Kindermusical „Melele Pamu“ feiert fulminante Premiere im Diepholzer Theater

Auch Autor der Buchvorlage begeistert

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Begeisterten in ihrem Musical nicht nur als Piraten: Schüler der Grundschule Sankt Hülfe-Heede und der Paul-Moor-Schule.

Brauns-Bömermann - Von Simone. Alle waren gekommen zur Premiere des Kindermusicals „Melele Pamu“ der Grundschule Sankt Hülfe-Heede und der Paul-Moor-Schule: Die Sponsoren, die Helfer, die Lehrer, die Eltern, Geschwister, Großeltern, der Förderverein der Grundschule, Vertreter der Stadt Diepholz und der Autor der Buchvorlage des Musicals, Simak Büchel, mit seiner Familie. Das Diepholzer Theater platzte fast aus den Nähten und erlebt ein Kindermusical der Extraklasse.

Bunt, melodisch, witzig, professionell und als Augenweide. Was im DIX Litle Verlag als Erstlese-Literatur mit A wie Anspruch, Anregung und Anreiz beworben wird, setzte die Grundschule Sankt Hülfe-Heede mit der Unterstützung vieler aus Diepholz um: Aus dem Buch wurde ein Kindermusical, das sich um das geheime Inselarchipel von Melele Pamu mit sieben Inseln, Ankerplatz und Aussichtstfelsen und einer Geisterhöhle dreht. Alles entsteht szenisch auf der Bühne im Diepholzer Theater.

Was so seit den Sommerferien jeden Dienstag jeweils zwei Stunden entstand und geprobt und in der Projektwoche vor der Premiere vertieft wurde, ließ die Besucher zu stehendem Applaus hinreißen.

„Ich bin unglaublich stolz, wie Ihr den Buchstoff umgesetzt habt, vielen Dank“, waren die Worte von Autor Simak Büchel an die Grundschüler. Er war extra aus der Nähe von Bonn angereist. Eine großartige Leistung war unter Federführung von Anja Lampen mit Schülern und Lehrern und vielen externen Helfern und Unterstützern entstanden.

Vorlage, Libretto und Liedtexte lieferte Autor Simak Büchel, die Musik für das Musical steuerten Jan Czesnik und Jennifer Wiewel bei, für Tanzeinlagen und Choreographien zeichnete Theda Siemon verantwortlich, für die Regie Stefanie Becker.

Für die unglaublich authentischen Kostüme bis zum langen Smörrebröd-Löffel des Smutje Pröbsel (Max Papich), den Inselschweinchen-Kostümen und dem Piraten-Outfit unterschrieb Ingeborg Töpfer. Für die Maske: Sabine Bischoff und Veronika Neumann. Für Bühnenbild, Requisiten, Beleuchtung, Werbung waren unterschiedliche Gruppierungen und unterstützende Unternehmen verantwortlich. Die Stadt Diepholz stellte das Theater zur Verfügung. Finanzielle Unterstützung leisteten der Landschaftsverband Weser-Hunte und die Kreissparkasse Grafschaft Diepholz.

Ein ganz großer Dank ging an den Förderverein der Grundschule Sankt Hülfe-Heede, alle Lehrer und Henny Witte für die zahlreichen Chorproben. An die Feuerwehr, den Bühnenmeister im Theater, Christoph Wedler, und die Kreiszeitung (Redakteur Sven Reckmann).

Doch spielen mussten die Grundschüler noch selbst, und das gelang grandios: Chor, Tanzgruppe, Geister und Schweine waren Gruppenarbeit.

Die Piraten Käpt´n Basil Vierauge (Eryk Weber) und seine Mannschaft staunten nicht schlecht, als nach ihrer Rückkehr nach zweimonatigem Beutezug weder Kind noch Frau auf der Insel zu finden sind. Dass auf der Insel irgendetwas nicht stimmt, verrät der hinterlassene Zettel an einer der Palmen: „Hilfe Basil, sie haben uns überfallen und auf die Geisterhöhe gebracht“.

Und während sich die Piratencrew mit Schiffsjunge Tiny (Tamika Hoßbach), Steuermann Luboff (Luis Lösking), Smutje Pröpsel (Max Papich), Kanonier Mopati (Merle Leymann) auf die Suche machen, mopsen die Piratenfrauen Delia (Chiara Seeger), Inez (Linda Melcher), dritte Piratenfrau Amelie Rieß und vierte Inken Hohmann die Schaluppe „Corazón“, um endlich einmal selbst auf große Fahrt zu gehen.

„Tschüss, wir sind in zwei bis drei Monaten wieder zurück, Essen ist genug da und die Kinder freuen sich schon auf Euch“, lautete ihr Farewell an Crew und Tochter des Kapitains Marisa (Greta Bödefeld).

Nach der Zugabe war die Bühne komplett gefüllt mit Spielern, Sängern, Tänzern und allen Unterstützern. Und: Eine Wolke aus Stolz schwappte aus dem Publikum hinauf. Unglaublich toll hatten die Grundschüler das Buch ins Musical umgesetzt. Und das hat auch nicht jede Stadt: Schweine, Piraten, Geister und weibliche Seefahrer.

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