Ausschuss lehnt SPD-Vorschlag ab

Kein Neubau der Brücke „W 01“

Diepholz - Annähernd 80 Brücken gibt es im Diepholzer Stadtgebiet. Nicht alle davon sind notwendig hatte die Politik angesichts teurer Unterhaltung entschieden. Im Jahr 2017 wurde die Brücke „W 01“ ersatzlos abgerissen, die in Sichtweite des Lehmder Damms über die Wätering führte, die Verbindung von der Porschestraße zur Hundeschule „Zusammenspiel“. Spaziergänger und Radfahrer waren zum Jahresbeginn meist überrascht auf das plötzliche Hindernis getroffen (wir berichteten).

„Der Abriss war ein Fehler“, sagt die Diepholzer SPD heute und beantragte einen Ersatzbau als Fußgänger- und Radfahrerbrücke. Die Kosten seien zu ermitteln und mit dem Haushaltsplan 2019 bereitzustellen.

Nach dem Abriss der Brücke seien die Mitglieder der Fraktion wiederholt drauf angesprochen worden, „dass die Kappung der Wegeziehung ein großes Ärgernis ist“, so heißt es im Antrag der SPD.

Der Verlust dieser Wegebeziehung sei sowohl für die Naherholung als auch für den Fahrradtourismus erheblich. Die Bemühungen der Stadt Diepholz, die Unterhaltungskosten im Bereich der Brücken zu reduzieren, dürften nicht so weit gehen, dass andere Ziele, wie Naherholung oder die Schaffung eines attraktiven Skulpturenpfades unterlaufen werden, meinen die Sozialdemokraten.

Das Ansinnen wurde im städtischen Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Umwelt behandelt.

Man habe die Brücke ja nicht aus „Jux und Dollerei“ abgerissen, entgegnete Gerhard Albers für die CDU. Eine Sanierung wäre sehr teuer gewesen. Außerdem gebe es in dem Bereich sehr wohl andere Wege für Radfahrer und Fußgänger, zum Beispiel an der Hunte entlang.

Fachdienstleiterin Stefanie Becker erinnerte dran, dass die Brücke durch Korrosion so weit geschädigt gewesen sei, dass sie auch nicht mehr als Radfahrer- oder Fußgängerbrücke offenbleiben konnte. Ein Neubau, wie von den Sozialdemokraten vorgeschlagen bezifferte sie auf 200 000 bis 250 000 Euro, da beim Abriss auch die kompletten Fundamente beseitigt worden seien.

Die Mehrheit aus CDU- und FDP lehnte einen Neubau der Brücke schließlich ab. - sr

Rubriklistenbild: © dpa

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