Im Alter von 63 Jahren gestorben

Nachruf für Hans-Ulrich Püschel: „Er war immer da“

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Hans-Ulrich Püschel hat sich in jedem Moment mit ganzer Kraft der Gemeinschaft gewidmet.

Diepholz – Hans-Ulrich Püschel ist tot. Nach kurzer, aber schwerer Krankheit ist der vierfache Vater am Mittwoch im Alter von 63 Jahren überraschend gestorben. Püschel ist viele Jahrzehnte lang das Gesicht der Christlich Demokratischen Union im Landkreis Diepholz gewesen. In dieser Position wird er kaum zu ersetzen sein, ist sich Axel Knoerig, CDU-Kreisvorsitzender, sicher.

Weggefährten beschreiben Hans-Ulrich Püschel als aufopferungsvoll und freundlich. Gesellig sei er gewesen und damit immer gerne gesehen bei der Partei wie auch beim Schützenverein Diepholz von 1953.

Püschels große private Leidenschaft war Werder Bremen, erzählt Volker Meyer stellvertretender Kreisvorsitzender, aber der Mittelpunkt, das war die Politik: „Das Hobby war die Arbeit bei ihm“, blickt er auf fünf gemeinsame Jahrzehnte zurück. Das Christdemokratische sei der Fixpunkt von Püschels Persönlichkeit gewesen, beschreibt auch Karl-Heinz Klare, ehemaliger Landtags-Vizepräsident, seinen Parteikollegen. „Ich glaube, er konnte nicht ohne die Partei. Er war eigentlich seit seinem 15. Lebensjahr Geschäftsführer der CDU im Landkreis“, erinnert er sich. „Damals bin ich nach Diepholz gekommen und war bei Walter Link. Da hat Uli schon Briefe für ihn geschrieben und alle Arbeiten gemacht. Er hatte das Amt zu diesem Zeitpunkt natürlich nicht inne, aber er hat es ausgeübt.“

Seiner Partei stand Hans-Ulrich Püschel seit 1973, noch bevor er überhaupt ein Kreistagsmandat errungen hatte, als Fraktionsgeschäftsführer vor. Zusätzlich hat er während seiner Karriere die Aufgaben als Fraktions- und Kreistagsvorsitzender angenommen. Und ein Jugendausschuss ohne „diese Persönlichkeit“ (Klare) ist kaum denkbar. Weder auf Kreis, noch auf Stadtebene. Denn zuhause, das war Hans-Ulrich Püschel in Diepholz. Dort saß er seit 1981 ununterbrochen im Stadtrat. Im Jahr 2011 wurde er stellvertretender Bürgermeister. „Da war er sehr stolz drauf“, fügt Klare an.

1977, im Alter von 22 Jahren, hat Hans-Ulrich Püschel die Bühne betreten, die er bis zuletzt geprägt hat: den Kreistag. Mit nur einer Ausnahme (1996-2001) hat er sich in diesem Gremium durchgehend engagiert und keiner Aufgabe verwehrt. „Er war ein unheimlich fleißiger Mensch“, erzählt Karl-Heinz Klare. „Er war mein Mitarbeiter, als ich Abgeordneter war. Wenn man ihn um etwas gebeten hat, hat er das gemacht. Wenn man ihn um fünf Uhr morgens angerufen hat, ist er aufgestanden und hat es gemacht. Er war immer da.“ Diese Seite Hans-Ulrich Püschels hat auch Axel Knoerig immer geschätzt: „Ich persönlich verliere einen guten Freund und langjährigen Weggefährten, auf dessen Rat und Unterstützung ich stets zählen konnte.“

Mit Hans-Ulrich Püschel ist ein Freund, Kollege und Politiker der Gesellschaft verloren gegangen, der „immer den Menschen in den Mittelpunkt gestellt hat“, betont Volker Meyer, „eine total verlässliche Person, der man zu 100 Prozent vertrauen konnte“. 

ml

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