Kindermusical in der Kreuzkirche Sankt Hülfe-Heede

Junges Ensemble begeistert mit biblischer Botschaft

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Im Rahmen eines Ferienprojektes verwandelten die jungen Darsteller die Kreuzkirche in eine Musicalbühne. In dem Stück „Eine unglaubliche Überraschung“ heilte Jesus (4.v.r.) einen der römischen Soldaten. 

Sankt  Hülfe - Von Simone Brauns-Bömermann. Spontane stehende Ovationen, Fan-Schreie und Zugabe-Rufe spiegelten die große Begeisterung der etwa 180 Besucher wider, die am Sonnabend das Kindermusical in der Kreuzkirche Sankt Hülfe-Heede verfolgten. Dabei waren den jungen Darstellern aus der Gemeinde das Engagement, die Spielfreude und die Aufregung ins Gesicht geschrieben. Das Publikum ließ sich von der Stimmung anstecken. Jung und Alt staunten und sangen fleißig mit.

Was als Ferienprojekt und außerschulische Bildungsmaßnahme angeboten wurde, sollte den Inhalt der biblischen Botschaft für junge Menschen erlebbar machen. Dabei erhielt der Titel des Stücks „Eine unglaubliche Überraschung“ sehr schnell eine Zweideutigkeit. Das bekamen auch die Zuschauer zu spüren, denen die Geschichte bekannt war. Es ist die Geschichte von Jesus letzten Tagen, die extrem bivalent sind: „Erst Hosianna, dann Kreuzigt ihn“, sang der junge Chor in der Kirche.

Wie die unglaubliche Überraschung aussieht, begann in der Aufführung mit drei Frauen, die sich traurig und verzweifelt auf den Weg zu Jesus Grab machten. „Warum sucht Ihr bei den Toten?“, sangen die Engel vor dem Grab als Hymne und Rap. „Ihr hängt alle in der Story mit drin“, brachte es ein Soldat des römischen Stadthalters auf den Punkt. Er meinte damit das Verschwinden von Jesus aus dem Grab, das nur über den Glauben zu erklären ist.

Die Geschichte von Jesus letzten Tagen im Kreise von Jüngern, Freunden und Feinden sowie der Tod und das Begräbnis erzählte auch die Geschichte der Zweifel. Zum Beispiel, wenn Maria vor dem leeren Grab steht und über Jesus Tod sinniert: „Dass Gott nicht eingegriffen hat, kann ich nicht verstehen“. Solche Zweifel dürfte wohl jeder Mensch kennen, der einen Freund oder Angehörigen verliert. Aber Jesus erschien noch einmal auf der Bühne. Er hinterließ die Gemeinde und seine Mitspieler mit hoffnungsvollen Worten: „Ich kenne alles um die Menschen, ihre Hoffnungen, Wünsche, Träume, Leiden“.

„Warum sucht Ihr bei den Toten?“, sangen zwei Engel vor dem Grab des Messias.

„Beten zu Gott, ist wie Reden mit einem guten Freund“, lautete eine Erkenntnis der jungen Darsteller, die bei ihren Ohrwürmern von Matthias George am Piano begleitet wurden. Der Musikpastor und Komponist aus Wildeshausen ist Mitglied im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden Deutschlands (Baptisten) und verbindet mit seinen Projekten die Theologie mit Musik. Nicht ohne Grund steht auf seinem T-Shirt der Slogan: „Mission + Music“.

Die Lanze für die heimischen Musicaldarsteller hatte Matthias George bereits vor Beginn der umjubelten Aufführung gebrochen: „Lasst diese Stunde einmal ohne Handys vorübergehen, es geht“, appellierte der Mitinitiator an die großen Zuschauer. Dazu versicherte er: „Wir werden uns nicht wundern, wenn Ihr die Ohrwürmer nicht mehr loswerdet. Wir entschuldigen uns nicht dafür. Und glaubt keinem, der sagt, Ihr könnt nicht singen. Singt mit!“.

„Mit dem Musical hatte sich das Mitarbeiterteam gewünscht, dass die Kinder die Gewissheit, dass Gott immer für sie da ist, mit nach Hause nehmen“, erläuterte Prädikantin Sabine Wilker. Sie zeigte sich mit der Umsetzung sehr zufrieden: „Aus uns ist ein Ensemble geworden. Wir haben eine Woche lang gemeinsam gespielt, gebetet, gelernt, gegessen und gelacht“.

Damit hatte sich die Arbeit der vielen Helfer der Kreuzkirche Sankt Hülfe-Heede gelohnt, die das Projekt in die Kirchengemeinde geholt hatten. Am Ende gab es Blumen auf der Bühne für die zahlreichen Betreuer und Helfer. Aber die Stars waren natürlich die Kinder. Sie hatten geschauspielt und gesungen und waren dabei über sich hinausgewachsen.

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