Biker spenden für Tierschutzhof Dickel

„Knieschleifer Diepholz“ zeigen Herz für Tiere

Sehr gern kam die Gruppe der „Knieschleifer“ Diepholz nach Dickel. Simone Lettmann (vorne rechts) ist die „Admina“ der Biker. Hund „Diego“ zeigte sich von seiner besten Seite bei der Spendenübergabe. „Diego“ ist Menschen sehr zugetan, elf Jahre alt und sucht über den Tierschutzhof seinen Menschen fürs gemeinsame Altwerden.
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Sehr gern kam die Gruppe der „Knieschleifer“ Diepholz nach Dickel. Simone Lettmann (vorne rechts) ist die „Admina“ der Biker. Hund „Diego“ zeigte sich von seiner besten Seite bei der Spendenübergabe. „Diego“ ist Menschen sehr zugetan, elf Jahre alt und sucht über den Tierschutzhof seinen Menschen fürs gemeinsame Altwerden.

Diepholz/Dickel – Spenden bilden eine der Säulen, auf denen der Tierschutzhof Dickel steht – Spenden, wie die von der Motorrad-Gruppe „Knieschleifer“ Diepholz. Am Samstag kamen Vertreter dieser Motorradfahrer-Gruppe mit einer 1 300-Euro-Spende im Gepäck zum Tierschutzhof Dickel. Für die Biker war dies die aus dem letzten Jahr wegen Corona verschobene Premiere.

Die Spende nahm symbolisch Ulrich Januszewski (Verantwortlicher Spenden und Administration) für den Tierschutzhof Dickel entgegen. Er drückte seinen großen Dank für das große Herz aus, erläuterte kurz die Arbeit des Tierschutzhofes. „Die Festangestellten und Ehrenamtlichen sind 365 Tage, auch an Weihnachten, für die Tiere da.“ Hilfe zum Spazieren gehen und anderen täglich anfallenden Arbeiten sei immer erwünscht. Erste Vorsitzende des Tierschutzhofes ist Silke Fraune, Tierschutzhofleiterin Sonja Benke. In die Kasse kommen dank der Spende der „Knieschleifer“ für die neue Kassenwartin Lydia Hergert 1 300 Euro extra.

Derzeit 104 Katzen und 20 Hunde

Das Geld wird gebraucht, denn in den liebevoll eingerichteten Räumen auf dem Hof weilen derzeit 104 Katzen jeden Alters. Die 20 Plätze für Hunde sind vollständig belegt. „Wir führen sogar Wartelisten für Eingänge von Tieren, dessen Besitzer sie abgeben müssen aus privaten Gründen“, sagt Anne Novak, langjährige Tierpflegerin. Manche Notfälle nehmen die Tierpfleger mit nach Hause, andere dürfen wegen Arthrose oder Verletzungen im Personalbereich übernachten. „Jedes Tier hat sein Päckchen zu tragen, jedes hat ein Recht auf eine zweite Chance.“

Bei den Katzen ist die Lage noch angespannter: Es werden immer wieder neue große Käfige zusätzlich aufgebaut, liebevoll ausgestattet, aber das ersetze nicht den menschlichen Kontakt.

40 Motorradfreunde aus dem Kreis Diepholz

Immerhin geht es den Tieren sehr gut hier. Auch Dank der „Knieschleifer“, die bei ihrer Spendenaktion im Kreis der 40 Mitglieder aus dem Landkreis Diepholz die hohe Summe zusammenbekamen. „Admina“ der Gruppe ist Simone Lettmann aus Eydelstedt. „Wir haben uns erst vor 14 Tagen gegenseitig dazu aufgerufen, Spenden einzusammeln.“

Die Deutschlandweite Gruppierung generiere im Jahr bis zu 100 000 Euro Spendengelder für unterschiedlichste Zwecke. „Jede Regio ist angehalten, mitzumachen“, ergänzt Lettmann. In Deutschland gibt es die Familie der „Knieschleifer“ mit rund 30 000 Mitgliedern. „Bei uns muss nicht so gefahren werden, dass das Knie den Boden berührt, kann aber“, sagt die Admina. Sie träfen sich zum Kartfahren, Bowlen, gemeinsam Frühstücken. Am Samstag kamen sie mit den „Böcken“ und einer davon war ganz in Rot „Santa“.

Bei den „Knieschleifern“ sind wie im Tierschutzhof die Tiere, Menschen jeden Alters oder Ambition willkommen. „Bei uns fahren der 18-Jährige und der Rentner mit.“

Nachdem sie das Geld übergeben hatten, führten die Biker in kleinen Gruppen einige der Hunde zum Spazieren aus und schenken den Tieren die Aufmerksamkeit, nach denen diese sich so sehnen. Der Gang durch Haus, Gehege und Zwinger hatte auch die „Knieschleifer“ nicht kalt gelassen. Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit“ (Albert Schweitzer) ist der Leitspruch des Tierschutzhofes in Dickel und der hängt in der großen Diele.

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