Freizeitpark noch ohne Genehmigung

Kinderkarussell statt Großmarkt - die „Sandbar“ wird erweitert

Die Schausteller-Familie Jörling betreibt auf dem Marktplatz die „Sandbar“. Am Großmarkt-Wochenende erweitert sie das Angebot um ein Kinderkarussell, Buden und Live-Musik. Ein „Freizeitpark“ soll im Oktober folgen.
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Die Schausteller-Familie Jörling betreibt auf dem Marktplatz die „Sandbar“. Am Großmarkt-Wochenende erweitert sie das Angebot um ein Kinderkarussell, Buden und Live-Musik. Ein „Freizeitpark“ soll im Oktober folgen.

Diepholz – Der 640. Diepholzer Großmarkt würde am Donnerstagabend beginnen – wäre er nicht wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Die Diepholzer Schaustellerfamilie Jörling/Gerste möchte zumindest einen kleinen Ersatz bieten. Sie erweitert ab Donnerstag ihre „Sandbar“, die sie seit Juni auf dem Marktplatz betreibt, um ein Kinderkarussell, Buden und Live-Musik. Mehr soll später bei einem „Freizeitpark“ folgen.

Der „Mini-Großmarkt“ ist am Donnerstag (17. September) von 14 bis 22 Uhr, am Freitag von 11 bis 24 Uhr (mit der Möglichkeit zum „Viehmarkt-Frühschoppen“), am Samstag von 14 bis 24 Uhr und am Sonntag von 14 bis 20 Uhr geöffnet. Das Karussell „Babyflug“ ist für Kinder ab drei Jahren geeignet. Es werde mit einem Hygienekonzept betrieben, kündigte Schausteller Franz-Karl Jörling an. So dürfen in einer Gondel gemeinsam nur zwei Kinder aus einem Haushalt sitzen und das Fahrgeschäft werde regelmäßig desinfiziert. „Am Donnerstag von 16 bis 17 Uhr kostet eine Fahrt nur einen Euro“, macht Jörling ein Auftakt-Angebot.

Live-Musik gibt es am Donnerstag von 16 bis 23 Uhr mit „Gitman“. Zudem will gegen 18 Uhr das „Redkorps“ des Schützenkorps Diepholz auf dem Marktplatz spielen. Die „Brokser Gassenhauer“ sorgen am Freitag von 17 bis 23 Uhr in der „Sandbar“ für Musik, am Samstagabend gibt es dort Songs der 80er und 90er Jahre.

Die Familie Jörling plant zudem nach wie vor einen „Freizeitpark“ auf dem Marktplatz. Die Veranstaltung mit mehren Fahrgeschäften, Buden, Hygienevorschriften und Eingangskontrolle soll nach ihren Vorstellungen am 10. Oktober starten und vier Wochen dauern. Doch bislang hat die Familie, der durch die Absage aller Märkte sämtliche Einnahmen weggebrochen sind, noch keine Genehmigung. Ein überarbeitetes Hygienekonzept habe man vor etwa zwei Wochen bei der Stadt Diepholz eingereicht. Das bestätigte die Stadt nicht: Die Verwaltung habe auf notwendige Nachbesserungen hingewiesen und seitdem nichts mehr gehört. Der Landkreis Diepholz erklärte, dass er ein Hygienekonzept für den „Freizeitpark“ zur Einschätzung erhalten und Nachbesserungen vorgeschlagen habe. Für die Genehmigung sei die Stadt zuständig.

Laut Melody Jörling wollen einige Schausteller, die derzeit auf dem „Freizeitpark“ in Bruchhausen-Vilsen sind, anschließend nach Diepholz kommen. Der „Freizeitpark“ auf dem Diepholzer Marktplatz würde Platz für etwa 700 bis 1000 Besucher bieten. Absperrzäune seien reserviert. Melody Jörling: „Im Kopf ist der Freizeitpark schon fertig.“

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