Bessere Bereitschaft

Im Ernstfall vier Augen: Jugendamt verdoppelt Notdienst

Gewalt gegen Kinder: ein Fall für die Polizei.
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Gewalt gegen Kinder: ein Fall für die Polizei.

Landkreis  Diepholz – Der Fachdienst Jugend, sprich das Jugendamt des Landkreises Diepholz, hat seinen Bereitschaftsdienst verdoppelt. Das berichtete Detlef Klusmeyer als Leiter dieses Fachdienstes im Jugendhilfeausschuss. Rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr leisten demnach zwei Mitarbeiter des allgemeinen sozialen Dienstes (ASD) diesen Bereitschaftsdienst. Sie kümmern sich damit auch nachts und an den Wochenenden um mögliche Kindeswohlgefährdungen.

Bisher war dieser Bereitschaftsdienst von einem Mitarbeiter des Jugendamtes im gesamten Landkreis geleistet worden. Mit der neuen Regelung, sprich der Verdopplung auf zwei Bereitschaftsdienst-Leistende, komme der Landkreis auch einer juristischen Verpflichtung nach, hieß es: „In einem Kinderschutzfall können sich beide kollegial beraten“, formulierte es Detlef Klusmeyer. Rechtlich relevant ist das Vier-Augen-Prinzip vor allem in der Frage: Ist die Gefährdung des Kindes so groß, dass es nicht mehr in seiner Familie bleiben kann und umgehend in Obhut genommen werden muss?

Ausschuss-Mitglied Hannelore Roitsch-Schröder bat um Aufklärung: „Beraten sich diese Kräfte telefonisch oder persönlich?“ Denn das Jugendamt hat den Bereitschaftsdienst so gestaltet, dass eine Kraft für den Nord- und eine Kraft für den Südkreis zuständig ist. Deshalb sind in einem akuten Fall lange Wege in Kauf zu nehmen. Eine telefonische Abstimmung sei möglich, so der Leiter des Fachdienstes Jugend. Aber: „Das kommt immer auf den konkreten Fall an.“

Detlef Klusmeyer betonte, dass die Mitarbeiter des Jugendamtes sich freiwillig für diesen Bereitschaftsdienst entscheiden. Rund 40 sind es demnach, die sich dabei abwechseln. Ansprechpartner für die Bevölkerung sind sie aber bewusst nicht: „Der Bereitschaftsdienst läuft über die Polizei und den Rettungsdienst“, so Klusmeyer.

Was praktisch bedeutet: Befürchten Bürger, dass ein Kind misshandelt wird und in Not ist, informieren sie entweder über den Notruf 110 die Polizei oder rufen über 112 den Rettungsdienst.

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