Diepholzer pflanzen in Bürgerwäldern in 29 Jahren mehr als 1000 Bäume

Grüne Lunge der Stadt Diepholz wächst

Gemeinsame Pflanzaktion am Baggersee: 68 neue Bäume sollen unweit des Industriegebiets „Kielweg“ zu einem Bürgerwald heranwachsen.
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Gemeinsame Pflanzaktion am Baggersee: 68 neue Bäume sollen unweit des Industriegebiets „Kielweg“ zu einem Bürgerwald heranwachsen.

Diepholz – Nach der Pflanzaktion ist vor der Pflanzaktion. So beschreibt Andreas Hehmann, Leiter der Abteilung Tiefbau und Grünflächen der Stadt Diepholz und „Grün-Experte“, die in Planung befindliche nächste Pflanzaktion in der Stadt. Da ist die jüngste Aktion am Baggersee kaum beendet.

Auf der rund 2000 Quadratmeter großen Fläche westlich des Diepholzer Baggersees am Regenrückhaltebecken in der Nähe des Industriegebietes „Kielweg“ stehen jetzt 68 neue Bäume: Alle mit einem Gießring, Stützen und Gießsack versehen und mit einer Blühmischung mit dem blumigen Namen „Insektenparadies“ verziert. Zum Event und zur Urkundenverleihung waren die Bürger und Institutionen, die einen Baum bei der Stadt gekauft hatten, zum Pflanzen und „Begießen“ zusammengekommen.

Von den 68 klimaresistenten Bäumen der Arten Esskastanie, Hainbuche, Traubeneiche und Feldahorn waren 42 an 74 Teilnehmer verkauft worden. „20 Bäume können im nächsten Jahr an Interessierte noch vergeben werden“, erläutert Hehmann.

Damit haben die Diepholzer in den 29 Jahren, seit der erste Bürgerwald – damals als „Hochzeitswald“ – an der Strothestraße im Osten der Stadt entstand, 1068 Bäume gepflanzt. So konnten Ausgleichsflächen für Versiegelung geschaffen werden. Nächstes Jahr sei die Bepflanzung eines 30 Meter langen Streifens an der Moorstraße geplant, berichtet Hehmann.

Auf der Fläche am Diepholzer Baggersee stehen jetzt die Baumarten, die Fachleute als die bezeichnen, die sich dem veränderten Klima anpassen. „Die Klimazonen verschieben sich, und von Birken sind wir zum Beispiel ganz abgegangen“, so der Grün-Experte Hehmann.

Die Pflanzenden haben unterschiedlichste Triebfedern, einen oder häufig auch mehrere Bäume zu pflanzen. Da ist zum Beispiel Niels Cordes, der aus keinem besonderen Anlass zwei Bäume am Baggersee pflanzt und sich zwei weitere für nächstes Jahr hat reservieren lassen. Aleksandra und Günther König mit Tochter Maike und Schwiegersohn Denis Nicolaus pflanzen zur Geburt der jetzt knapp einjährigen Enkelin Emilia. Hildegard Diers benennt als Grund: Klima- und Umweltschutz und kauft zwei Esskastanien.

Geröstete Esskastanien, die Maronen, wünscht sich Melanie Marré irgendwann und möchte sie am liebsten unter dem Baum essen. Bürgermeister Florian Marré und seine Frau pflanzten die Esskastanie für das neue Familienmitglied Hund „Milka“. Der buddelt fleißig Löcher am Gießwall.

Weitere beliebte Gründe sind runde Geburts- oder Hochzeitstage, Jubiläen, Verabschiedungen oder Gründung eines Unternehmens.

Bürgermeister Florian Marré (rechts) überreichte die Urkunden an die Pflanzer.

Drei Bäume fallen besonders auf: Es sind Amberbäume, die bereits ihre typische schillernde „Indian Summer Färbung“ annehmen. Sabine und Martin Müller haben sie gepflanzt, weil sie die Verwandten in den USA (Texas und Kalifornien) wegen Corona nicht besuchen konnten. „Wir haben ihnen aber ein Buddel-Video geschickt“, erzählt Martin Müller.

Bürgermeister Marré schreitet durch die Baumreihen und übergibt den Pflanzern die Urkunden. „Hier entsteht wieder ein Stück grüne Lunge der Stadt.“ Das Gießen übernimmt die Stadt Diepholz. „Mit den praktischen Wassersäcken sickert das Wasser punktgenau und langsam an die Wurzeln“, kommentiert Hehmann.

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