100 junge Musiker beim Weihnachtskonzert der Kreismusikschule im Theater

Strich für Strich erarbeitet und konzentriert dargeboten

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Am Ende stimmte Kreismusikschuldirektor im Diepholzer Theater beim Weihnachtskonzert mit dem Jugendsinfonieorchester das gemeinsame Lied von „Tochter Zion“ an.

Diepholz - Von Helge Bredemeyer. Gut 100 junge Musiker aus der Kreismusikschule trafen sich beim musikalischen Finale des Jahres im Diepholzer Theater zum Weihnachtskonzert. Ob Ringelpulli oder Fliege, Flöte oder Kontrabass, alles passte in das bunte Bild eines Kinder- und Jugendkonzertes. Unter Leitung ihrer Musik- und Orchesterlehrer und von Musikschuldirektor Uwe Wegert begleitet, zeigten sie zur Freude ihrer Eltern ihr Können an den Instrumenten.

Wegert freute sich auf seinen Vorspieltouren die vielen Theater im Landkreis kennen zu lernen. Im Diepholzer Theater fühlte er sich wohl, ebenso die Spieler, die auf der großen Bühne alle Platz fanden und vom Publikum gut gesehen werden konnten. Das Winken von oben und unten unterstützte die lockere Atmosphäre und nahm das Lampenfieber.

Für die Streicherklasse der Grundschule aus Sulingen von den Erstklässlern an war es eine Premiere. Nick mit dem ihn überragenden Kontrabass war sich dem Anlass bewusst und trat mit Fliege auf. Mit ihm in der ersten Reihe und dahinter waren alle ebenso eifrig dabei und achteten genau auf Aurelia Weinhold, die sie mit einem farbigen „Lätzchen“ angetan vier weihnachtliche Stücke vortragen ließ. Die Farben Rot, Blau, Grün fanden sich auf den Saiten der Streichinstrumente wieder und wurden gestrichen, wenn die Lehrerin auf die betreffende Farbe ihres „Lätzchens“ zeigte. Eine sinnvolle Methode, die ersten „Streiche“ genau zu platzieren.

Die Lehrerinnen mit Aurelia Weinhold und Sabine Steinkühler nutzen bei den Kindern als allererstes Instrument die eigenen Stimmen mit ihren „Klangkörpern“. In Diepholz führten in die Stücke mit Sprechgesang vom Bücherlesen und vielen kleinen Elefanten ein.

In Folge zeigten die Streicherklassen und das Sulinger Grundschulorchester (Leitung Birgit Gerke) der vierten Klassen ihre Fortschritte und ließen schon sehr flott die Hirten auftreten und „Bella Bimba“ erklingen. Fünf talentierte junge Streicherschüler aus der Streichergruppe Diepholz unter Leitung von Dorothea Sack beeindruckten mit klassischen, anspruchsvollen Stücken wie Purcells „Rigaudon“, Haydns „Andante“ bis zum „Allegro“ Beethovens und Chabriers „Espangna“. Das war schon fast ein solistischer Vortrag der Zehn- und Elfjährigen mit Geige, Bratsche und Cello.

Die Jüngsten in den vorderen Reihen, nun selbst Zuhörer, staunten: Mit der Größe der Kinder wuchsen auch die Instrumente, der Noten wurde mehr und auch das „Outfit“ in Schwarz-Weiß entsprach dem Schritt nach oben.

Rudolf Seippel musizierte mit dem Mittelstufenorchester das Allegretto aus dem Conzertino a-moll von Hans Sitt. Ein ruhigeres Stück, das hohe Aufmerksamkeit aller 15 Streicher verlangte und das sie, von ihren Lehrern unterstützt, konzentriert vortrugen. Gerade bei den Streichern und der guten Akustik des Theaters ist das Saitenspiel nicht „mal eben“ runterzuspielen. Die Eltern im Publikum strahlten, wissen sie doch aus den häuslichen Übungsstunden, was sich die Kinder „Strich für Strich“ erarbeiten.

Die Größten aus dem Jugendsinfonieorchester waren in der Leistung dann auch wirklich die Größten und ein Vorbild für Kinder und Eltern, ihre Instrumente nicht in die Ecke zu stellen, sondern sie weiter zur Hand und in den Arm zu nehmen und damit die Befähigung zu erlangen, in einem richtigen Orchester von der Pauke über die Bläser bis zu den Streichern ein Ensemble zu bilden.

Ulrich Semrau hatte mit seinen über 30 Musikern den 1. Satz der Sinfonie D-Dur von Jan Václav Vorisek und Auszüge der „Carmen“ Suite Georges Bizets einstudiert. Wie Profis stimmte die erste Geigerin alle auf den Kammerton „A“ ein und begrüßte dann vom Publikum mit Applaus begleitet den Dirigenten.

Der volle Klang begeisterte das Publikum und riss die Jüngsten von den Plätzen. Die auch immer wieder von einzelnen Instrumenten auf solistischem Niveau musizierten Teile fanden großen Anklang. Es war eine beachtliche Leistung aller. Ein Ergebnis, wie Uwe Wegert am Ende sagte, an dem auch die Eltern durch das Fahren zu den Proben nach Syke teilhaben. Er dankte ihnen, seinen Lehrern und auch den Kindern und Jugendlichen, bevor er mit allen vom Orchester begleitet das Weihnachtslied „Tochter Zion“ anstimmte und zum nächsten Weihnachtskonzert 2016 nach Syke einlud.

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