„Junge Energiewender“: Diepholzer Realschüler auf dem dritten Platz

Solar-Tankstelle erfolgreich angezapft

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Die erfolgreichen „Energiewender“ der Diepholzer Realschule mit Lehrerin Anika Flöte und Schulleiter Uwe Hofemeister.

Diepholz - Eine Badewanne steht im obersten Stockwerk eines Hauses. Wäre es da nicht möglich, nach dem Baden Energie zu erzeugen? Könnte das Wasser, das in den Rohren nach unten stürzt, nicht kleine Turbinen antreiben? Und einmal beim Wasser angelangt: An welchen Flüssen in Niedersachsen könnten sinnvoll Wasserkraftwerke eingesetzt werden?

Mit Fragen wie diesen setzten sich sechs Jugendliche der Realschule Diepholz im Rahmen des landesweiten Wettbewerbs „Junge Energiewender“ auseinander. Das war für Cemal Tas (7a), Marvin Manke und Justin Klausing (beide 7b), Robin Weber, Julian Kleibs und Matthis Bürger (alle 7c) das Ticket für die Finalteilnahme.

Im Wahlpflichtkurs „MINT“ hatten die Jungen ihre Bewerbung mit einem Motivationsschreiben bei der vom Land Niedersachsen unterstützen „Landesinitiative Energiespeicher und -systeme Niedersachsen“ eingereicht. Als sogenannte „MINT-freundliche Schule“ setzt sich die Realschule verstärkt für die Förderung und Qualifizierung der Jugendlichen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (also MINT) ein.

Die Ideen der Siebtklässler war offenbar so gut, dass die Jury die Diepholzer zum Finale nach Hannover einlud. Schon das war ein großer Erfolg, denn zusammen mit den weiteren Finalisten aus Neuenhaus, Oldenburg und Osterode hatten sie sich gegen insgesamt 30 weitere Schülergruppen durchgesetzt.

Bei der Tagesaufgabe in Hannover wurde es knifflig: Aufgabe der Schüler war die Konstruktion eines Solarmoduls durch Kombinationen von Parallel- und Reihenschaltungen einzelner Solarzellen, mit denen elektrolytisch Wasserstoff zu erzeugen war. Mit dem Wasserstoff wurde ein Brennstoffzellen-Auto im Spielzeugformat angetrieben. Je nach Geschick und Konfiguration legten die Autos dann unterschiedliche „Siegstrecken“ zurück.

Auch galt für die Schüler, ihre Ideen den anwesenden Energieexperten aus Unternehmen und Forschung zu erklären und Nachfragen zu beantworten.

Die Aufgabe forderte von den Schülern viel Kreativität und eine gute Portion Wissen auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien ab. „Vom physikalischen Grundwissen war das echt eine Herausforderung“, erkennt auch Lehrerin Anika Flöte an, die die Schüler begleitete. Die Siebtklässler seien mit so großem Eifer dabeigewesen, dass sie bei all der Tüftelei sogar ans Mittagessen erinnert werden mussten, erinnert sich Flöte schmunzelnd.

Am Ende sprang der Podestplatz heraus, verbunden mit 500 Euro Preisgeld, zweckgebunden für Unterrichts- und Lehrmaterial an der Schule selbst.

„Das erfüllt uns mit sehr viel Stolz“, freut sich Schulleiter Uwe Hofemeister über das wiederholt gute Abschneiden seiner Schule beim Wettbewerb. Darin liege genau das Ziel, den MINT-Bereich der Schule immer weiter voranzubringen. Und für die Schüler dürfte der Tag in Hannover ebenso lehrreich wie aufregend gewesen sein.

sr

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