Ortsfeuerwehr zieht Bilanz

Größte Anschaffung in Heede: Gemeinschaftszelt

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Stadtbrandmeister Frank Schötz (2.v.r.) und Ortsbrandmeister Wolfgang Kirchhoff (l.) durften einer ganzen Reihe von Geehrten und Beförderten Mitgliedern der Ortsfeuerwehr Heede gratulieren.

Heede - Als erste der vier Diepholzer Ortsfeuerwehren zog traditionell die aus Heede ihre Jahresbilanz. Insgesamt 34 Einsätze hatte sie 2017 zu bewältigen, davon elf Brandeinsätze, zwei technische Hilfeleistungen nach Sturmlage und 21 Brandsicherheitswachen.

Das geht aus den Zahlen hervor, die der stellvertretende Ortsbrandmeister Niels Oke Haase vorbereitet hatte. Die Aktiven bildeten sich im vergangenen Jahr bei 24 Lehrgängen weiter, „zu Hause“ in Heede gab es 21 Mal Dienst nach Dienstplan. Insgesamt, so Haase, seien im Berichtszeitraum 3 263 Dienststunden geleistet worden bei Einsätzen, Ausbildung, Wettbewerben und sonstigen Aufgaben wie Tagungen. Dies bedeutet eine Steigerung um 16,5 Prozent. 

Darin sind die beim Kreiszeltlager in Aschen zusätzlich erbrachten Arbeitsstunden noch nicht eingerechnet. „Dienstsieger 2017“ wurden Ralf Krüger und Nico Meine, die bei keinem Dienst gefehlt hatten. Die Wettbewerbsgruppe musste im vergangenen Jahr den Abstieg aus der A-Gruppe hinnehmen, „aber die Gruppe hat Potenzial“, war sich Haase sicher.

Zum Jahresende hatte die Heeder Ortsfeuerwehr 37 aktive Mitglieder, 13 davon sind Atmeschutzgeräteträger. 13 Kameraden bilden die Altersabteilung und 34 Mitglieder sind in der Jugendfeuerwehr. Hinzu kommen 32 fördernde Mitglieder.

Personalstärke noch ausreichend

Was das Personal betrifft, so hatte Haase die Personalstärke unter einem anderen Gesichtspunkt beleuchtet – der Tagesverfügbarkeit zwischen 7 und 17 Uhr. Diese berücksichtigt, dass Schichtarbeit, Schule und Arbeitsstellen außerhalb der Stadt die Stärke beeinflussen. 

In Heede komme man rechnerisch auf eine Tagesalarmstärke von 14 Kräften. Im Zugverband mit Sankt Hülfe, der bei Gebäudebränden zum Tragen kommt, betrage die rechnerische Einsatzstärke etwa 25 bis 30 Einsatzkräfte. „Damit sind wir noch relativ gut aufgestellt“, meinte Haase, auch wenn es sich um rechnerische Werte handelt und es sein könne, dass man mit weniger Einsatzkräften ausrücken müsse.

Die Ausrüstung hat sich im vergangenen Jahr kaum verändert, größte Anschaffung war ein neues Gemeinschaftszelt für die Jugendfeuerwehr, da das alte 2016 vom Sturm zerstört worden war. Neben Orts- und Jugendfeuerwehr hatte sich auch der Feuerwehrförderverein daran beteiligt.

Das neue Zelt als großer Ausgabeposten schmälerte den Kassenbestand ein wenig, wie Kassenwart Uwe Ripking berichtete. Die Kassenprüfer hatten gegen das Rechenwerk keine Einwände.

Den Bericht aus dem Bereich der Jugendfeuerwehr hielt Stefanie Palt, den Jahresbericht der Kinderfeuerwehr, in der zur Zeit 15 Jungen und Mädchen mitwirken, hatte Melanie Mattfeld vorbereitet.

Eingangs hatte Ortsbrandmeister Wolfgang Kirchhoff etwa 50 Gäste im Gerätehaus begrüßt, darunter den stellvertretenden Bürgermeister Hans-Ulrich Püschel und weitere fünf Stadtratsmitglieder sowie Kreis-Fachdienstleiter (und möglicher Bürgermeisterkandidat) Detlef Tänzer.

In Grußworten dankten Hans-Ulrich Püschel, Heinrich Buck für den Feuerwehr-Förderverein und Ortsvorsteher Ralf Müller für den ehrenamtlichen Einsatz der Wehrleute.

Kreiszeltlager ein tolles Erlebnis

Kirchhoff lenkte den Blick noch auf das Kreiszeltlager in Aschen, bei dem auch 50 Personen aus Heede unter den Helfern waren und dabei etwa 1 200 Stunden leisteten. Aber das war es nicht allein: „Es war ein unvergessliches Erlebnis.“ Er lobte die gute Stimmung unter den Helfern und die Zusammenarbeit.

Aschens Ortsvorsteher Wilhelm Paradiek gab den Dank zurück und fügte augenzwinkernd hinzu: „Wenn Ihr mal die Idee habt, ein Kreiszeltlager in Heede zu veranstalten – unsere Hilfe ist Euch gewiss.“

sr

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