34. Gästeschießen auf dem Fliegerhorst mit rund 220 Teilnehmern

Immer noch ein gewisser Zusammenhalt

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Auf der Treppe des Casinos präsentierten die besten Mannschaften und Einzelschützen voller Stolz die gewonnenen Trophäen. Mit auf dem Foto UHG-Vorsitzender Rico Fumfack und Kommandeur und Standortältester Oberst Olaf Stöcker .

Diepholz - Eine Veranstaltung mit langer Tradition und großer Ausstrahlung: Zum 34. Mal hatte die Unteroffizierheim-Gesellschaft (UHG) am Sonnabend zum Gästeschießen auf den Fliegerhorst Diepholz eingeladen. Die Resonanz war wieder überwältigend: 54 Herren- und neun Damen-Mannschaften waren am Start. Die besten kamen vom Schützenverein Rehden (Herren) und von den Baringer Grenzjägern aus Mühlen im Kreis Vechta (Damen).

Leutnant Andre Hofgärtner (Recklinghausen) von der Fliegerhorststaffel Diepholz war der treffsicherste der 175 Einzelschützen. Bei den 40 Damen dominierte Doris Hülsmann von der BASF aus Lemförde.

Die „Roten Laternen“ nahmen Anke Buck für den Schützenverein Aschen und Pascal Scholz für den Turn- und Sportverein Gümmer von 1923 entgegen. Der Ort liegt übrigens in der Region Hannover.

„Hat viel Spaß gemacht“, konstatierte ein Teilnehmer aus Fladderlohausen im Kreis Vechta, der zum ersten Mal an dieser Veranstaltung teilnahm und mit seiner Meinung nicht allein da stand.

Die Gäste von Nah und Fern fühlten sich auch dieses Mal wieder im Casino ausgesprochen wohl – und wären sicher gerne auch noch nach dem „Zapfenstreich“ geblieben.

Der von Hauptfeldwebel Rico Fumfack angeführte Vorstand der UHG, der die Hauptlast dieses großen Treffens zu tragen hatte, war nach zehn und mehr Stunden platt, aber auch froh, dass der Tag ohne Zwischenfälle und in großer Harmonie abgelaufen war. Da tat auch das dicke Dankeschön von Oberst Olaf Stöcker, dem Kommandeur des Waffensystemunterstützungszentrums (WaSysUstgZ) 2 und Standortältesten, nach diesem schweißtreibenden Kraftakt ausgesprochen wohl. Die UHG-Verantwortlichen anerkannten auch, dass der Offizier sich die Zeit genommen hatte, sowohl die Begrüßung um acht Uhr als auch die Siegerehrung am Nachmittag vorzunehmen.

Oberst Stöcker stellte sich kurz vor. Er sei nun schon seit fast einem Jahr Kommandeur des WaSysUstgZ 2 und Standortältester in Diepholz, habe dennoch bisher nicht alle traditionellen Veranstaltungen am Standort miterleben dürfen. So sei das 34. Gästeschießen, über das ihm im Vorfeld viel Positives zugetragen worden sei, eine weitere Premiere für ihn.

„Wir haben heute 54 Mannschaften mit über 220 Teilnehmern vor Ort. Das verspricht spannende Unterhaltung und einen lebendigen Wettbewerb.“ Der große Zuspruch, den diese Veranstaltung finde, zeige ihm, „dass bei allen Stürmen der Transformation, die uns nicht nur in den Streitkräften heimgesucht haben, wir immer noch einen gewissen Zusammenhalt haben, den wir weiter pflegen sollten.“ Er dankte für die Verbundenheit zum Fliegerhorst.

Heute gehe es nicht nur um den Wettkampf, sondern auch um das gemeinschaftliche Erlebnis, das gemeinschaftliche Miteinander; denn gerade die vielen Gespräche zwischen den Teilnehmern, Soldaten der Bundeswehr, Polizisten oder Zivilisten und Gästen machten diese Veranstaltung aus.

Gästeschießen auf dem Fliegerhorst in Diepholz

Stöcker bedankte sich bei den Betreuern aus den Einheiten des Standortes und den Funktionern der Fliegerhorststaffel und ganz besonders bei der UHG für Vorbereitung, Organisation und Durchführung dieses Vergleichsschießens. „Die Realisierung eines solchen Wettkampfes wird auch für uns als Streitkräfte immer schwieriger aufgrund knapper, besonders personeller, Ressourcen, stellt also keine Selbstverständlichkeit, keine alltägliche Leistung mehr dar. Die Soldaten, die uns heute freundlicherweise unterstützen und bedienen, sind Angehörige der Einheiten hier am Standort und werden am Montag auch dort ganz routiniert wieder ihren Dienst tun. Dieser Gruppe von Unterstützern sind wir im besonderen Maße zu Dank verpflichtet“, so Oberst Stöcker.

Gepunktet werden konnte bei dem Wettbewerb mit dem Kleinkaliber-Gewehr auf dem Schießstand der 53er Schützen sowie mit dem Gewehr G 36 auf der Standortschießanlage auf dem Fliegerhorst. Dort wartete dann auch noch das Schießkino auf treffsichere Schützen. Und schließlich gab es noch den originellen Wettbewerb „Hau die Erbse“, wo die „Trefferquote“ nur mäßig war.

Die Wettbewerbe wurden zügig abgewickelt. Und während sich die Gäste die leckere Erbsensuppe und das eine oder andere kühle Getränk schmecken ließen, angeregt über Gott und die Welt diskutierten, Kontakte pflegten und neue Freundschaften schlossen, rauchten bei der Auswertung im abgeschlossenen stillen Kämmerlein die Köpfe von Oberstabsfeldwebel Ralf Jacobsen und Stabsunteroffizier Daniel Irmen.

Nach der Siegerehrung durch Hauptfeldwebel Rico Fumfack und Oberst Olaf Stöcker wurden schon die ersten Anmeldungen fürs 35. Gästeschießen entgegen genommen nach der Devise: „Wer zuerst kommt, der mahlt zuerst.“

rdu

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