Landkreis veröffentlicht Aktionsplan

Inklusions-Baustein: Landkreis veröffentlicht Aktionsplan

Diepholz – „Jeder Mensch gehört dazu und wird nicht ausgegrenzt – durch welche Barriere auch immer“, heißt es im kürzlich vom Landkreis Diepholz veröffentlichten kommunalen Aktionsplan Inklusion. Mehrere Arbeitsgruppen hatten unter Leitung von Heike Weidemann Notwendigkeiten in mehreren Lebensbereichen zusammengetragen, damit Inklusion gelingen kann.

Der neue Bericht ist 51 Seiten stark und beschreibt elementare Handlungsfelder, um allen Menschen die Möglichkeit zur Teilhabe zu geben. Wie viele Bürger das betrifft? Exakt 17.287 Bürger im Landkreis müssen mit einer schweren Behinderung leben. Das entspricht acht Prozent aller Kreisbewohner.

„Die Inklusion ist nur begrenzt eine Frage der Finanzierung. Inklusion muss auch gewollt sein und von den Menschen gelebt werden“, heißt es in dem Bericht, der drei Themenschwerpunkte formuliert.

Im ersten mit dem Titel „Gesellschaft – miteinander leben“ geht es um Arbeit und Beschäftigung, Wohnen und Versorgung, Gesundheit und Pflege sowie um Kultur, Sport, Freizeit, Tourismus und schließlich um Bürgerschaftliches Engagement. Der zweite Abschnitt „Bildung – miteinander lernen“ umfasst den Zeitraum von der Geburt bis zum Berufseinstieg. Dritter Bereich des Plans: „Verwaltung – inklusiv denken und handeln.“ Dabei stehen Gebäude, Bescheide, die Internetnutzung sowie die Politik im Fokus.

Es sind konkrete Vorschläge, die der Aktionsplan beschreibt. Damit mehr Menschen mit Behinderungen einen Arbeitsplatz erhalten und sich selbst verwirklichen können, soll zum Beispiel die Wirtschaftsförderung bei Unternehmen verstärkt für solche Mitarbeiter werben.

Die Gesundheitsförderung soll durch den Ausbau präventiver Maßnahmen vorangebracht werden. Barrierefreie Angebote in den Bereichen Musik, Kultur und Tourismus geschaffen oder erweitert werden. Angeregt wird genauso die Bildung eines Inklusionsrates.

Der rote Faden im Konzept: Es muss immer wieder überprüft und angepasst werden. Vor allem zwei Themenbereiche sollen noch aufgearbeitet werden: „Gesellschaft – miteinander leben“ (Mobilität und Beförderung, Selbstbestimmung, Transparenz, Mitsprache) sowie „Bildung – miteinander lernen“ (Erwachsenenalter, Berufs- und Familienphase, Vor- und Ruhestandsalter).

Landrat Cord Bockhop: „Inklusion ist ein Prozess. Der Kommunale Aktionsplan Inklusion des Landkreises Diepholz nimmt daher nicht für sich in Anspruch, das Thema nunmehr vollumfänglich und abschließend behandelt zu haben. Er ist viel mehr als ein Baustein zu verstehen, das Ziel zu erreichen, indem im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Diepholz vorgeschlagene Maßnahmen konkret auf deren Umsetzbarkeit geprüft und gegebenenfalls umgesetzt werden.“

Nachlesen unter www.diepholz.de

Rubriklistenbild: © dpa

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