Kandidaten hospitieren bei Funktionsträgern

Historisches Jahr für „Kunst in der Provinz“

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Brunhild Buhre will ihr Amt 2020 abgeben.

Landkreis Diepholz - Von Anke Seidel. Es ist ein ganz besonderes „Kunstwerk“, an dem die fast 300 Mitglieder starke Organisation „Kunst in der Provinz“ zurzeit arbeitet. Denn es entsteht aus engagierten Menschen, die Verantwortung für die Zukunft des Vereins übernehmen und die Arbeit in seiner fast vier Jahrzehnte langen Tradition fortsetzen sollen. Im Klartext: „Kunst in der Provinz“ sucht und braucht einen neuen Vorstand, weil gleich fünf Funktionsträger für 2020 ihren Rücktritt angekündigt haben (wir berichteten bereits).

Für die wichtigsten Ämter gibt es bereits Kandidaten, stellt die Vorsitzende Brunhild Buhre klar. Doch offiziell will die 78-Jährige noch keine Namen nennen, weil besagte Kandidaten noch ihre unverbrüchliche Zusage geben müssen. Kommt es so, wie es sich zurzeit abzeichnet, dann führt künftig ein Mann den Vorsitz bei „Kunst in der Provinz“, der mit Brunhild Buhre eines gemeinsam hat: „Er ist künstlerisch interessiert und kommt von außen.“  Will heißen: Er kreiert selbst keine Werke in einem der künstlerischen Bereiche, die „Kunst in der Provinz“ abdeckt. Die amtierende Vorsitzende wirkte 25 Jahre lang als Kulturbeauftragte der Stadt Sulingen und als Geschäftsführerin des dortigen Kulturvereins, war also Managerin.

Seit ihrem Ruhestand im Jahr 2001 führt sie den Verein „Kunst in der Provinz“. Im kommenden Jahr feiert sie ihren 80. Geburtstag – und der Verein sein 40-jähriges Bestehen. Die Sulingerin ist hoffnungsfroh, dann einen neuen Vorstand präsentieren zu können – zumal sich für die Kassenführung schon Rosi Messer aus Bassum offiziell bereit erklärt und während der Jahreshauptversammlung vor vier Tagen offiziell vorgestellt hat. „Sie hat viel Beifall bekommen“, so Brunhild Buhre.

Hospitation mit großem Wert

Die zukünftige Kassenführerin hospitiere seit einem Jahr im Vorstand. „Darauf legen wir großen Wert“, sagt die Vorsitzende – und erinnert daran, dass „Kunst in der Provinz“ in den vergangenen beiden Jahren jeweils 17 neue Mitglieder aufgenommen hat. „In diesem Jahr sind bereits wieder sieben neue, jüngere Mitglieder in den Verein eingetreten“, betont sie – und fügt hinzu: „Ein wichtiges Ziel, an dem wir im Vorstand stark arbeiten, ist und bleibt die Vernetzung unserer vielen Mitglieder, die im Nordwesten Deutschlands leben und in unserem Verein eine Heimat gefunden haben.“ Genau die künstlerisch zu präsentieren, ist Ziel der Ausstellungen und Aktionen.

So wird heute um 19 Uhr in der Kreissparkasse Sulingen das regionale Kunstforum zum Thema „Leidenschaft“ eröffnet. 40 Kunstschaffende zeigen bis zum 29. April ihre Arbeiten – anschließend vom 6. bis zum 28. Mai in der Kreissparkasse Diepholz. Die Besucher der Ausstellung können abstimmen, welchem Werk sie ihre Stimme geben. Der Publikumspreis wird am 28. Mai in Diepholz an den Künstler mit den meisten Punkten verliehen.

Aquarelle und Installationen sind, so kündigt die Vorsitzende an, vom 5. bis zum 26. Mai bei der Aktion „Kunst-Zeug III“ auf dem Landsitz Wachendorf zu sehen. Zum Bildhauer-Symposium 2019 treffen sich bildende Künstler am 15. und 16. Juni in Sudweyhe.

Ebenfalls zum dritten Mal richtet „Kunst in der Provinz“ die Aktion „Landschaf(f)t Kunst“ aus, bei der Mitglieder in mehreren Landkreisen ihre Ateliers öffnen – konkret am 21. und 22. September.

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