„1. Jumbo-Run für die Lebenshilfe Diepholz“: Ausfahrt für eine gute Sache

Mitfahrer haben das Leuchten in den Augen

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Angeführt von Heinz Schneidereit machte sich der Tross in Diepholz auf den Weg.

Diepholz - Ein brummender, bunter, chromblitzender Konvoi schlängelte sich am Samstagnachmittag durch die Region, durch Diepholz, Rehden, Wagenfeld und Lembruch bis hin zum Dümmer. Die Ausfahrt mit dem Titel „1. Jumbo-Run für die Lebenshilfe Diepholz“ war der Höhepunkt eines großen Treffens für Gespanne, Motorräder und Trikes, das der Brockumer Heinz Schneidereit organisiert hatte.

Das besondere daran: 117 behinderte Menschen, 90 aus Einrichtungen der Lebenshilfe und 27 vom Wittekindshof, konnten in den Beiwagen der Motorrad-Gespanne Platz nehmen.

Am Dümmer angekommen, stand dann eine Segeltour auf dem Programm, bevor es nach Diepholz zurückging.

Die Organisatoren standen vor der Herausforderung, dass statt der angekündigten 120 Gespanne, Motorräder und Trikes nicht einmal die Hälfte kamen – 36 Gespanne und zwölf Trikes. Viele waren einfach nicht erschienen und hatten auch nicht abgesagt, berichtete Schneidereit.

Doch mit etwas Improvisation und Platzwechseln auf der Rückfahrt konnte jeder mitfahren. So wurde es ein unvergessliches Erlebnis für die Teilnehmer, von denen sie noch am Abend mit leuchtenden Augen erzählten.

„Traumhaft gut“ sei die Ausfahrt gewesen, schwärmte auch Schneidereit beim anschließenden Kaffeetrinken aller Teilnehmer auf dem Schützenplatz der 53er. In seinem Grußwort hob er die gute Beteiligung der Gespannfreunde Hellweg hervor, die mit 14 Gespannen angereist waren, sowie die Johanniter, die die Ausfahrt mit Motorrädern begleitet und gesichert hatten. Sein Dank ging zudem an die Lebenshilfe sowie an Superintendent Klaus Priesmeier, „der sich so stark eingesetzt hat.“

Stellvertretender Bürgermeister Hans-Werner Schwarz sprach von einer „großartigen Veranstaltung“. „Sie kommen von weit her und engagieren sich für eine hervorragende Sache. Die Stadt Diepholz nimmt sie mit offenen Armen auf.“ Für die Teilnehmer mit der weitesten Anreise hatte Schwarz ein Geschenk mitgebracht. Es ging an Marita und Detlef Podlech aus Jockgrim in der Südpfalz, die 520 Kilometer „in den Knochen hatten“, als sie am Schützenplatz ankamen. Den Kontakt zu Schneidereit hatten sie übrigens über das Internet angebahnt.

„Diese gute Sache hat viele Leute anpacken lassen“, lobte auch Superintendent Priesmeier. „Und es ist gelungen.“

Karsten Bonke dankte den Chauffeuren im Namen der Lebenshilfe. Er habe bei den Teilnehmern „das Leuchten in den Augen gesehen“, berichtete er bewegt.

Am Abend schloss sich Biker-Gottesdienst mit Pastorin Sigrid Kuhlmann an.

Das Treffen der Biker hatte am Freitag begonnen, abends sorgte die „Country & Westerntanzgruppe Drebber“ in der Schützenhalle kräftig für Stimmung. Am Sonntag klang das Treffen mit einem Frühstück aus.

Wenn er die Veranstaltung im kommenden Jahr wieder ausrichten sollte, so zog Schneidereit gestern abschließend Bilanz, dann nicht an diesem Standort an der Dieselstraße. Bei einigen organisatorischen Dingen, was beispielsweise die Verpflegung und die Toiletten-Situation betrifft, habe es Luft nach oben geben, wobei er allerdings die 53er-Schützen ausklammerte, denen er für ihre Unterstützung ausdrücklich Lob zollte.

sr

Diepholz: Jumbo-Run für die Lebenshilfe

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