53 Erlaubnisse für Feldberegnung

Grundwasser erholt sich im Kreis Diepholz trotz verregnetem Sommer nicht

Stephan Maaß erläutert im Fachausschuss, wie der neuen digitale Wasserzähler funktioniert.
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Stephan Maaß erläutert im Fachausschuss, wie der neuen digitale Wasserzähler funktioniert.

Auch nach den vergangenen regennassen Monaten gibt es bei der Sorge um das Wasser keine Entwarnung: „Der Sommer war zwar regnerisch, aber das hat nicht zur Erholung des Grundwassers geführt“, erläuterte Stephan Maaß als Leiter des Landkreis-Fachdienstes Umwelt und Straße im Kreisentwicklungsausschuss. Noch gibt es keine Zahlen, denn das Land berechne die Grundwasserstände zurzeit neu.

Landkreis  Diepholz – Mit einem Ergebnis sei Ende des Jahres zu rechnen, erfuhren die Sitzungsteilnehmer. Aber genauso: „Wir gehen davon aus, dass weniger Menge zur Verfügung steht als angenommen“, so Stephan Maaß. Deshalb hat sich der Landkreis dazu entschlossen, die Genehmigungen für Feldberegnungen nur noch für fünf Jahre zu erteilen. Bisher waren es 20 Jahre gewesen.

Für Feldberegnung dürfen im Landkreis Diepholz 1,85 Millionen Kubikmeter Wasser entnommen werden

Eine solche Verkürzung würden auch viele andere Landkreise vornehmen, erläuterte der Fachdienstleiter. Er hatte zuvor berichtet, dass die Kreisverwaltung allein in diesem Jahr 53 Erlaubnisse für die Feldberegnung erteilt hatte – mit insgesamt 1,85 Millionen Kubikmeter Wasser. Verbrauch so effizient wie möglich zu gestalten, startet im Landkreis das Pilotprojekt der digitalen Wasserzähler (wir berichteten). Das Landwirtschaftsministerium fördert diesen Feldversuch mit 29 000 Euro.

30 speziell entwickelte Geräte sind dabei im Einsatz – digitale Wasserzähler, die es in dieser Form am Markt noch gar nicht gibt: Eine Smartbox wandelt die Daten des herkömmlichen Zählers digital um. Sowohl der Landkreis als auch die beteiligten Landwirte können die Daten ablesen. Wie das technisch funktioniert, erläuterte Stephan Maaß den Sitzungsteilnehmern in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Barrien.

Ulrich Helms kritisiert Versorgung Bremens mit Wasser aus dem Kreis Diepholz

Trotzdem ging Ulrich Helms (FWG) mit der Kreisverwaltung hart ins Gericht – und hielt es für absolut nicht hinnehmbar, wenn allein 15 Millionen Kubikmeter Wasser aus dem Landkreis Diepholz in die Versorgung der Hansestadt Bremen flössen – und nun aber die Landwirte angeschrieben würden, dass sich für sie die Frist verkürzt.

Elmar Könemund leitet zum letzten Mal eine Sitzung des Kreisentwicklungsausschusses.

Helms fühlte sich bei dieser Entscheidung übergangen und erinnerte an eine Verwaltungsanweisung des Landes: „Ich bezweifle, dass sich der Landkreis darüber hinwegsetzen kann.“ Kreisrat Jens Hermann Kleine will die Rechtmäßigkeit der Fristverkürzung im Ministerium prüfen lassen und dem Ausschuss das Ergebnis zur Kenntnis geben. Jürgen Borchers (SPD) mahnte Ulrich Helms zur Mäßigung: „Wir sind hier nicht im Gericht.“

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