Aktion gut angenommen

Katzen-Kastration: Resonanz im Landkreis Diepholz ist groß

So niedlich Katzen auch sein mögdpaen – Streuner sollten sich aus Sicht des Landes nicht unkontrolliert vermehren. - Foto: dpa
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So niedlich Katzen auch sein mögen – Streuner sollten sich aus Sicht des Landes nicht unkontrolliert vermehren.

Landkreis - Von Katharina Schmidt. Verwilderte Hauskatzen sind oft scheu, abgemagert und krank. Um zu verhindern, dass sie sich unkontrolliert vermehren, hatte das Land Niedersaschen 200 .000 Euro zur Verfügung gestellt.

Der Deutsche Tierschutzbund sowie die Tierschutzorganisation Tasso stockten den Fonds mit weiteren 45. 000 Euro auf. Im Zeitraum vom 15. Januar bis zum 15. März sollten Tierheime und Tierschutzorganisationen mit der Summe Streuner landesweit kostenlos kastrieren lassen können. Die Aktion kam von Anfang an gut an – so gut, dass das Geld fast verbraucht ist. Auch Tierschützer aus der Region berichten von großer Resonanz.

60 tierische Patienten aus Sulinger Raum

Derzeit stehen laut dem Land Niedersachsen noch 3. 800 Euro für die Kastrations-Aktion zur Verfügung. „Die Tierärztekammer wird den Fonds zunächst bei einer Restsumme von 2.800 Euro schließen und dann die Datenbank um eventuelle Fehleintragungen bereinigen“, berichtet die Pressestelle. Der Zulauf zu dem Projekt sei „riesengroß“. Bis Mittwoch seien rund 1. 500 Katzen und 1 .000 Kater kastriert worden.

Rund 60 der tierischen Patienten kamen aus dem Sulinger Raum. „Die Aktion wurde hier sehr gut angenommen“, berichtet Marita Görges, Leiterin des Sulinger Tierheims Lindern, erfreut. „Wir hoffen und wünschen, dass das Land so etwas noch einmal macht.“ Dass das Geld gerade mal für zwei Wochen gereicht habe, zeige die Notwendigkeit solcher Aktionen. Ihr Team hat viele Katzen selber eingefangen, wurde dabei aber tatkräftig von der Bevölkerung unterstützt. „Es war eine supergute Zusammenarbeit“, hebt Görges hervor.

200. 000 verwilderte Katzen 

Laut Schätzungen des Deutschen Tierschutzbundes leben aktuell in Niedersachsen 200. 000 verwilderte Katzen. Auch der Tierschutzverein Diepholz und Umgebung hat seinen Teil dazu beigetragen, dass diese Zahl nicht weiter in die Höhe schießt. Anne Novak, Leiterin des vom Verein betriebenen Tierschutzhofes Dickel, berichtet, dass ihr Team und helfende Hände aus der Bevölkerung rund 20 bis 30 Kastrationen in die Wege geleitet haben. Novak spricht ein Lob an die teilnehmenden Tierärzte aus. Diese seien sehr flexibel gewesen – das sei hilfreich gewesen, da man nie genau vorhersagen könne, wann eine Katze in eine Lebendfalle tappe. Die teilnehmenden Tierärzte haben pro Tier auf 25 Euro Behandlungskosten verzichtet.

Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast kündigte gestern an, zu prüfen, inwieweit eine Fortsetzung der Aktion möglich sei. Das Land führt bereits Gespräche zur Einwerbung weiterer Drittmittel.

Die Nienburger Katzenhilfe „Amigo“ schreibt bezüglich der Kastration von obdachlosen Katzen, die sich unkontrolliert fortpflanzen: „Immer wieder ersticken die Tierheime in den Sommermonaten an überfüllen Zwingern mit teilweise kranken, schwachen und mutterlosen Katzenwelpen.“ Egal, wie die Gespräche um die weitere Finanzierung ausgehen – sie wollen die Kastration von herrenlosen Katzen weiter unterstützen. Weitere Informationen zu dem Thema gibt es unter Telefon 01525/694 85 97 oder per E-Mail an kontakt@amigo-tierschutz.de.

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