3182 Urlauber im Jahr 2016

Immer mehr Wohnmobile machen in Diepholz Station

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Peter und Gretel Fokkinga aus den Niederlanden haben durch Bekannte von dem Wohnmobilstellplatz erfahren. Seit über zehn Jahren nutzen sie ihn jährlich.

Diepholz - Von Louisa Manholt. Ob aus Oldenburg, Bochum, Aschaffenburg, Lippe oder aus den Niederlanden, ob aus Zufall oder als Tipp von Bekannten: Immer mehr Urlauber besuchen Diepholz mit ihrem Wohnmobil. Mitten in der Stadt, auf der Grünfläche Am Heldenhain, direkt neben dem Marktplatz parken die Touristen ihre mobile Heime.

Das ganze Jahr über können die Besucher hier für drei Tage am Stück kostenfrei das „WoMo“ abstellen. Vor allem der ruhige Standort und die günstig gelegenen Einkaufsmöglichkeiten locken. Die zahlreichen Radrouten sind ein weiterer Punkt, den die Besucher gerne in ihrer Freizeit in Diepholz ausnutzen.

Vom Zwischenstopp zum Ziel

So auch das Ehepaar Hohmeier, das gerne Radtouren mit ihren E-Bikes nach Barnstorf oder zum Dümmer unternimmt. Seit über einem Jahrzehnt besuchen die Lipper nun schon den Diepholzer Wohnmobilstellplatz. „Das hat sich so ergeben“, berichtete Günter Hohmeier. Seit er denken kann, sei er mit seiner Frau Waltraud unterwegs, um zu campen. Seit 22 Jahren nun mit ihrem „Fendt“, dem Caravan.

Günter und Waltraud Hohmeier fahren seit 22 Jahren mit ihrem Wohnmobil herum, seit 2004 sind sie jedes Jahr auch in Diepholz. Mit ihren E-Fahrrädern unternehmen sie von hier aus Touren.

Früher seien sie bis an die Nordsee gefahren, um für frische Luft wegen seiner chronischen Bronchitis zu sorgen. „Nun sind wir aber älter, da ist der Weg etwas weit“, berichtete der 87-Jährige, der deshalb nur noch bis hierhin fährt. Diepholz war vor über zwölf Jahren ursprünglich ein Zwischenstopp gewesen, aber dem Ehepaar hätte es hier so gut gefallen, dass es seitdem immer wieder hierher käme.

Vor wenigen Tagen feierten sie auf dem Platz sogar ihre eiserne Hochzeit.

Geringe Kosten und kostenfreier Internetanschluss

Hohmeier erinnert sich noch an die Anfänge des Stellplatzes: „Damals gab es hier nur ein oder zwei Plätze. Und dann kam jemand aus der Stadt und fragte, wie es uns gefällt und was man noch ändern könnte.“ Das Engagement hatte den Urlauber beeindruckt. Andere Städte sollten sich seiner Meinung nach ruhig ein Beispiel davon nehmen.

Damit meint er auch die Kosten, die für einen Besuch hier anfallen. Diese belaufen sich nämlich auf verhältnismäßig sehr wenig: Der Stellplatz ist völlig kostenfrei sowie ein Internetanschluss über den dortigen WLAN-Hotspot. Trinkwasser kostet für 80 Liter gerade mal einen Euro und der Stromanschluss kann für 50 Cent je Kilowattstunde benutzt werden.

Für insgesamt 20 Wohnmobile ist der Platz ausgerichtet, inklusive Abwasserentsorgung über Bodeneinlässe, die es zum ersten Besuch der Familie Hohmeier noch nicht gegeben hatte. „Das hat sich hier wirklich gut entwickelt“, stellte der Rentner fest.

Besucher loben das ruhige Ambiente

In den letzten Jahren haben sich mit der Anzahl der Stellplätze auch die Besucher vermehrt. Waren es 2010 noch 1086 Touristen im Jahr, die einen Stellplatz wahrgenommen hatten, waren es 2016 fast das dreifache mit 3182 Urlaubern.

Ehrenamtlich werfen Ludwig Meyer und Ralf Knüpling regelmäßig in Absprache mit der Stadt ein Auge auf den Platz und sorgen dafür, dass die Anlagen funktionstüchtig und sauber sind.

Manche Urlauber kommen auf Empfehlung von Bekannten, wie das Ehepaar Fokkinga aus den Niederlanden , die den schönen, ruhigen Platz seit über zehn Jahren in ihrer Tour als festen Punkt mit integriert haben.

Leidy und Hennieng Overmeen kommen aus Wierden/Niederlande und mögen den schönen Platz in dem schönen Dorf Diepholz wegen seiner Ruhe und der Möglichkeit, gute Fahrradtouren zu machen.

Seit fast sechs Jahren besuchen Leidy und Hennieng Overmeen – ebenfalls aus den Niederlanden – die Stadt Diepholz auf ihrer Urlaubstour. Sie kommen aus Wierden, etwa 40 Kilometer westlich von Nordhorn. „Es ist ein schöner Platz und ein sehr schöner Ort“, erzählte Leidy Overmeen. Besonders angetan seien sie ebenfalls von den Radwegen und der Ruhe, die hier vorherrscht.

Mehr als nur eine Ausweichmöglichkeit

Auch Karl-Heinz Schöntag aus Aschaffenburg kommt seit über sechs Jahren regelmäßig zum Diepholzer Stellplatz, zusammen mit seiner Frau und dem Familienhund. Seine Tour geht bis zum Nord-Ostsee-Kanal und Diepholz bietet einen guten Ort für eine kurze, dreitägige Pause. Als er das erste Mal mit seiner Frau herkam, wollten sie ursprünglich an den Dümmer, doch dort fanden sie keinen Stellplatz, weil sie zur falschen Jahreszeit angekommen waren. In Diepholz wurden sie fündig und bleiben der Stadt seitdem treu.

Eine Pause auf der Tour zum Nord-Ostsee-Kanal gönnt sich Karl-Heinz Schöntag gerne in Diepholz. Jedes Jahr sind er und seine Frau hier, obwohl er ursprünglich einen Stellplatz am Dümmer angestrebt hatte.

Zum Dümmer fahren sie trotzdem, auf ihren E-Fahrrädern. Besonders gut gefällt Schöntag die Einkaufsmöglichkeit in der Stadt: „Ob E-Center oder Aldi, hier finde ich alles.“ Auch der Fernsehempfang sei hier gut, bemerkte er. Das sei nicht überall der Fall.

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