Ministerin zu Gast an der PHWT in Diepholz

Knapp eine Million Euro Zuschuss für ZME-Labore

Die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajic (2. von links), überreichte gestern symbolisch den Zuwendungsbescheid über knapp eine Million Euro an die PHWT in Diepholz (von links): ZME-Projektleiter Prof. Dr. Markus Kemper, Prof. Dr. Ludger Bölke, Karin Beckmann, Dr. Thomas Schulze und Cord Bockhop. - Foto: Jansen

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Warum die Summe so krumm ist und 69 Cent dazu gehören, konnte Gabriele Heinen-Kljajic nicht sagen. Die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur überreichte gestern symbolisch den Förderbescheid an die Private Hochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT). Über das Regionalentwicklungs-Programm „EFRE“ werden die Forschungslabore im neuen Zentrum für Mechatronik und Elektronik (ZME) mit knapp einer Million Euro bezuschusst – genau mit 993.459,69 Euro.

Anlässlich des Besuchs von Ministerin Heinen-Kljajic (Grüne) begrüßte PHWT-Präsident Prof. Dr. Ludger Bölke Vertreter aus Politik und Verwaltung im Zentrum für Werkstoffe und Technik (ZWT) an der Thüringer Straße –  darunter Landrat Cord Bockhop und den Diepholzer Bürgermeister Dr. Thomas Schulze. Bölke dankte für die Millionen-Förderung, äußerte in seiner Rede aber auch Kritik an der Verteilung von Hochschul-Zuschüssen.

„Das Land bekommt auch für Studierende an privaten Hochschulen Mittel vom Bund aus dem Hochschulpakt, verteilt sie aber nur an die staatlichen Hochschulen – in anderen Bundesländern ist das anders“, kritisierte der PHWT-Präsident: „Wir fürchten nicht den Wettbewerb mit anderen – auch staatlichen – Hochschulen, würden uns aber über einen fairen Wettbewerb freuen.“

Die privaten Hochschulen würden das Land bei der Ausübung hoheitlicher Aufgaben entlasten, sowohl organisatorisch als auch finanziell, sagte Bölke – und rechnete vor: „Jeder Studienplatz in den Ingenieurwissenschaften kostet die Länder im Mittel etwa 7000 Euro pro Jahr. Nehmen wir im Mittel etwa 5 000 Euro an, bedeutet dies bei 600 Studierenden an der PHWT eine Ersparnis für das Land Niedersachsen in Höhe von etwa drei Millionen Euro pro Jahr.“

Der knapp eine Million Euro Landesmittel für das neue ZME stehen laut Bölke private Mittel von 6,5 Millionen Euro gegenüber. Der größte Teil davon stammt von der Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup-Stiftung.

Ministerin Heinen-Kljajic wies Bölkes Kritik in Teilen zurück: „Wir unterstützen private Hochschulen gern, zumindest, wenn es darum geht zu wachsen.“ Die PHWT bezeichnete sie als „besonders gute Hochschule“, das habe sich bei der Akkreditierung gezeigt. Private Hochschulen seien zunehmend wettbewerbsfähig, stellte Heinen-Kljajic fest. Das Nebeneinander beider Systeme – staatlich und privat – sei „gut und richtig.“

„Privat heißt nicht, dass die Hochschule Gewinne erwirtschaften will“, betonte Karin Beckmann, Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Leine-Weser. Sie unterstützt die PHWT-Erweiterung.

Die Bauarbeiten für das ZME laufen. Die Fertigstellung ist für Ende 2017 geplant. Dann werden die Studiengänge Elektrotechnik und Mechatronik der PHWT von Oldenburg nach Diepholz verlagert und die Dualen Ingenieurstudiengänge hier konzentriert.

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