jährlich vom Industriellen Arbeitgeberverband Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim in Kooperation mit dem Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft gGmbH (BNW).

Die drei Gruppen des Simulationsspiels mussten mit Computerprogrammen versuchen, ihr Unternehmen betriebswirtschaftlich voran zu führen. Dabei musste auf vielfältige Bereiche geachtet werden: Personalplanung, Marktanalysen, Finanzierungen, Sozialinvestitionen und Umfang der Produktion sind nur einige Entscheidungen, die die Jungunternehmer in der Simulation treffen mussten. 

In den Planspielrunden wurden die Teilnehmer von Tutoren unterstützt, die Erfahrung in der Wirtschaft hatten: Mitarbeiter der Kreissparkasse Grafschaft Diepholz und der ZF Friedrichshafen AG standen den Gymnasiasten zur Seite.

Planspiel durch Vorträge ergänzt

Die Planspielrunden wurden zusätzlich durch Vorträge von Fachkräften der heimischen Wirtschaft ergänzt. Dabei wurde verschiedene Einblick in volks- und betriebswirtschaftliche Themen gewährt. Zum Beispiel Marketing, Unternehmensorganisation und Personalmanagement.

Das Highlight der Jungunternehmer war schließlich die Produkt- und Marketingpräsentation, die in der Diepholzer Mediothek stattfand. In seiner Begrüßungsrede lobte Spielleiter Steffen Vogt, Bildungsreferent des BNW, nicht nur die Teilnehmer des MIG, sondern stellte auch die Probleme der vergangenen Tage heraus: Vor allem Teamarbeit sei etwas gewesen, in das die Jungunternehmer gezwungen werden mussten. 

Durch hohe Arbeitsintensität mussten die Schüler die Arbeit unter sich aufteilen und die Zusammenarbeit miteinander lernen. Zudem konnten die Schüler im Zuge des Planspiels für sich selbst feststellen, ob sie tatsächlich geeignet sind, sich beruflich dieser Richtung zu widmen. „Wir hatten beides – einer, der sagte ‚BWL studieren ist genau das Richtige für mich‘, und jemand, der bemerkte, dass das ganz und gar nicht sein Gebiet ist“, berichtete Vogt.

Kühlschrank zu etwas Besonderem gemacht

Danach stellten die Spielgruppen ihr geplantes Produkt – einen Kühlschrank – den Gästen aus der heimischen Wirtschaft und Vertretern der GFS vor, die die Rolle von Einkäufern einer Einkaufsgemeinschaft übernahmen. Den Kühlschrank neu erfinden konnten die Teilnehmer nicht, jedoch überlegen, wie sie ihr Produkt zu etwas ganz Besonderem machen können, sodass das Interesse daran besonders groß werden könnte. Das wurde vor allem durch spezielle Ausstattung gewährleistet. 

Von Einkaufslisten auf einem Bildschirm am Kühlschrank über eine Smartphone App, mit der sich Vorgaben im Kühlschrank programmieren lassen, bis hin zu einer Barcode Scan-Funktion, sodass man jederzeit auf dem Handy sehen kann, was sich im Kühlschrank befindet: Die Jungunternehmer wurden kreativ.

Die Gäste werteten die Präsentationen schließlich aus und vergaben Punkte. Gewinnen konnte das Team „Kühltechnik Klancke AG“, die in der Präsentation zwar die wenigsten Stimmen für sich gewinnen konnte, aber durch das richtige Planen in den Spielrunden den höchsten Ertrag für sich erwirtschaften konnte und somit in der Gesamtleistung vorne lag.

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