Jahreshauptversammlung

Diepholzer Schützen freuen sich über 31 Neueintritte

Das neuformierte Kommando des Diepholzer Schützenkorps mit den amtierenden Majestäten Charles I. (Jacobs) und Jugendkönig Malte I. (Schötz). J Foto: Reckmann

Diepholz - Von Sven Reckmann. Es gab viele Zahlen, Ergebnisse und Bilanzen zu hören bei der Jahreshauptversammlung des Diepholzer Schützenkorps am Freitagabend bei Laker-Wiele. Aber eines blieb besonders in Erinnerung: 31 Neueintritte hatte das Korps im vergangenen Jahr verbucht, bei zehn Austritten gab es in der Mitgliederstatistik ein deutliches Plus, das die 110 versammelten Korps-Schützen mit Freude zur Kenntnis nahmen.

Majestät Charles-Friedrich Jacobs hatte in seiner Eigenschaft als Schriftführer zwar den Jahresbericht verfasst, konnte sich bei der Versammlung aber dennoch zurücklehnen: das Vorlesen wurde dem gekrönten Haupt durch den stellvertretenden Kommandeur Mark Kürble abgenommen. „Majestät braucht heute nicht zu arbeiten“, meinte Jacobs schmunzelnd dazu.

Das Fazit zum Schützenfest fiel positiv aus, gerade der Kommers habe sich gut entwickelt, die Rede von Landrat Cord Bockhop war vielen Beteiligten in bester Erinnerung geblieben.

Güterverwalter Heinrich Göbel erinnerte daran, dass man im vergangenen Jahr im Gegensatz zu den Vorjahren keine größeren Bauarbeiten auf der Agenda hatte. „Wir haben kein Geld für Steine ausgegeben.“ Ein großer Dank ging an die Helfer beim Aufbau fürs Schützenfest. Auch beim Weihnachtsmarkt war das Schützenkorps mit einem Stand vertreten.

Nach der Wahl zum neuen Schriftführer des Schützenkorps nahm Alfred Bode (r.) die Gratulationen entgegen. - Foto: Reckmann

Weniger Bautätigkeiten – das schlug sich auch in der Kassenbilanz von Geschäftsführer Stephan Goetz nieder, die unter dem Strich positiv war. Man habe das Darlehen planmäßig getilgt, auch bleibt noch etwas übrig, um für die Jugend eine Fete zu organisieren und den Kompanien höhere Zuschüsse zu versprechen.

Ein besonderes Anliegen war es Goetz, den im Oktober verstorbenen Stellvertretenden Geschäftsführer Jens Evers zu würdigen. Ob Schießhallen-Umbau oder Umzug in den Müntepark, „Er war immer treibende Kraft für Veränderungen“, sagte Goetz. Durch Evers sei einiges aufs Gleis geschoben worden, von dem das Korps nun profitiere.

Die Kassenprüfer hatten keine Einwände am Kassenbericht, die Entlastung des Kommandos war Formsache.

Bei den Wahlen war es nun notwendig, einen neuen zweiten Geschäftsführer zu ermitteln. Das Kommando schlug Charles-Friedrich Jacobs vor, den bisherigen Schriftführer, der einstimmig gewählt wurde. Für die freiwerdende Position des Schriftführers hatte das Kommando Mike von Döbern vorgeschlagen.

Allerdings brachte sich mit Alfred Bode noch ein weiterer Kandidat ins Rennen. „Ich habe das damals gern gemacht“, sagte Bode, der das Schriftführer-Amt bereits vor Charles-Friedrich Jacobs innegehabt hatte, sich dann aber aus persönlichen Gründen zurückgezogen hatte.

Die Stimmzettel mussten also rausgeholt werden, zum ersten und einzigen Mal an diesem Abend. Bode konnte die meisten Stimmen auf sich vereinen, nahm – von vielen Glückwünschen begleitet – seinen Platz an der Stirnseite des Saals ein und begann mit den Notizen.

„Gold“ für den Krönungsoffizier: Hans-Werner Schwarz (im „Nebenjob“ stellvertretender Diepholzer Bürgermeister) wird mit der Schießauszeichnung ausgestattet. - Foto: Reckmann

Der Punkt Satzungsänderungen sorgte für eine Mischung aus Schmunzeln, Lachen und Kopfschütteln im Saal. Ein Beispiel: weil das Korps jetzt eine Musikgruppe hat, die „Redkorps“, und diese eventuell auch Zuwendungen, beispielsweise in Form von Instrumenten bekommen soll oder kann, schlägt sich das auch in der Satzung nieder, nämlich im Vereinszweck.

Stand dort bislang „nur“ die Förderung von Schießsport und Tradition, so dient er fortan auch der Förderung von Kunst und Kultur. „Ihr seht, das Vereinsleben wird nicht einfacher. Diese Paragraphen, die bringen uns noch um“, seufzte Kommandeur Karsten Brüning.

Die Änderungen wurden gleichwohl einmütig und ohne Diskussion angenommen.

Nach 356 Tagen im Amt als Kommandeur zog Brüning überdies ein positives Fazit: „Das Jahr hat mir Spaß gemacht.“ Er sehe den Verein auf einem guten Weg und hätte sicherlich auch nichts dagegen, wenn jedes Jahr 30 neue Mitglieder dazukommen.

Die nächsten Termine des Schützenkorps: Der Schützenball wird am 10. Februar wieder bei Castendieck in Sankt Hülfe gefeiert, an die Gewehre geht es am 25. März beim Eröffnungs- und Frühjahrsschießen, Schützenfest im Müntepark ist vom 31. Mai bis zum 2. Juni.

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