Urteil des Bundesverwaltungsgerichts

Hochspannungsleitung zwischen Wehrendorf und St. Hülfe darf gebaut werden

Leipzig/Diepholz - Die geplante Stromtrasse zwischen Wehrendorf (Landkreis Osnabrück) und St. Hülfe in Diepholz kann gebaut werden. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wies am Mittwoch die Klagen mehrerer Landwirte gegen die Planfeststellungsbeschlüsse ab.

Die Kläger hatten bemängelt, dass bei der Auswahl des Trassenverlaufs Abwägungsfehler gemacht worden seien. Dem folgte der 4. Senat des Bundesverwaltungsgerichts jedoch nicht. 

Die 380kV-Freileitung ist etwa 33,5 Kilometer lang. Sie ist Teil des bundesweiten Ausbaus des Energienetzes zur Nutzung der erneuerbaren Energien. Die Stromtrasse kreuzt mehrfach die Landesgrenze von Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. 

Die Grundstücke der Kläger werden von der Freileitung überspannt, teilweise verläuft die Stromtrasse nur zwischen 32 und rund 50 Metern entfernt von ihren Wohnhäusern. Die Landwirte befürchteten unter anderem Gesundheitsgefahren und existenzbedrohende Auswirkungen für ihre Betriebe. Sie forderten einen anderen Trassenverlauf. Dies sei jedoch wegen eines Vogelschutzgebietes unmöglich, urteilten die Bundesverwaltungsrichter. Auch der Gesundheitsschutz der Kläger sei gewährleistet, teilte das Gericht mit.

dpa

Az.: BVerwG 4 A 10.16 bis BVerwG 4 A 15.16

Rubriklistenbild: © dpa

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