Ausstellung bei „Kunst in der City“

Fotografin begleitet Gauchos in Uruguay beim einfachen Leben

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Ein junger Gaucho: Eines der Bilder der „Ureinwohner“ Uruguays aus der Reportage von Mirella Frangella.

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Oft werden sie folkloristisch verklärt – wie die Cowboys in Nordamerika. Aber wie leben die südamerikanischen Gauchos heute wirklich? Das wollte Mirella Frangella wissen und fotografisch festhalten. Die Fotografenmeisterin, die in Uruguay geboren wurde und als Kind mit ihren Eltern – dem Fotografen-Ehepaar Hella und Quico Frangella – nach Diepholz kam, reiste dazu in ihr Geburtsland.

Sie begleitete für einen Monat mit der Kamera die Gauchos bei ihrem Leben und ihrer Arbeit als Rinderzüchter in der Pampa.

Nachdem Mirella Frangella im Herbst ihre in Uruguay entstandenen Fotografien sehr erfolgreich in der Galerie „The Ballery“ in Berlin ausgestellt hat, ist ein Teil ihrer Werke unter dem Titel „Gauchos – Die Seele Uruguays“ nun auch in Diepholz zu sehen. Anlässlich der Fördergemeinschafts-Aktion „Kunst in der City“ präsentiert sie von Montag, 18. Juni, bis einschließlich Sonntag, 24. Juni, etwa 30 ausdrucksstarke Gaucho-Portraits im Fotostudio Montevideo an der Langen Straße 38, das sie gemeinsam mit ihrer Mutter betreibt.

Zusätzlich wird dort ein 15-minütiger Dokumentarfilm gezeigt. Diesen hat Mirella Frangella in Uruguay im Rahmen ihres Projektes mit zwei Profis gedreht: „Die Gauchos, die ich fotografiert habe, wurden für den Film interviewt.“

2019 wird außerdem ein Buch mit ihren Gaucho-Bildern im spanischen Verlag Planeta erscheinen.

Fotografin Mirella Frangella.

Mirella Frangella studierte Design mit dem Schwerpunkt Fotografie in Hildesheim und Madrid. Nach einem mehrjährigen Aufenthalt in der Dominikanischen Republik lebt und arbeitet sie seit 2012 als Fotografin für Portraits und Unternehmen abwechselnd in Diepholz und Berlin.

In Uruguay fand die Fotografin nicht mehr den Gaucho, wie er Mitte des 16. Jahrhunderts gelebt hat, dafür aber Menschen, die die Traditionen und Werte der Gauchos beibehalten und sich trotzdem weiter entwickelt haben: „Ich lernte Menschen kennen, deren Lebensweise und Philosophie von Einfachheit und Dankbarkeit geprägt ist und damit im Gegensatz zu der Konsumgesellschaft des Westens steht“, berichtet sie.

Einfach und bodenständig leben

Die Diepholzer Fotografin faszinierten die charismatischen „Ureinwohner“ Uruguays, die ihr Glück nicht in Reichtum und Konsum suchen, sondern einfach und bodenständig leben. Sie portraitierte sie in ihrer persönlichen Umgebung.

Mit ihren Bildern gibt sie dem Betrachter einen Einblick in die Rituale und Traditionen der Gauchos – einer Kultur, die vom Aussterben bedroht ist.

Wie professionell und hoch bewertet das aufwendige Fotoprojekt war, zeigt die Reihe von Sponsoren, die es mit namhaften Beträgen oder technischer Ausrüstung unterstützten – darunter der große Kamerahersteller Canon sowie aus Diepholz beziehungsweise Rehden die Firmen Lebensbaum und Recker Convinience.

Als nächstes großes Projekt plant Mirella Frangella eine Fotoreportage über die Dominikanische Republik.

www.mirellafrangella.com

www.fotomontevideo.com

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