Bei drittem Baumaschinen-Treffen in Aschen wird „schweres Geschütz“ aufgefahren

Sie können Berge versetzen

Ordnung muss sein! Das weiß auch Oldieschrauber Hermann Hüntemann. Das Betreten der „Baustelle“, wo sich Raupe, Bagger, Kipper und Co. so richtig austoben konnten, erfolgte natürlich auf eigene Gefahr. - Foto: Dufner

Aschen - Das 20. Oldtimer-Festival der „Oldieschrauber“ Diepholz/Vechta war mit dem dritten Baumaschinen-Treffen verbunden. Dabei wurde „schweres Geschütz“ aufgefahren, das es in dieser Qualität, Größe und Zusammensetzung wohl nur selten zu sehen gibt.

„Gigantisch,“ war Oldieschrauber-Vorsitzender Hermann Hüntemann ob dieses Aufgebots hin und her gerissen. Deshalb galt der „Baumaschinen-Fraktion“ auch sein ganz besonderer Dank für den großartigen Einsatz.

„Baustelle. Arbeitszeit: 9 bis 18 Uhr. Betreten auf eigene Gefahr. Eltern haften für ihre Kinder!“ wurden Besucher beim Betreten des für die Baumaschinen reservierten und gegenüber den ersten Treffen erheblich erweiterten Geländes zwischen Aschener Straße und Schützenplatz zur Einhaltung der Unfall-Verhütungs-Vorschriften (UVV) angehalten.

Zum ersten Mal im Einsatz: Diesen „Tieflöffler“ von 1958, einst in den Diensten der Deutschen Bahn, entdeckten die Oldtimerfreunde von Otte in Holte (Venne) erst vor gut 14 Tagen in der Nähe von Einbeck. - Foto: Dufner

Allein das Weserhütte-Team des Tiefbau- und Baggerbetriebs Otte in Holte aus Venne im Landkreis Osnabrück war mit vier der insgesamt 27 historische Baufahrzeuge umfassenden Sammlung in Aschen angerückt. Da war zunächst in knalligem Quitte-Gelb die vielseitige Schmidag-Raupe aus den 1950er Jahren, 12 PS stark und 1,5 Tonnen schwer. Ein richtiger Kraftprotz also, vielseitig einsetzbar. Dazu gesellte sich ein englischer David Brown-Trecker, Baujahr 1974, der immer noch fast täglich in der Landwirtschaft wertvolle Dienste verrichtet. „Der ist nicht klein zu kriegen,“ wissen Experten.

Highlight waren zwei Seilbagger von Weser-Wolf und Weser-Hütte, an denen der Zahn der Zeit allerdings auch schon sichtbar genagt hatte. Sie sind aber immer noch funktionstüchtig.

Auf den W2 Tieflöffler von Weser-Hütte waren die Venner Oldtimer-Fans erst vor 14 Tagen in der Nähe von Einbeck gestoßen. „Ein Scheunenfund. Eine echte Rarität. War früher in den Diensten der Deutschen Bahn,“ berichtete Dario Otte in Holte, der schon als Kleinkind bei seinem Vater auf dem Bagger-Bock gesessen hatte und seine Liebe zu diesen Fahrzeugen entdeckte.

Das Aschener Treffen sei „große Klasse“. Weil sie im Raum Venne keine Betätigungsmöglichkeit mehr hatten, ihre Oldtimer bei der Arbeit vorzustellen, nahmen sie vor drei Jahren die Einladung der Oldieschrauber gerne an, sich hier in einem „Riesensandkasten zum Spielen“ und vor großer Zuschauerkulisse so richtig austoben zu können. Und wenn man sie gewähren lassen hätte, dann hätten die „Maulwürfe“ nicht nur das ihnen zugewiesene Gelände „auf den Kopf gestellt,“ sondern auch noch den Hohen Sühn um einige Meter versetzt – die Bagger, Raupen Walzen, Dumper und Kipper. Schön, dass sie nicht in Vergessenheit geraten sind und alljährlich in Aschen aus nächster Nähe bewundert werden können. 

rdu

Mehr zum Thema:

Närrische Prunksitzung in Stolzenau

Närrische Prunksitzung in Stolzenau

Hommage an die Beatles in Verden 

Hommage an die Beatles in Verden 

Schwerer Unfall in Rios Samba-Karneval

Schwerer Unfall in Rios Samba-Karneval

Hunderttausende Narren bei Rosenmontagszügen

Hunderttausende Narren bei Rosenmontagszügen

Meistgelesene Artikel

Fairnet-City lockt von Beginn an viele Gäste in die KGS

Fairnet-City lockt von Beginn an viele Gäste in die KGS

Kinderkarneval des TSV Drentwede: „Immer total cool hier“

Kinderkarneval des TSV Drentwede: „Immer total cool hier“

GTS 2001: Jeder dritte Lehrer krank

GTS 2001: Jeder dritte Lehrer krank

Kettensägen gegen Drogen "eingetauscht"

Kettensägen gegen Drogen "eingetauscht"

Kommentare