Jetzt fehlt nur noch ganz viel Kohle 

Schulausschuss empfiehlt Haushaltsplanung zum Beschluss im Kreistag

Landkreis - Von Michael Walter. Knapp 28 Millionen Euro kann der Landkreis Diepholz im kommenden Jahr für den Bereich Bildung und Schulen in die Hand nehmen. So empfahl es am Dienstag der Kreisschulausschuss. Das Geld soll im Haushalt für 2019 bereitgestellt werden.

Dabei machte die Kreisverwaltung noch auf mehrere Veränderungen gegenüber den bisherigen Vorberatungen aufmerksam. So stehen im Entwurf jetzt beispielsweise 325.000 Euro weniger Zuschüsse für den Bereich Schule, dafür aber rund 1,1 Millionen Mehrausgaben für ÖPNV und Schülerbeförderungen. „Eigentlich wollten wir da ja was sparen.“

Für den Nordkreis hatte die Verwaltung die Schülerbeförderung bereits mit Wirkung zum laufenden Schuljahr neu geregelt. Zum August 2019 wird sie auch für den Südkreis die Beförderung neu vergeben. Die Bewerberfrist ist bereits abgelaufen, und die Auswertung läuft. Noch liegen nicht alle Zahlen vor, dennoch steht bereits fest: Es wird teurer als erwartet. Grund: vor allem steigende Kosten für Personal, Werkstatt und Sprit bei den Verkehrsunternehmen.

Lob für weitsichtige Investitionsplanung

Im Bereich Liegenschaften bewegt sich das Haushaltsvolumen knapp unterhalb von 13 Millionen Euro. Fachdienstleiter Mischa Flaspöhler gab dem Gremium einen Überblick über die größten Investitionen im kommenden Jahr. Da wären zum Beispiel 1,2 Millionen Euro für die Sanierung der Haupt- und Realschule (HRS) Twistringen.

Die Sanierung der Oberschule in Bassum steht mit drei Millionen im Plan, der Neubau des Kreisarchivs mit 2,1 Millionen. Jeweils rund eine Million sind veranschlagt für die Sanierung des Berufsbildungszentrums in Diepholz sowie für den weiteren Ausbau des neuen Pflegekompetenzzentrums an den Berufsbildenden Schulen in Syke. Hinzu kommt eine Art Transfer in Sulingen: Stadt und Landkreis tauschen dort miteinander quasi eine Grundschule gegen eine Realschule. Unterm Strich geht diese Rechnung plusminus null auf.

Perspektivisch skizzierte Flaspöhler auch noch kurz die Überlegungen des Landkreises für die Erweiterung des Gymnasiums in Syke: Dafür möchte der Kreis in den Jahren von 2020 bis 2022 insgesamt etwa 8,5 Millionen Euro ausgeben.

Einstimmig bei einer Enthaltung

Einstimmig bei einer Enthaltung empfahl der Ausschuss beide Teilbereiche des Haushalts für die Beschlussfassung durch den Kreistag. Hans-Werner Schwarz (FDP) lobte die Kreisverwaltung dabei ausdrücklich für ihre umsichtige und langfristige Planung der Investitionen im Schulbereich. „Jetzt müssen wir uns nur noch überlegen, wo wir die ganze Kohle hernehmen wollen.“

Auf Nachfrage des Ausschusses skizzierte die Verwaltung noch den aktuellen Stand in Sachen Sanierung der HRS Twistringen: Die sei bereits seit 2015 projektiert, der Baubeginn jedoch aus verschiedenen Gründen auf 2019 verschoben worden.

Stand heute werde die Schulleitung zunächst einmal keinen Antrag auf Umwandlung in eine offene Ganztagsschule stellen, und es sei derzeit nicht sicher, ob das überhaupt passieren werde. Die Sanierung werde auf jeden Fall aber so geplant, dass der Anbau einer Mensa – die wäre bei einem Ganztagsbetrieb erforderlich – nachträglich machbar wäre.

„Der Verzicht auf eine Mensa führt allerdings nicht zu weniger Projektkosten“, betonte die Verwaltung deutlich. Grund: gestiegene Kosten seit der ursprünglichen Kalkulation von 2015. Man könne schon froh sein, wenn der damals gesteckte Rahmen eingehalten werde. Der liegt bei insgesamt rund acht Millionen Euro.

Rubriklistenbild: © kom

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