Für ein hygienisches Shoppen

Gerät zum Desinfizieren von Einkaufswagen

Wie „kinderleicht“ die Handhabung des Gerätes zur Desinfektion der Einkaufswagen ist, demonstriert hier Markus Gäbelein. Der Wagen wird einfach durch das Gerät geschoben.
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Wie „kinderleicht“ die Handhabung des Gerätes zur Desinfektion der Einkaufswagen ist, demonstriert hier Markus Gäbelein. Der Wagen wird einfach durch das Gerät geschoben.

Diepholz – Wenn es um die Übertragung von Viren, Keimen und Bakterien geht, ist der Einkaufswagen ein möglicher Gefahrenherd. Auf dem Griff sammeln sich Krankheitserreger und gehen von Hand zu Hand über. Um dem entgegenzuwirken hat der Diepholzer Markus Gäbelein gemeinsam mit einem Geschäftspartner aus dem Sauerland ein Gerät zur Desinfektion von Einkaufswagen entwickelt.

„Das Thema mit den kontaminierten Einkaufswagen nimmt gerade jetzt angesichts der steigenden Corona- Infektionen wieder richtig Fahrt auf, da die Grippezeit auch schon wieder vor der Tür steht“, so Gäbelein. „Und nicht nur beim Thema Corona ist es wichtig, saubere und keimfreie Einkaufswagen zur Verfügung zu stellen. So hat der Kunde eine Sorge weniger und kann entspannt die Zeit in den Märkten genießen.“

Mit dem patentierten EKW-Desi – das Desinfektionsgerät für Einkaufswagen – können Kunden ihren Einkaufswagen in wenigen Sekunden komplett desinfizieren. Mitarbeiter können ganze Einkaufswagenketten durch das Gerät befördern, um alle Kontaktflächen von Viren und Keimen zu befreien. Dies sei das Besondere an dem Gerät, so Gäbelein.

Sensoren an dem Edelstahlgerüst erkennen, wenn ein Einkaufswagen durch das Gerät geschoben wird. In zwei Phasen vernebeln sieben Düsen die Desinfektionsflüssigkeit fein und tragen diese auch unter dem Griff auf. Dieses System ist laut Gäbelein durch ein gebrauchsmustergeschütztes Patent geschützt und somit einzigartig. Auf der Vorderseite des Gerätes ist eine Anleitung in drei Schritten bildlich dargestellt. Auf dem Edelstahlgerüst bieten drei Flächen Platz für Werbung. Das Gerät sei bereits serienmäßig im Verkauf.

Die Idee des EKW-Desi stammt von dem Unternehmen CP FoodTec, das sich auf Hygiene- und Reinigungsmaschinen für die Lebensmittelproduktion spezialisiert hat.

Der Vorteil zu ähnlichen Geräten, die sich bereits auf dem Markt befinden, sei, dass es zu keinem Stau kommt. Andere Geräte zur Desinfektion von Einkaufswagen würden mit einem sich schließenden Tor funktionieren, was mehr Zeit koste.

Sichtlich überzeugt von der Innovation zeigte sich auch der Inhaber des Diepholzer E-Centers Stephan Immega. Allerdings beschäftigte ihn die Kostenfrage. Mit 3950 Euro für das EKW-Desi plus 790 Euro für ein integriertes Handdesinfektionsgerät müsse er sich fragen, ob nicht die herkömmlichen Tücher, die im Eingangsbereich vieler Geschäfte angeboten werden, ausreichen würden: „Am Tag kommen 2 500 bis 3 000 Kunden, von denen aber nicht jeder einen der 300 Einkaufswagen nimmt. Gut ist die Idee allemal, und wir werden auch in Zukunft immer stark für das Thema Hygiene sensibilisiert sein. Die Verantwortung liegt aber weiterhin bei jedem einzelnen Kunden.“ Immega betonte, dass es toll sei, dass das Gerät aus der Region stammt.

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