Konzept kommt an

Aus Schulzentrum soll Bildungscampus Diepholz werden

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Viele Einrichtungen, aber bislang wenig Gemeinsamkeiten: Aus dem Schulzentrum soll ein Bildungscampus werden. 

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Es nennt sich Schulzentrum. Doch die Ansammlung von Bildungs-, Sport- und Kulturstätten zwischen Thouarsstraße und Schlesierstraße in Diepholz könnte mehr sein. Nun kommen Pläne für einen gemeinsamen Bildungscampus – unter anderem mit einer zentralen Wege-Achse, einem Leitsystem und neugestalteten Plätzen – langsam voran.

Am Donnerstagnachmittag war der Bildungscampus Thema im Ausschuss für Bildung und Kultur der Stadt Diepholz. Bei der öffentlichen Sitzung im Rathaus stellte Frank Schlegelmilch vom Bremer Stadtplanungsbüro Baumgart & Partner das Konzept vor, das er im Auftrag der Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup-Stiftung im Sommer erarbeitet hatte (wir berichteten). Vorausgegangen waren viele Gespräche und Workshops mit den Akteuren auf dem Gelände. Das sind hauptsächlich Schulen des Landkreises, aber auch die Private Hochschule für Wirtschaft und Technik, die Mediothek sowie das von den Stadtwerken Huntetal betriebene Hallenbad „Delfin“. Insgesamt nutzen täglich etwa 3 500 Schüler und Studenten das Gelände, dessen Gestaltung zusammengewürfelt und nicht mehr zeitgemäß ist. Zwar seien einzelne Projekte – wie der Schulhof der Realschule – toll, doch ein Zusammenhalt, eine gemeinsame Planung, gemeinsame Einrichtungen und Veranstaltungen fehlen bislang, so der Planer.

Ihn als Außenstehen habe schockiert, wie sehr sich das „grandiose“ Theater der Stadt Diepholz verstecke, so Frank Schlegelmilch. Der Vorplatz und das Foyer des Berufsbildungszentrums seien nicht mehr zeitgemäß. Man solle auch über den Abriss des Foyers und einen Neubau nachdenken. Die Sportplätze seien lieblos und durch Zäune abgegrenzt. Schlegelmilch: „Das Gelände ist voller Barrieren.“

Zum Bildungscampus gehören auch ein gemeinsames Logo und ein gemeinsamer Internetauftritt.

Im Ausschuss erläuterte der Planer, wie das Gelände grundsätzlich in einem mehrjährigen Prozess neu gestaltet werden könnte. Bei den Ausschussmitgliedern kam das Konzept sehr gut an.

Das Problem ist, dass die Stadt nicht allein entscheiden kann, sondern die Fläche und die Schulen in Trägerschaft des Landkreises Diepholz sind.

Doch offenbar sind sowohl die Stadt Diepholz als auch der Landkreis bereit, Geld für die nächsten Schritte – sprich eine genaue Planung des Bildungscampus – bereit zu stellen. Wie Hans-Werner Schwarz (FDP) berichtete, habe der Kreisschulausschuss empfohlen, 50  000 Euro als Zuschuss im nächsten Haushalt einzuplanen.

Auch die Stadt macht offenbar mit: Die CDU-/FDP-Mehrheit des Diepholzer Rates habe bei einer Klausurtagung beschlossen, ebenfalls 50 000 Euro im städtischen Haushalt 2019 für die Bildungscampus-Planung vorzusehen, berichtete CDU-Fraktionssprecher Gerhard Albers.

Auch die SPD ist von dem Konzept begeistert. Ratsmitglied Marta Sickinger: „Wir wollen sofort loslegen.“

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