Weit unter dem Grenzwert

Keine Probleme mit Nitrat in Diepholz

+
Dr. Myriam Kruse, Leiterin des Diepholzer Wasserlabors IWW Nord, bestätigt die gute Qualität des Trinkwassers der Stadtwerke Huntetal.

Diepholz - In vielen Regionen Deutschlands könnte das Trinkwasser wegen hoher Nitratbelastung des Grundwassers und entsprechend aufwändiger Aufbereitung bald teurer werden, verkündete das Umweltbundesamt. Für Diepholz gilt das nach aktuellen Werten nicht. Im Bereich der Stadtwerke Huntetal sind die Nitratwerte niedrig, unterscheiden sich dennoch zwischen den Wasserwerken Sankt Hülfe und Wagenfeld.

„Wir haben aktuell kein Problem mit erhöhten Nitratwerten“, erklärte Waldemar Opalla, Geschäftsführer der Stadtwerke, am Dienstag auf Anfrage unserer Zeitung.

Regelmäßige Überprüfungen

Das Versorgungsgebiet der Stadtwerke umfasst die Stadt Diepholz, die Samtgemeinden Barnstorf und Rehden und die Gemeinde Wagenfeld. Die Wasserqualität wird regelmäßig von dem Diepholzer Wasserlabor IWW Nord untersucht. „Die Analysen des Trinkwassers in den beiden Stadtwerke-Wasserwerken Sankt Hülfe und Wagenfeld weisen Messwerte weit unter den zulässigen Höchstwerten auf“, bestätigt Dr. Myriam Kruse, Leiterin des IWW Nord-Wasserlabors an der Wellestraße.

Eine Analyse durch das Labor im November 2016 ergab für Sankt Hülle einen Nitratgehalt von unter einem Milligramm pro Liter, für Wagenfeld von 19,6 Milligramm pro Liter. Der Grenzwert liegt bei 50 Milligramm.

2016 wurden 1,4 Millionen Euro in die Wasserversorgung investiert

Laufende Investitionen in das Leitungsnetz und die Anlagen der Wasserwerke sorgen dafür, dass die sichere Versorgung und die gute Qualität des Trinkwassers für Stadtwerke-Kunden jederzeit gewährleistet sind, betonen die Stadtwerke. Allein im Jahr 2016 investierten die Stadtwerke Huntetal nach eigenen Angaben rund 1,4 Millionen Euro in den Bereich der Wasserversorgung.

Ein weitreichender Grundwasserschutz trägt zur Sicherstellung der Qualität bei. So wurden unter anderem Vereinbarungen mit den hiesigen Landwirten getroffen, um eine extensive Bewirtschaftung der landwirtschaftlich genutzten Flächen zu fördern. Hierfür werden jährlich 30.000 Euro aufgewendet, berichten die Stadtwerke

Die Wasserpreise der Stadtwerke sind seit 2013 stabil. Waldemar Opalla: „Und die gute Nachricht: Auch im kommenden Jahr ist keine Preiserhöhung geplant.“

Der Preis beträgt aktuell 1,66 Euro pro Kubikmeter, der Grundpreis 51,36 Euro pro Jahr. Für einen Zwei-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 80 Kubikmetern im Jahr bedeutet dies Kosten von etwa 180 Euro, bei einem Vier-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 150 Kubikmetern rund 300 Euro im Jahr. Allerdings kommen noch Abwasser- beziehungsweise Kanalbenutzungsgebühren der jeweiligen Stadt oder Gemeinde dazu. In Diepholz sind das 2,20 Euro, in Barnstorf 3,42 Euro, in Wagenfeld 2,60 Euro und in Rehden 2,20 Euro pro Kubikmeter.

Informationen zur Wasserqualität in den beiden Wasserwerken und zu Preisen veröffentlichen die Stadtwerke auf der Internetseite der Stadtwerke Huntetal.

ej

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Vorsicht: In diesen Ländern sind die gefährlichsten Straßen

Vorsicht: In diesen Ländern sind die gefährlichsten Straßen

Von diesen zehn Dingen haben Sie viel zu viel

Von diesen zehn Dingen haben Sie viel zu viel

Spannung am Affenfelsen: Gibraltars Tourismus und der Brexit

Spannung am Affenfelsen: Gibraltars Tourismus und der Brexit

Abenteuer für Küstenfans: Eine Nacht im Schlafstrandkorb

Abenteuer für Küstenfans: Eine Nacht im Schlafstrandkorb

Meistgelesene Artikel

Gerätehaus in Leeste feierlich übergeben

Gerätehaus in Leeste feierlich übergeben

Rettungshubschrauber im Einsatz: Radfahrer von Auto erfasst

Rettungshubschrauber im Einsatz: Radfahrer von Auto erfasst

NDR berichtet live über Ballonfahrer

NDR berichtet live über Ballonfahrer

Steinkamp nach Unterspülung gesperrt

Steinkamp nach Unterspülung gesperrt

Kommentare