Kirchengemeinde St. Michaelis: Abschied vom Pastoren-Ehepaar Thamm

In diesem Jahr wird Stelle wohl noch nicht neu besetzt

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Cord-Michael und Iveta Thamm nahmen Abschied von der Kirchengemeinde St. Michaelis.

Von Helge BredemeyerDIEPHOLZ „Auch wenn das Pastorenehepaar Iveta und Cord-Michael Thamm sich aus dem Pfarramt von St. Michaelis verabschiedet, wo beide zusammen eine Stelle einnahmen, kann korrekterweise nicht von einer Vakanz bis zur Wiederbesetzung gesprochen werden, weil wir nämlich in einem verbundenen Pfarramt als Ganzes mit den Kirchengemeinden Heede/Sankt Hülfe, St. Nicolai und St. Michaels zusammen arbeiten“, ließ Superintendent Klaus Priesmeier beim Empfang nach dem Abschiedsgottesdienst vernehmen.

Priesmeier weiter: „Wir haben jetzt aber in diesem Verbund eine freie Pastoren-/Pastorinnenstelle, die wir natürlich möglichst schnell wieder besetzen möchten.“ Sie werde ausgeschrieben, und dann warte man auf Bewerbungen. Dieses Mal würde Ernennung und nicht Wahl anstehen. Trotzdem könne der Kirchenvorstand aber mitbestimmen.

Im Klartext: Man müsse schon mit einer Wartezeit rechnen. In diesem Jahr gelänge eine Wiederbesetzung eher nicht, hieß es.

Pastoren stehen nicht mehr Schlange, sie werden rar. Darüber sind sich Kirchenvorstandsvorsitzende Marion Bloch und ihr Kirchenvorstand schon klar.

Ihnen zur Seite stehen im Kirchenbüro die Pfarramtssekretärin Ingrid Sommer und Ehrenamtlicher Uli Braselmann. Besonders erprobt beim „Wandern“ von einem Pastoren zum anderen ist Küsterin Erika Manning. Alle zusammen haben sie mit weiteren Ehrenamtlichen viel Verantwortung zu tragen, müssen viele Absprachen treffen, wissen aber die Vertretungen der Amtshandlungen geregelt.

Hier stellte auch der Superintendent den auch dafür zur Verfügung stehenden Pastor Armin Hagedorn vor.

Für viele im Saal erfolgte der neuerliche Wechsel zu schnell. Vor dem Ehepaar Thamm, das fünf Jahre in Diepholz war (wir berichten egstern kurz über ihren Absched am Sonntag) war Pastor Dieter Klee nur zwei Jahre im Amt, davor die Kollegen Elke Ahlers drei Jahre, Harald Storz 14 Jahre Wilfried Teichmann fünf und Annegret Smid drei Jahre.

Die ersten drei St.-Michaelis-Pastoren von 1962 an waren Hein Spreckelsen (neun Jahre), Ernst Ulrich Beck (15 Jahre) und Herbert Gisevius (16 Jahre).

Bei allem Wechsel hätten sie auf ein gutes Gemeindefundament der Vorgänger bauen können, sagten Iveta und Cord-Michael Thamm. Die vielen Abschiedsworte aus der Gemeinde, dem Kirchenkreis, dem benachbarten Seniorenhaus Anna Margareta, der Baptisten- und der Missionsgemeinde sowie der Gemeindekreise erinnerten an die gelungene Zusammenarbeit.

Stellvertretender Bürgermeister Karl-Heinz Klare, der vor fünf Jahren bei der Begrüßung schon dabei war, ging besonders auf die Mitwirkung von Cord-Michael Thamm bei der Zusammenarbeit zwischen Kirchengemeinde und Kommune in der Flüchtlingsarbeit, im Stadtteilladen und „AkzepTanz“, beim Spielplatz „Regenbogenland“, beim Prozess der „Sozialen Stadt“ und der Lebensmittelausgabe „Diepholzer Platte plus“ sowie auch in der Kindertagesstättenarbeit ein.

Iveta Thamm hatte neben der halben Pfarrstelle in St. Michaelis noch weitere Aufgaben im Kirchenkreis bei Vakanzen zu erfüllen. Dafür bedankten sich bei ihr Kirchenvorstandsvertreter aus Barver, Rehden und Hemsloh.

Nach Osnabrück zog es die Familie Thamm durch die Chance, dass Cord-Michael Thamm eine ganze Pfarrstelle in der Thomaskirchengemeinde in Stadtteil Dodesheide einnehmen kann und für Iveta Thamm eine eigene halbe Stelle auf Kirchenkreisebene für die Besuchsdienstarbeit in den Gemeinden durch Ehrenamtlichen-Gewinnung und Fortbildungsangeboten eingerichtet werden konnte. Für die ganze Familie, gerade jetzt auch vor der Einschulung der Zwillinge, war dass zeitlich eine gute Perspektive.

Bei allem Abschieds-Wehmut war doch die Stimmung beim Empfang sehr gut. Freude hatten alle an den persönlichen und einfallsreichen Geschenken.

Thamms selber bedankten sich mit der Übergabe von drei besonders schönen Großfotos der Kirche.

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