Interessensvertretung für 1 300 Betriebe

Kreishandwerkerschaften Diepholz/Nienburg, Hameln-Pyrmont und Schaumburg fusionieren

Zwei, die sich gut verstehen: Matthias Wendland (l.), Vorsitzender der neuen Kreishandwerkerschaft Niedersachsen-Mitte und Kreishandwerksmeister in Diepholz, mit Knut Brüggemann, dem Kreishandwerksmeister im Landkreis Nienburg.
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Zwei, die sich gut verstehen: Matthias Wendland (l.), Vorsitzender der neuen Kreishandwerkerschaft Niedersachsen-Mitte und Kreishandwerksmeister in Diepholz, mit Knut Brüggemann, dem Kreishandwerksmeister im Landkreis Nienburg.

Sie bündeln ihre Kräfte, um neue Herausforderungen gemeinsam zu stemmen: Die Kreishandwerkerschaften Diepholz/Nienburg, Hameln-Pyrmont und Schaumburg haben sich zur neuen Kreishandwerkerschaft Niedersachsen-Mitte zusammengeschlossen – eine Allianz und Interessensvertretung mit 1 300 Betrieben in vier Landkreisen. Am 1. Januar 2022 soll die neue Organisationen an den Start gehen. Ihre Mitglieder, sprich Innungsbetriebe, beschäftigen rund 10 000 Mitarbeiter.

Landkreis Diepholz – Erster Mann im Gründungsjahr ist Matthias Wendland, Obermeister der Kreishandwerkerschaft Diepholz/ Nienburg: Er ist 2022 Vorsitzender Kreishandwerksmeister der neuen Organisation – danach wechselt diese Funktion jährlich unter den vier Kreishandwerksmeistern. „Nach Alphabet“, erläutert Matthias Wendland, der auch Obermeister der Elektro-Innung im Landkreis Diepholz ist. Der Vorstand der Kreishandwerkerschaft Niedersachsen-Mitte, eine Körperschaft öffentlichen Rechts, wird aus den vier Kreishandwerksmeistern aus dem jeweiligen Landkreis und ihren Stellvertretern gebildet. Ein Novum: „Bisher gab es keine stellvertretenden Kreishandwerksmeister“, so Matthias Wendland.

Jens Leßmann wird Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Niedersachsen-Mitte

Über die Fusion sei im Vorfeld lange und intensiv gesprochen worden: „Wir haben mit der Entscheidung die Voraussetzungen geschaffen, um die Interessen des Handwerks in unseren Regionen weiterhin gut zu vertreten.“ Im Gespräch mit dieser Zeitung stellt Matthias Wendland klar, wie wichtig Synergie-Effekte sind – und nennt als Beispiel die Herausforderungen der Friseure in der Corona-Krise. Je mehr Betriebe die Innungen in ihren Reihen hätten, umso stärker könnten sie gegenüber der Politik auftreten. Auch der schnelle, direkte Informationsfluss habe enorme Bedeutung: „Tages-, ja stundenaktuell hat uns die Geschäftsführung über die neuen Vorschriften informiert“, lobt Matthias Wendland.

Der neue Vorstand

In Uchte haben die bisherigen drei Kreishandwerkerschaften Diepholz/Nienburg, Schaumburg und Hameln-Pyrmont ihren Zusammenschluss auf den Weg gebracht – zunächst in separaten Versammlungen. In einer direkt anschließenden, gemeinsamen Sitzung fassten sie die Basis-Beschlüsse für die Fusion zum 1. Januar 2022 – und wählten einen neuen Vorstand. Nachfolgend die Mitglieder.

Landkreis Diepholz: Kreishandwerksmeister Matthias Wendland (Sulingen, Obermeister der Elektro-Innung); Stellvertreterin: Tanja Strohmeyer (Varrel, Obermeisterin der Friseur-Innung). Landkreis Nienburg: Kreishandwerksmeister Knut Brüggemann (Liebenau, Obermeister der Dachdecker- und Zimmerer-Innung); Stellvertreter: Lutz Glißmann (Marklohe, Obermeister der Metall-Innung).

Landkreis Schaumburg: Kreishandwerksmeister Dieter Ahrens (Bückeburg, Obermeister der Dachdecker-Innung); Stellvertreter: Erwin Tatge (Bückeburg, Obermeister der Kfz-Innung).

Landkreis Hameln-Pyrmont: Kreishandwerksmeister Wilhelm Bente (Emmerthal, Obermeister der Bäcker- und Fleischer-Innung); Stellvertreter: Oliver Isenbarth (Bad Pyrmont, Obermeister der Bau- und Zimmerer-Innung).

Mit der Fusion ändert sich die Geschäftsführung – zumal die Geschäftsführer Fritz Pape (Schaumburg) und Ulrich Wichmann (Hameln-Pyrmont) in den Ruhestand gehen. Ihr bevorstehender Abschied hatte den zeitlichen Impuls für die Fusion gegeben. Jens Leßmann, langjähriger Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Diepholz/Nienburg, wird Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Niedersachsen-Mitte. Die bisherigen vier Geschäftsstellen bleiben bestehen. Fachlich will sich die neue Kreishandwerkerschaft verstärken: „Wir wollen einen Juristen für Baurecht einstellen“, kündigt Matthias Wendland an. Beratungsbedarf bestehe in den verschiedensten Branchen. Denn immer wieder gebe es Fragen nach Gewährleistungen, DIN-Normen oder zu anderen rechtsrelevanten Themen.

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