30 Jahre Akademie Dr.-Jürgen-und-Irmgard-Ulderup-Stiftung in Diepholz

3600 Teilnehmer in 300 Kursen weitergebildet

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Willi Henke (l.) ist seit den Anfängen der Akademie Dr.-Jürgen-und-Irmgard-Ulderup-Stiftung vor 30 Jahren Dozent. Dafür bekam er ein Präsent von Prof. Dr. Ludger Bölke.

Diepholz - „Weiterbildung in modernen Technologien“ war Thema des ersten Lehrgangs, der am 9. November 1985 begann. Seit dem hat die Akademie der Dr.-Jürgen-und-Irmgard-Ulderup-Stiftung 3600 Teilnehmer in etwa 300 Kursen mit 80 Dozenten erfolgreich beruflich weitergebildet. Gestern feierte die Akademie in den Räumen der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT) ihr 30-jähriges Bestehen.

Nach Feierabend oder an Wochenenden nutzen Mitarbeiter von Unternehmen aus der Region in Diepholz die Möglichkeit, sich Entwicklungen in der Berufswelt anzupassen oder sich beispielsweise als Fachkraft für Qualitätsmanagement oder für CAD-Technik zu qualifizieren, Industriemeister (Fachrichtung Metall) zu werden oder als Kaufmann/-frau Grundkenntnisse in Technik zu erwerben.

Dabei war auch dem Initiator der Akademie, Dr. Jürgen Ulderup (Gründer der Lemförder Metallwaren, heute ZF Friedrichshafen), wichtig, dass die Abschlüsse anerkannt sind. Daher arbeitet die Akademie von Anfang an mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) zusammen, die den Teilnehmern zum Abschluss nach entsprechender Prüfung Zertifikate aushändigt.

Zur Feier des 30-jährigen Bestehens begrüßte Akademieleiter Prof. Dr. Ludger Bölke gestern Vormittag unter anderem die Landesbeauftragte für die Region Leine-Weser, Karin Beckmann, die Landräte Cord Bockhop (Diepholz) und Herbert Winkel (Vechta) sowie den Diepholzer Bürgermeister Dr. Thomas Schulze, der auch Vorstand der Dr.-Jürgen-und-Irmgard-Ulderup-Stiftung ist.

In dieser Funktion dankte Schulze für 30 Jahre Akademie-Arbeit und blickte in die eng mit Dr. Jürgen Ulderup verbundene Geschichte der Akademie und von Dr. Jürgen Ulderup. Der 1991 verstorbene Unternehmer habe Wert auf Qualität, Innovationsfähigkeit und Internationalisierung gelegt und mit der Akademie eine Plattform zur Aus- und Weiterbildung geschaffen. Ulderups Ehefrau Irmgard unterstützte die Idee mit der Gründung der gemeinsamen Stiftung.

Angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation betonte Schulze, dass die Belegschaft des nach dem Zweiten Weltkrieg von Ulderup in Lemförde gegründeten Metallwaren-Unternehmens zu einem bestimmten Zeitpunkt zu Dreiviertel aus Flüchtlingen bestanden habe. Ulderup habe zudem auch Gastarbeiter aus Italien angeworben.

„Die Akademie leistet einen aktiven Beitrag zur Stärkung des ländlichen Raumes“, betonte Dr. Horst Schrage, Hauptgeschäftsführer der IHK Hannover, in seinem Grußwort.

Die Dr.-Jürgen-und-Irmgard-Ulderup-Stiftung unterstützt auch die Kurse „Erlebnis Technik“, in denen Kindern von acht bis 14 Jahren in Diepholz an Technik herangeführt werden. Von seinen Erfahrungen als Teilnehmer berichtete Hendrik Gräbner aus Stemwede. Der heute 19-Jährige kam über „Erlebnis Technik“ zu seinem Studium der Elektrotechnik an der PHWT.

Mit Gesang und Gitarre gestaltete Chris Rehers die Feierstunde musikalisch. An deren Ende nahm Akademieleiter Ludger Bölke noch eine Ehrung vor: Er überreichte Willi Henke, der von Anfang an Dozent in der Akademie Dr.-Jürgen-und-Irmgard-Ulderup-Stiftung ist, ein Präsent.

Die Ulderup-Stiftung stellte 1985 etwa eine Millionen DM für Geräte zur Verfügung, der Landkreis Diepholz die Räume im Berufsbildungszentrum und die IHK entwickelte die Lerninhalte.

Heute umfasst das Programm der Akademie Kurse von etwa 30 Stunden an drei Wochenenden (IHK-Meisterzyklus) bis zum aufwändigsten Kursus mit 940 Unterrichtsstunden über zwei Jahre (Industriemeister Metall). Die Akademie hat aktuell etwa 40 freiberufliche Dozentinnen und Dozenten.

ej

www.ulderupakademie.de

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