Kooperation mit Wirten angestrebt

„Grafenkind“ bekommt Zelt beim Diepholzer Großmarkt

In den Festzelten ist beim Diepholzer Großmarkt fast immer was los – so wie hier in Lakers Zelt im Jahr 2018.
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In den Festzelten ist beim Diepholzer Großmarkt fast immer was los – so wie hier in Lakers Zelt im Jahr 2018.

Diepholz – „Grafenkind“, das Projekt der Fördergemeinschaft Lebendiges Diepholz, bekommt das dritte Festzelt beim Diepholzer Großmarkt 2021. Dieses war frei geworden, da sich der bisherige Betreiber „Bar dü Mar“ nicht mehr beworben hatte. Der Verwaltungsausschuss der Stadt Diepholz beschloss die Vergabe an „Grafenkind“ – selbstverständlich unter dem Vorbehalt, dass der für 16. bis 19. September geplante Großmarkt angesichts der Corona-Pandemie überhaupt stattfinden kann. Das teilte die Stadt Diepholz auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Für den Betrieb des Festzeltes strebt „Grafenkind“ einen Zusammenschluss von Diepholzer Wirtinnen und Wirten an. Auch die Beteiligung einzelner Gastwirte ist möglich. Die „Grafenkind“-Citymanager Torben Kohring und Sebastian Fabick haben daher alle Wirte aus dem Diepholzer Stadtgebiet (inklusive Ortsteile) zu einem Online-Treffen eingeladen. Dabei soll am nächsten Mittwoch über ein Konzept gesprochen und können Ideen geäußert werden. „Wir haben schon ein Konzept, wollen dieses aber zuerst bei dem Treffen den Wirten vorstellen“, so Sebastian Fabick.

Für den Fall, dass kein Diepholzer Wirt Interesse an dem Festzelt hat, werde „Grafenkind“ die Suche nach Kooperationspartnern unter Wirten des „regionalen Umlandes“ ausdehnen. Welche Bereiche dieses Umland umfasst, werde der Vorstand der Fördergemeinschafts-Vorstand festlegen.

Keine Gewinne erzielen

„Grafenkind“ wolle die sich beteiligenden Wirte des Zeltes unterstützen – aber keinen wirtschaftlichen Nutzen ziehen. Sebastian Fabick: „Wir wollen keinen Gewinn erzielen.“

Neben dem großen Festzelt, das laut Stadtverwaltung bereits 2020 für drei Jahre an Töbelmann aus Wagenfeld vergeben wurde, und dem „mittleren Zelt“, das wieder die Diepholzer Familie Laker betreibt, gibt es beim Großmarkt das dritte Festzelt. Für dieses 10 mal 20 Meter große Giebelzelt gab es außer „Grafenkind“ noch eine weitere fristgerechte Bewerbung, so die Stadtverwaltung. Die Vergabe erfolgt im gemäß Kommunalverfassung immer nichtöffentlich tagenden Verwaltungsausschuss.

Kann der Diepholzer Großmarkt stattfinden?

Kann der für 16. bis 19. September 2021 geplante 641. Diepholzer Großmarkt angesichts der Corona-Pandemie überhaupt stattfinden? Auf Anfrage unserer Zeitung antwortetet die Stadt Diepholz: „Im vergangenen Jahr hat der Verordnungsgeber im Juni frühzeitig das Verbot von Kirmesveranstaltungen bis zum 31.10.2020 erlassen. Wir hoffen auch in diesem Jahr auf eine rechtzeitige eindeutige Regelung in der Niedersächsischen Corona-Verordnung, wie auch immer die Entscheidung des Landes aussehen wird. Solange planen wir den Großmarkt weiter, um im Falle des Möglichen einen attraktiven Markt auf die Beine stellen zu können.“

Bewerbungsverfahren

Jedes Jahr im Oktober erfolgt die öffentliche Bekanntmachung, dass die Stadt den Diepholzer Großmarkt veranstaltet – verbunden mit dem Aufruf, dass Bewerbungen für das Volksfest mit Krammarkt und Viehmarkt bis zum 31. Dezember des Jahres an die Stadt Diepholz zu richten sind. Jeder, der eine Leistung auf dem Großmarkt anbieten möchte, kann sich bewerben – unabhängig davon, ob es sich dabei um ein Fahrgeschäft, Ausschankwagen, Zeltbetrieb oder weitere Beschicker handelt, so die Stadt Diepholz.

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