Entlassungsfeier der Graf-Friedrich-Schule

Gute Stimmung nicht nur durch die „Abi-Band“

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Die Abiturienten der Diepholzer Graf-Friedrich-Schule 2018.

Diepholz - Genau wie die anderen Abiturienten des Diepholzer Gymnasiums Graf-Friedrich-Schule (GFS) werden auch die Mitglieder der „Abi-Band“ auseinandergehen und in verschiedenen Orten und Bereichen ihr berufliches Glück suchen. So bleibt diese Band wohl nicht bestehen.

Bei der Entlassungsfeier der GFS trugen die acht talentierten Mitglieder maßgeblich zur guten Stimmung bei. Auch die Ansprache von GFS-Leiter Lars Buse beeindruckte – mit einer Mischung aus Ernsthaftigkeit, Humor und etwas Kritik am „Abi-Gag“.

Die stellvertretende Schulleiterin Uta Wielage, die die GFS in Richtung Osnabrück verlassen wird, begrüßte die Gäste – neben den Abiturienten und deren Angehörigen unter anderem den Bundestagsabgeordneten Axel Knoerig, den Landtagsabgeordneten Marcel Scharrelmann, aktuelle und ehemalige Lehrer sowie die früheren GFS-Chefs Werner Zeeb und Hartmut Schmidt.

Für den Landkreis Diepholz als Schulträger gratulierte stellvertretender Landrat Heiner Richmann bei der Feier am Samstagvormittag im Diepholzer Theater den 78 GFS-Abiturienten, die nun „hervorragende Startmöglichkeiten haben“.

Nach dem Grußwort der Schulelternratsvorsitzenden Natalie Biche spielte Abiturientin Isabella Wistuba am Flügel „Fantaisie-Impromptu“ von Frederic Chopin. Viel Beifall war der Musikerin mit großem Talent gewiss.

Den Preis der Stadt Diepholz für besonderes Engagement überreichte Bürgermeister Florian Marré (links) an die GFS-Abiturienten Sebastian Fock und Lisa-Marie Voss.

Lars Buse machte in seiner Rede das diesjährige Abitur-Motto zum Thema: „FSK Ab(i) 18 – endlich freigegeben“. Erblickte 18 Jahre zurück: Damals kam der USB-Stick auf den Markt („45 Euro für acht Gigabyte“) und man telefonierte mobil mit dem Nokia 3310. Er nannte dann Möglichkeiten für die Ex-Schüler in der jetzt gewonnenen Freiheit und gab den Abiturienten den Rat: „Sucht in Ruhe und trotzdem mutig euren Weg!“ Sie mögen aber die Anderen nicht vergessen, die mit ihnen oder auf anderen Wegen unterwegs sind: „Frei sein bedeutet nämlich nicht, keinen Zwängen zu unterliegen.“ Ich-bezogenes Denken werde immer nur kurzzeitig zu Glück und Zufriedenheit führen.

Im ersten Teil seiner Rede hatte Lars Buse humorvoll aber deutlich einen Teil des „Abi-Gags“ kritisiert. Abiturienten hatten den Lehrer-Eingang mit einem großen Bild geschmückt, das ein weibliches Gesäß zeigte. Lehrer, die in die GFS wollten, mussten durch das Vorhang-ähnliche, unten geschlitzte Werk gehen, auf dem zu lesen war: „8 Jahre sind wir ihnen in den Ar**h gekrochen. Jetzt sind Sie dran!“ Nach einer humorvoll verpackten Kritik sagte Buse klar an die Abiturienten gerichtet: „Wir wollen keine A...kriecher, wir wollen sie an der Schule nicht und wir brauchen sie in der Welt nicht. Und ihr seid in meinen Augen auch keine.“

Florian Marré hatte vor zwölf Jahren schon einmal am Rednerpult einer GFS-Entlassungsfeier im Theater gestanden: Damals als Schülersprecher. Jetzt ist er Bürgermeister und überbrachte die Grüße der Stadt Diepholz.

Die Abschiedsworte der Abiturienten, verbunden mit viel Dank und Präsenten, sprachen Thorben Meyer, Elisabeth Tonewizki und Elisa Ufferfilge.

Nach der feierlichen Übergabe der Zeugnisse, die einen Gesamtnotendurchschnitt von 2,53 haben (die Namen der Abiturienten und der besten GFS-Absolventen haben wir schon veröffentlicht), gab es Ehrungen.

Den Preis der Stadt Diepholz für besonderes Engagement überreichte Bürgermeister Florian Marré an Sebastian Fock und Lisa-Marie Voss. Beide sind seit Beginn ihrer Zeit an der GFS in der Schülervertretung und bei Aktionen des Gymnasiums engagiert.

Für das beste Zeugnis (1,0) bekam Eva Happ den Preis der Kreissparkasse.

Für besonderes Engagement im Bereich Politik zeichneten die Gesellschaft für Sicherheitspolitik und die Graf-Friedrich-Schule die Organisatoren der Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl 2017 aus: Sebastian Fock, Eva Happ, Niklas Hohnstedt, Noah Scheller und Isabella Wistuba.

Auszeichnungen für besondere Leistungen gingen an Noah Scheller (Mathematik), Jolanda Lekon, Tjorben Meyer, Lukas Schranz, Felix Brüggemann und Bjarne Schöttler (Physik), Eva Happ (Chemie), Pascal Paul und Celine Unterkötter (Kunst), Mareike Müller (evangelische Religion und Französisch).

Mit dem Song „Geile Zeit“ von „Juli“ schloss die Abi-Band die gelungene Feier. Großen Applaus bekamen dafür die acht GFS-Musiker Luka Bömermann (Keyboard), Maria Koop-Meyer (Gesang), Tjorben Meyer (Keyboard), Eike Müller (Schlagzeug), Noah Scheller (Gitarre), Bjarne Schöttler (Bass), Elisabeth Tonewizki (Gesang) und Isabella Wistuba (Keyboard/Klavier).

ej

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