Fußgängerüberführung soll abgerissen und Bahnsteige erneuert werden

Bahnhof-Modernisierung: Zeitplan noch unklar

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Die alte Fußgängerüberführung am Diepholzer Bahnhof: Sie soll abgerissen und die Bahnsteige erneuert werden. Wann das geschieht, kann die Deutsche Bahn noch nicht genau sagen.

Diepholz - In einer Anfrage an die Deutsche Bahn AG hat sich Bundestagsabgeordneter Axel Knoerig nach dem aktuellen Sachstand heimischer Projekte erkundigt. Dabei fragte er auch nach dem Bahnhof Diepholz, der im Rahmen des Programms „Niedersachsen ist am Zug III“ umfassend modernisiert werden soll.

Es geht dabei nicht um das historische Bahnhofsgebäude aus dem Jahr 1872, das von einem Geschäftsmann aus Hüde erworben wurde, der es laut seiner Ankündigung ab „Anfang 2016“ neu gestalten möchte, sondern um den Bereich der Bahnsteige.

Knoerig erhielt laut einer Pressemitteilung vom Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn für Bremen und Niedersachsen, Ulrich Bischoping, folgende Auskunft: „In Zusammenarbeit mit der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) bereiten wir derzeit die Ausschreibung der Planungsleistungen für die Vorplanung vor. Diese Vorplanung, in der mögliche Varianten des Ausbaus untersucht werden, soll noch in diesem Jahr abgeschlossen sein, sodass anschließend eine Entscheidung über die konkreten Maßnahmen getroffen werden kann.“ Erst nach diesen genannten Schritten seien „detailliertere Aussagen zum Inhalt, zu den Kosten und zum Zeitplan“ möglich. Im Vorfeld einer Fachausschusssitzung der Stadt Diepholz im Dezember hatte es geheißen, die Arbeiten sollten im November 2016 beginnen und bis voraussichtlich Juli 2017 dauern (wir berichteten).

Im Zuge dieser Arbeiten wird nicht nur die alte Fußgängerüberführung abgerissen. Die Bahnsteigkante wird von 38 Zentimeter über Schiene auf 76 Zentimeter erhöht, um einen barrierefreien Einstieg in die Züge zu bekommen. Die Bahnsteigentwässerung wird erneuert, ebenso die Beschallung (Lautsprecher). Zudem sollen mehrere Wetterschutzhäuser errichtet werden.

Die Investition hat eine Höhe von insgesamt etwa 4,53 Millionen Euro, teilte Axel Knoerig mit. Insgesamt würden für die beiden heimischen Projekte – die Bahnhöfe Diepholz und Lemförde – Kosten in Höhe von rund acht Millionen Euro veranschlagt. Im Rahmen des Bahnhofsprogramms „Niedersachsen ist am Zug III“ sollen insgesamt 44 Stationen bis zum Jahr 2025 modernisiert werden. „Neu ist, dass auch Bahnhöfe mit weniger als 1000 Ein- und Aussteigern täglich barrierefrei ausgebaut werden“, erklärt Bundestagsabgeordneter Axel Knoerig (CDU). Die Kosten von rund 150 Millionen Euro tragen Bund und Land Niedersachsen jeweils zur Hälfte.

Für das Vorgängerprogramm „Niedersachsen ist am Zug II“ waren fünf Bahnhöfe aus dem Landkreis Diepholz ausgewählt worden: die Stationen Barnstorf, Bassum, Kirchweyhe, Syke und Twistringen.

ej

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