Hildegard Landgraf schuf 1952 das „Markenzeichen“ der Graf-Friedrich-Schule

Die Grundform ziert noch heute den Briefkopf

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Das Schullogo in seinen Variationen: Links im Sammelsurium des bearbeiteten GFS-Emblems ist das original gelb-blaue Stoffwebzeichen nach dem Entwurf der 15-jährigen Hildegard Körner zu sehen.

Diepholz - „Ja, damals“ – so beginnen sie oft, die Geschichten von früher. Und es ergibt sich nicht selten aus einer Erinnerung gleich die nächste. Das war auch jüngst beim Gespräch im Diepholzer Tuchmacher-Haus mit der Malschülerin Hildegard Landgraf (geb. Körner) festzustellen, die dort ausstellt. Dabei kam nämlich heraus, dass sie, fünfzehnjährig, 1952 an dem Wettbewerb in der Graf-Friedrich-Schule teilnahm, mit dem der damalige Direktor Heinrich Müller-Hartmut und das Kollegium von den Schülern ein Emblem für das Diepholzer Gymnasium entwerfen ließ.

Zu ihrer eigenen Überraschung wurde ihr Entwurf als der beste auserkoren, um in Folge als Webabzeichen die Turnhemden, die Schülerausweise und den Briefkopf der Schule zu kennzeichnen. Auch gab es davon ein großes Metallabzeichen.

Es waren die drei Buchstaben „GFS“, recht zackig, aber auffällig eingefügt in ein auf den Kopf gestelltes Dreieck. Das gelb-blaue Stoffzeichen musste auf die Turnhemden genäht werden. Sehr beliebt war das nicht, aber Müller-Hartmut ließ zumindest einmal alle Schüler bei einem Schulfest so bekleidet durch die Stadt bis zum Freibad und zurückziehen. Daran erinnert sich der ehemalige Lehrer Hasso Apitz noch ganz genau.

Ab 1960 wurde von dieser „Mode“ immer mehr Abstand genommen. Dass es jetzt nur noch einige ganz wenige dieser Stoffabzeichen gibt, muss das Schularchiv auf Trab bringen. Hildegard Landgraf besitzt keines, aber Hasso Apitz, der auch einen selbst gemachten Schulwimpel aus einer seiner Klassen aufgehoben hat.

Die Schule blieb diesem Zeichen in der Grundform bis heute treu. Seit dem Schuljahr 2009/2010 wurde es modifiziert, die Buchstaben wurden gefälliger und stoßen das nun gespitzte Dreieck durch. Im rechten Schenkel ist „Diepholz“ eingefügt. Wiederzufinden ist es auf den heutigen Schülerausweisen, im Briefkopf der Schule und auf und im jeweiligen Jahresbericht. Zur Ankündigung und für besondere Veranstaltungen lädt das Emblem in einen Quadrat mit zehn farbigen Kästen ein.

Kunstlehrer Matthias Stock malte mit Schülern um 1993 das Emblem an die Wand im Schulfoyer und arbeitete dabei alle Länderflaggen in Puzzleform der Schüler von außerhalb als Zeichen der Zusammengehörigkeit und Verbundenheit ein. Sehr wegweisend, betrachtet man die Entwicklung der Schule zur Europaschule und die Tatsache, sich aktuell Schülern aus Flüchtlingskreisen zu öffnen.

hb

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