Großmarkt: Landessuperintendentin Dr. Birgit Klostermeier beim Gottesdienst

„Gott ist wie ein Haltebügel in der Achterbahn“

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Landessuperintendentin Dr. Birgit Klostermeier (links) gestern beim Visitationsgottesdienst im Autoscooter der Familie Schneider auf dem Diepholzer Großmarkt.

Diepholz - Was vor zehn Jahren im Gottesdienst auf dem Autoscooter der Familie Schneider begann, erfuhr gestern einen Höhepunkt: Beim Großmarktgottesdienst aller drei Diepholzer Kirchengemeinden eröffnete Landessuperintendentin Dr. Birgit Klostermeier ihre alle sechs Jahre vorgeschriebene Visitation des Kirchenkreises Grafschaft Diepholz.

Erstmals als Solisten im Posaunenchor dabei: (v. l.) Michelle, Klara, Rosa und Sophie.

Diesen Ort hatte sich Klostermeier für ihre große öffentliche Begegnung mit der Gemeinde gewünscht. Gut 230 Gemeindeglieder, unter ihnen auch Schausteller, hatten auf Bänken und in Autoscooter-Fahrzeugen unter dem bunten Zeltdach Platz genommen und waren schon sehr gespannt, was sie erwarten würde.

In der Begrüßung stellte Birgit Klostermeier ihren Auftrag vor. Es ginge darum, Überlegungen und Fragen zu klären: „Wie geht es Euch als dem Kirchenkreis oder der Gemeinde? Was läuft rund? Was kommt einem merkwürdig vor? Was passt irgendwie nicht und warum nicht? Wo geht es hin?“ Dazu Stellung nehmen konnten die Besucher ganz persönlich, wenn sie hinterher beim Mittagessen auf Einladung der Gemeinde die Chance nutzten, mit der Landessuperintendentin – Regionalbischöfin für den Sprengel Osnabrück – ins Gespräch zu kommen. Das taten einige, wobei auch die Sorgen um den Fortbestand der Diepholzer Klinik erläutert wurden.

Intensiv und persönlich werden in den folgenden zwei Visitations-Wochen die Hauptamtlichen, die Ehrenamtlichen in den Kirchenvorständen und jugendliche Mitarbeiter angesprochen.

Für den harten Kern der Posaunenchorspieler unter Leitung von Meike Voss-Harzmeier war der Großmarkt kein neues Spiel, nur für ihre jüngsten Bläserinnen als Solistenquartett mit Sophie, Rosa, Michelle und Klara.

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Als jüngste Predigerin auf dem Großmarkt seit 1988, trat Alena Kuhlmann im Dialog mit Pastor Lutz Korn vor das Mikrofon. Beide fachsimpelten über Fahrgeschäfte und hier über die Fahrt in einer Achterbahn, die viele Vergleiche mit dem täglichen Leben zulässt. „Was ist“, fragte Korn Alena, „wenn ich beim Kopfüber Orientierung und Halt verliere?“ Alena wusste eine Antwort: „Gott ist dann in dieser Achterbahn wie ein Haltebügel, denn im Psalm 139 heißt es: Von allen Seiten umgibst du mich, Herr, und hältst deine Hand über mich.“

Das Gebet der Schausteller sprach erstmals aus der Familie Schneider die älteste Enkelin Christina.

Der Landessuperintendentin konnte noch eine Großmarktplakette als Andenken an den Diepholzer Visitations-Auftakt überreicht werden. hb

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