Liebe in Holz geflossen

Hella Heigel zeigt ungewöhnliche Ausstellung im Tuchmacher-Haus

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Karin Sander (links) bei der Vernissage im Tuchmacher- Haus mit der Künstlerin Hella Heigel (rechts) sowie Ariane Meyer (2. von links) und Karin Renzelmann.

Diepholz - Wenn die „Tuchmacher“ sonst ihre Galerieräume an der Lohnstraße 2 in Diepholz betreten, empfangen sie meist farbenprächtige Gemälde an den Wänden. Dieses Mal war es ganz anders. Und das zur Veranstaltungswoche „Kunst in der City“.

Helga Heigel aus Aurich stellt zum ersten Mal im Tuchmacher-Haus aus. Karin Sander vom Verein „Kultur im Tuchmacher-Haus“ stellte sie vor: „Es gab unterschiedliche Phasen in Hella Heigels Berufsleben. Sie alle spiegeln sich in ihren Werken wider. Weiße Tücher umhüllen die Tische, damit die jeweiligen Werke voll zur Geltung kommen. – auf Tischen, denn es sind bis auf die Exponate im Flur alles Dinge, die den Besucher zum Ausprobieren, Berühren und zum Bestaunen locken“, so Karin Sander.

„Meine Liebe verweilt in diesem Holz“

Die ehemalige Waldorfschülerin Helga Heigel machte eine Drechslerlehre und entwickelte daraus die Liebe, Holz in kreativer Drechselarbeit zu Kunstwerken zu verarbeiten. Schon bald bezog sie andere Materialien mit ein, sei es aus Australien, Spanien oder dem eigenen Garten. Wie zum Beispiel ein Engel, der aus einem Goldregenstamm hergestellt wurde. Oder auch die Schneckenhäuser, die zu sie zu Kettenanhängen verarbeitet hat. Diese hat ihre Schwägerin auf Bali gesammelt. Helga Heigel drechselt Füllfederhalter, Liebespüppchen, Dosen, Schüsselanhänger und Schalen. 

Ihre Kreise sind für alle Altersgruppen, und für die Kleinen hat sie ein extra Griff entwickelt. Engel jeder Größe beherrschen die Ausstellung. Karin Sander: „Überhaupt hat alles eine Seele, eine positive Ausstrahlung, weil sie mit Liebe und Freude entstanden sind. Sei es ein strahlender Engel, eine bunte Schale, ein schützendes Gefäß, ein zartes Schmuckstück, es ist alles im Herzen einer kleinen Werkstatt im Herzen Ostfrieslands hergestellt.“

Karin Sander schloss mit einem Zitat der Künstlerin: „Meine Liebe fließt in dieses Holz, und sie verweilt dort. Sie geht an denjenigen, der sich das Objekt aneignet.“

Aneignen dürfen sich die Tuchmacher auch die Objekte aus der Werkstatt der Ausstellung „Second Rose“ von Ariane Meyer gemeinsam mit Brigitte Sittnick und Karin Renzelmann aus Barenburg. „Sie können hier die Zeitung lesen“, allerdings sehr ungewöhnlich gedreht.

Zur Ausstellung in der Woche „Kunst in der City“ laden die „Tuchmacher“ herzlich ein. Sonderöffnungstag ist Freitag, 14 bis 18 Uhr.

Jeder Besucher kann auf seiner Kunstreise durch die Innenstadt Platz nehmen in der Klönstube des Tuchmacher-Hauses an der Lohnstraße 2 und bei Kaffee und Kuchen all das Schöne der Stadt „verdauen“.

hb

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