Polizei sucht Zeugen

13-jähriger Junge im Hallenbad belästigt

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Im Hallenbad "Delfin" in Diepholz wurde ein Junge belästigt.

Diepholz - Im Diepholzer Hallenbad Delfin ist ein 13-jähriger Junge belästigt worden. Laut Polizeibericht von gestern ereignete sich die Tat am Sonntag zwischen 16.45 Uhr und 17 Uhr. Aber erst am Montag hatte sich der Junge seinen Eltern anvertraut. Jetzt äußert sich der Hallenbad-Betreiber.

Sie erstatteten umgehend Anzeige bei der Polizei. Sie registrierte folgenden Sachverhalt: „Demnach sprach ihn ein unbekannter Mann an, woraufhin der Junge jedoch nicht einging. In der Folge hielt ihn der Mann fest und versuchte, ihn im Gesicht zu küssen. Der Junge konnte sich jedoch lösen und flüchtete.“ Die Beamten berichten weiter: „Der Junge hat mit seinen Eltern bei der Polizei angegeben, dass der Täter ihm gegenüber geäußert habe, er wohne in einer Flüchtlingsunterkunft in Diepholz.“ Die Ermittlungen dauern derzeit an.

Dabei hoffen die Beamten auf Zeugen, die das Geschehen beobachtet haben. Sie sollten sich umgehend unter 05441/9710 bei der Polizei Diepholz melden.

Es ist nicht das erste Mal, dass es im Diepholzer Hallenbad zu Auffälligkeiten kommt. So fühlten sich im Januar mehrere Frauen belästigt. Darauf reagierten die Stadtwerke Huntetal als Betreiber des Hallenbades sofort. So wird Flüchtlingen seitdem bei ihrem ersten Badbesuch an der Kasse ein mehrsprachiger Handzettel überreicht, auf dem die Verhaltensweisen und Baderegeln für das Hallenbad beschrieben sind.

Darüber hinaus hat der Betreiber neue, leicht verständliche Piktogramme im Hallenbad angebracht. Diese zeigen, dass Männer in Damen-Umkleiden und -Duschen nichts zu suchen haben und dass das Fotografieren im Bad verboten ist.

„Im Hallenbad Delfin sind alle willkommen, egal ob Flüchtlinge oder Einheimische. Es gibt aber feste Regeln, an die sich jeder Badegast halten muss. Und diese Regeln werden wir bei allen Badegästen unabhängig von ihrem Herkunftsland auch durchsetzen, um allen Badegästen ein angenehmes Badeerlebnis zu ermöglichen“, hatte Stadtwerke-Geschäftsführer Waldemar Opalla damals betont. Dies könne bis zur Erteilung eines Hausverbots gehen.

sdl/ej

Nun gaben die Stadtwerke Huntetal folgende Stellungnahme zum Vorfall ab:

Die Stadtwerke als Betreiber des Hallenbades sind von dem Vorfall im Hallenbad am Sonntag tief betroffen. „Übergriffe und Belästigungen jeglicher Art sind in unseren Bädern völlig inakzeptabel“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Waldemar Opalla. „Wenn unser Badpersonal Beschwerden von Badegästen erreicht oder unsere Aufsichten zweifelhafte Situationen beobachten, reagieren die Mitarbeiter natürlich umgehend und greifen rigoros durch. Wir arbeiten eng mit der Polizei zusammen und haben bereits unser Videomaterial vom letzten Sonntag zur Verfügung gestellt, um bei der Aufklärung zu unterstützen.“

Die Stadtwerke haben zahlreiche Maßnahmen in ihren Bädern umgesetzt, um jedem Badegast einen ungestörten, friedlichen Badbesuch zu ermöglichen: von Trennwänden zwischen Umkleiden und Duschen über eindeutige Beschilderungen bis hin zur Kameraüberwachung bestimmter Bereiche.

Gleichzeitig bitten die Stadtwerke aber auch alle Badegäste, bei ihrem Badbesuch aufmerksam zu sein und sich in jedem Fall an das Badpersonal zu wenden, sobald sie zweifelhafte Situationen beobachten oder sich selbst von anderen Badegästen belästigt fühlen. „Nur dann können wir reagieren und Hausverbot erteilen“, ergänzt Bäderbetriebsleiter Marc Krempig.

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