Auswirkungen der Eltern-Beitragsfreiheit

In Diepholzer Kindergärten derzeit noch 32 Plätze frei

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Mit einem weiteren Defizit von 80.000 Euro rechnet die Stadt Diepholz, wenn die Kita-Beitragsfreiheit für Eltern, die die niedersächsische Landesregierung beschlossen hat, auf Krippen und Tagespflege ausgeweitet werden sollte.

Die bisherige Beitragsfreiheit nur für Kindergärten hat bereits Auswirkungen auf die Belegung von Kitas auf der einen und der nicht beitragsfreien Krippen und Tagesmütter-Plätze auf der anderen Seite. Davon berichtete Stadtverwaltungs-Fachdienstleiter Florian Marré im städtischen Ausschuss für Jugend, Familie, Sport und Soziales.

„Durch die Beitragsfreiheit werden die Kinder mit ihrem dritten Geburtstag auf einen kostenfreien Kindergartenplatz angemeldet. Dies wird im laufenden Kindergartenjahr 2018/2019 bei 193 Kindern möglich sein. Diese Kinder sind in den vergangenen Jahren für das gesamte Kindergartenjahr in der bis dahin genutzten Betreuung – Krippe oder Tagespflege – verblieben“, berichtete die Verwaltung.

Das könnte auch Auswirkungen auf die Gruppenstrukturen in Kindergärten haben, erklärte Florian Marré.

Tagespflege nicht beitragsfrei

Dass die Tagespflege nicht beitragsfrei ist, zeigt sich bei den Anmeldezahlen. So sind nach jetzigem Stand von den 75 Plätzen bei 22 Diepholzer Tagespflegepersonen für Kinder zwischen null und 13 Jahren noch 18 frei. Der Landkreis Diepholz diskutiert gerade, ob er die Elternkosten in der Tagespflege übernimmt.

In Diepholzer Kindergärten ist die Situation relativ entspannt. Nach jetzigem Stand sind noch 32 der insgesamt 497 Plätze frei.

Nahezu vollständig belegt sind die Krippenplätze zur Betreuung von Kindern zwischen null und drei Jahren in Diepholz, von denen es insgesamt 123 Plätze gibt.

Neue Gruppen in Planung

Deshalb will die Stadt in den nächsten beiden Jahren jeweils eine neue Gruppe mit 15 Plätzen schaffen und hat dazu auch bei Diepholzer Trägern angefragt. Wie ausführlich berichtet, haben Evangelisch-lutherischer Kindertagesstättenverband Grafschaft Diepholz, Lebenshilfe Grafschaft Diepholz und Kreisverband Diepholz des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) ihr Interesse bekundet und schon Pläne für den Bau vorgelegt.

Der Ausschuss entschied sich aber noch nicht für zwei der drei Varianten. Die CDU schlug vor, den Tagesordnungspunkt lediglich als vorberaten zu erklären, damit dann der übergeordnete Verwaltungsausschuss und danach der Rat entscheiden kann. Man habe noch keine Gelegenheit gehabt, in der Fraktion darüber zu sprechen, sagte Hans-Ulrich Püschel (CDU). Sein Antrag auf „Vorberatung“ fand das einstimmige Votum der Ausschussmitglieder.

Im Ausschuss wurde auch betont: Die Stadt Diepholz lässt sich die Kinderbetreuung jedes Jahr 3,3 Millionen Euro kosten.

Rubriklistenbild: © dpa-avis

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