Historisch und neu nebeneinander

Diepholzer Hotel „Villa Prinzhorn“ startet langsam mit Testbetrieb

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Das Hotel „Villa Prinzhorn“ an der Ecke Bahnhofstraße/Prinzhornstraße in Diepholz nimmt am Freitag zunächst probeweise seinen Betrieb auf. Die offizielle Eröffnung erfolgt im Mai.

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Eine Mischung aus modern und gemütlich, aus historisch und neu: Das Hotel „Villa Prinzhorn“ in Diepholz soll nicht in eine stilistische „Schublade“ gesteckt werden, meint Sven Lehnhoff. Er leitet das neue Hotel mit Bar und Restaurant gemeinsam mit Carolin Diekmann. Beide waren bislang in den „Ratsstuben“ in Rehden tätig.

Inoffiziell und zunächst mit geschlossenen Gruppen soll der Betrieb am Freitag starten. „Zunächst testweise, um die Abläufe zu optimieren“, erklärt Sven Lehnhoff, der gelernter Koch ist, aus dem Raum Cloppenburg kommt und nach eigenen Angaben mehr als 20 Jahre Gastronomieerfahrung hat. Im Verlauf des Monats Mai soll es dann eine offizielle Eröffnung geben.

Der Neubau an der Ecke Prinzhornstraße/Bahnhofstraße ist fast fertig. Etwas Dekoration und das Mobiliar für die Terrasse unter der alten Kastanie an der Straßenecke fehlen noch.

Die Hotelgäste nutzen die historische Tür der „Villa Prinzhorn“ an der Bahnhofstraße. In der 1899 gebauten Villa sind drei Hotelzimmer entstanden sowie im Erdgeschoss außer der Rezeption ein Tagungsraum mit moderner Technik für bis zu 20 Personen.

Im Restaurant- und Bar-Bereich des Hotels „Villa Prinzhorn“: Restaurantleiterin Anika Schäfer.

24 weitere Hotelzimmer mit hochwertiger Ausstattung gibt es im an die Villa angebauten Neubau – auf drei Etagen verteilt. Eines der Zimmer ist komplett barrierefrei.

Auf eine Sterne-Kategorie des Hotels „Villa Prinzhorn“ verzichtet die „Ratsstuben GmbH“ als Betreiberin. „Auch da möchten wir in keine Schublade gepresst werden“, sagt Lehnhoff. E

in Einzelzimmer mit Frühstück koste nach erster Kalkulation ab 89 Euro pro Nacht – bei direkter Buchung (Tel. 05441/995150). Der Internetauftritt soll erst im Verlauf des Probebetriebs freigeschaltet werden.

Im Hochbeet am Grundstücksrand soll noch ein Kräutergarten entstehen, aus dem sich die Küche bedienen kann.

„Wir wollen leichte frische Gerichte bieten“, erklärt Sven Lehnhoff. Er setzt auf eine Basiskarte – von Salaten über Burger bis Steaks und Fisch – und auf viele wechselnde Angebote, die auf einer extra großen Tafel im Restaurant stehen. „Wir tasten uns an das heran, was die Gäste möchten“, blickt er in die Zukunft – und setzt dabei auf viel Hausgemachtes.

Und der 40-Jährige betont: Auch wer nur etwas trinken möchte, sei willkommen.

Das Restaurant mit Hotelbar ist durch einen separaten Eingang mit Glastüren von der Prinzhornstraße aus erreichbar.

Beim Betrieb setzt das Hotel auf Nachhaltigkeit. Verwendete Produkte kommen – sofern möglich – aus der Region. Das Toilettenpapier stammt von einem Hersteller, der soziale Projekte fördert. Der Restaurant- und Bar-Bereich des neuen Diepholzer Hotels hat etwa 60 Plätze, die Terrasse etwa 40. „Ein Raum für Kommunikation“ ist laut Sven Lehnhoff das Grundkonzept des Hotels „Villa Prinzhorn“.

Von den ersten Plänen bis zur jetzigen Fertigstellung hatte es mehr als fünf Jahre gedauert. Immer wieder lag der Bau brach – aus unterschiedlichen Gründen. Die Stadt Diepholz hatte den Bau des Hotels durch den Rehdener Investor Friedrich Schilling unterstützt und unter anderem die Bushaltestelle an der Prinzhornstraße um einige Meter verlegt.

„Was lange währt, wird endlich gut“, meint Sven Lehnhoff. Im Mai können sich die Gäste selbst ein Urteil bilden.

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