Klaus-Peter Sander gibt Vorsitz des Fördervereins Starogard ab

„Vater“ der Partnerschaft mit polnischer Stadt

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Klaus-Peter Sander (r.) bekam 2004 in Starogard Gdanski vom Ratsvorsitzenden die Ehrenmedaille der polnischen Partnerstadt überreicht – als erster Ausländer. In Diepholz bekam Sander 2011 das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Vor genau 25 Jahren hatte er eine Partnerschaft mit einer polnischen Stadt im Diepholzer Rat angeregt. Seine Beharrlichkeit trug Früchte: Am 16. Mai 1998 wurde die Partnerschaftsurkunde in Starogard Gdanski unterzeichnet. Klaus-Peter Sander geht als „Vater“ dieser Städtepartnerschaft in die Geschichte ein. Jetzt will der 71-Jährige in seinem Engagement etwas kürzer treten: Am Montag kandidiert er nicht wieder als Vorsitzender des Fördervereins Starogard.

Der pensionierte Bundeswehroffizier war viele Jahre im Rat der Stadt Diepholz, davon lange als Fraktionssprecher der SPD. 2006 zog er sich aus der Kommunalpolitik zurück. Jetzt überlässt er auch im Förderverein Starogard, der die Städtepartnerschaft unterstützt, anderen das Feld. „25 Jahre reichen. Ein Wechsel tut dem Verein gut“, sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung – und führte auch private Gründe für seinen Rückzug an.

Als seine Nachfolgerin im Förderverein steht Cornelia Klöpzig in den Startlöchern. Vor ihr und ihrem Mann Stephan Klöpzig, der Realschullehrer ist, erhofft sich Klaus-Peter Sander, dass Jugendliche den Weg in den Förderverein und damit zur Städtepartnerschaft finden.

Der Schüleraustausch ist eine tragende Säule der Partnerschaft. 20 bis 30 Schüler der Realschule Diepholz und des Diepholzer Gymnasiums Graf-Friedrich-Schule nehmen jeweils daran teil – und bekommen auch Besuch von Starogarder Schülern.

Alle zwei Jahren organisiert der Förderverein mit Unterstützung der Stadt Diepholz und den Freunden aus der Partnerstadt Austauschbesuche für Bürger – mal in Starogard, mal in Diepholz. Vom 19. bis 22. Mai sind die Diepholzer in diesem Jahr in der Partnerstadt zu Gast.

„Die Partnerschaft hat sich sehr positiv entwickelt“, blickt Klaus-Peter Sander zurück. Ihm ist es wichtig, dass sich nicht nur die offiziellen Stadt-Vertreter gegenseitig besuchen: „Wir wollen die Menschen mitnehmen.“

Zwischen einigen Diepholzern und Bürgern der 40000-Einwohner-Stadt Starogard Gdanski, die 50 Kilometer südlich von Danzig liegt, sind in den Jahren Freundschaften entstanden.

Der Förderverein Starogard bezuschusst die Schüleraustausch-Besuche und soziale Einrichtungen in den Partnerstadt. Durch den Stand im „kulinarischen Zelt“ beim Diepholzer Großmarkt konnte der Verein seinen Etat laut Sander auf über 2000 Euro verdoppeln.

Bei der Jahreshauptversammlung am Montagabend im Hotel Castendieck kann Klaus-Peter Sander beruhigt sein Amt abgeben. Er hat es geschafft, dass Diepholz neben der seit 1969 bestehenden Städtepartnerschaft mit dem französischen Thouars seit 1998 auch mit einer Stadt im östlichen Nachbarland verbunden ist.

Ein kleiner Beitrag zur Völkerverständigung.

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